Vielleicht ist es auch wichtig zu schreiben, wie unser Tagesablauf aussieht, um besser beurteilen zu können, ob wirklich psychische Ursachen für die Probleme verantwortlich sind.
Morgens um 5.30 Uhr geht mein Mann mit Buffy kurz in den Hof, damit sie sich nach der Nacht lösen kann. Dann geht er zur Arbeit, Buffy schläft weiter, bis ich 6.50 Uhr aufstehe und das Kind für sie Schule bereit mache. Manchmal döst Buffy einfach weiter, manchmal beginnt sie, Pfoten zu kauen. Dann mache ich die Halskrause um und die döst, bis wir zusammen 7.30 Uhr die Wohnung verlassen und zur Schule laufen. Danach gehen wir in ruhigen Gebieten spazieren. Freilauf ist dann möglich, spazieren durch den Wald. Zwischen 8.30 Uhr und 9 Uhr sind wir wieder Zuhause. Unser Morgenspaziergang ist gemütlich, gerne setzen wir uns auf einen Baumstamm und machen ein Päuschen. Alles ohne Hektik. Fremden Hunden weichen wir mittlerweile gekonnt aus.
Zuhause gibt es Futter und ich beginne mit Hausarbeit. Buffy legt sich schlafen. Zur Mittagszeit kuscheln wir gemeinsam und dabei schläft sie wieder ein. Einmal täglich üben wir für ca. 5 min das Alleinebleiben, was ihr immer noch schwer fällt.
14.30 Uhr kommen Mann und Kind nach Hause und wir machen einen Ausflug ins Grüne. See,Wald,Wiese, je nach Wetter und Lust und Laune. Wieder Freilauf für Buffy. Sie gibt auch gerne richtig Gas, folgt uns immer ohne Leine, hat uns im Blick, spielt Fangen mit uns, schnüffelt interessiert aber nicht hektisch. Manchmal lassen wir sie über Baumstämme balancieren, üben kurz Bleib und Sitz. Dann wieder viel freie Zeit, in der alle die Natur genießen.
Dann nach Hause, Futter für Hund, Abendbrot für uns. Buffy ist müde, schläft bis abends. Dann ca. 23 Uhr eine Löserunde im Hof. Durchschlafen bis 5.30 und der Tag beginnt von vorne.
Anstatt einem Nachmittagsausfluges sind wir auch gern im Garten. Dort sucht Buffy gerne Leckerlies im hohen Gras, planscht im Hundepool, döst in der Sonne oder liegt im Schatten, klaut sich Fallobst
und ist einfach sehr entspannt. Nachbarn interessieren sie nicht, Besucherkinder ignoriert sie, außer diese krümeln mit Keksen
sie wirkt wie ein sehr entspannter, ausgeglichener Hund. Zwei Tierärzte sprachen uns darauf an, wie entspannt und schön ausgeglichen sie wäre, selbst im Behandlungszimmer. Sie kamen gar nicht auf die Idee, dass das Pfotenkauen psychisch bedingt wäre. Die beiden Tierheilpraktikerinnen deuten ihre Entspanntheit als Depression und Störung im Energiefluss.