Beiträge von Saira

    Es ist sehr interessant von euch und euren Familien zu lesen :nicken:

    Würden wir nicht ein einer recht kleinen Wohnung, sondern in einem Haus mit Garten wohnen, hätte ich auf jeden Fall super gerne Hühner! Es muss so toll sein, seine eigenen Eier einzusammeln. Das würde mir richtig Spaß machen.

    Unser Tagesablauf ist erst durch den Hund strukturierter geworden. Das tut uns als Familie aber ganz gut, muss ich sagen. Gerne schreibe ich ein bisschen von unserem Alltag.

    Morgens 5.00 Uhr geht mein Mann kurz mit dem Hund in den Hof zum Pipi machen, dann fährt er zur Arbeit

    6.40 Uhr stehe ich auf, mache mich fertig für den Tag, decke den Frühstückstisch, packe die Brotbüchse und die Trinkflasche in den Schulranzen unserer Tochter

    7.00 Uhr steht das Kind auf und wir frühstücken gemeinsam

    7.30 Uhr machen wir uns auf den Weg zur Schule, der Hund kommt mit und ich drehe mit ihm noch eine schöne Runde durch den Park

    Ca. 8.40 Uhr bin ich wieder Zuhause, füttere den Hund und mache über den Vormittag verteilt den kompletten Haushalt und reinige bei Bedarf die Käfige /Ställe der Kleintiere

    Da ist dann auch immer noch Zeit, um mit dem Hund zu kuscheln /Kontakt zu liegen, während ich noch etwas Schriftkram am Laptop erledige, gerne übe ich auch mit dem Hund ein paar kleine Tricks

    Zwischen 14.00 - 14.30 Uhr kommen Mann und Kind nach Hause und wir gehen los zur gemeinsamen großen Gassi-Runde. Dafür fahren wir auch gerne mit dem Auto raus aus Berlin, um in Ruhe im Grünen spazieren zu gehen. Im Frühling /Sommer verbringen wir die Nachmittage gerne in unserem Schrebergarten, da nimmt unsere Tochter auch gerne Freude zum Spielen mit (oder sie ist nach der Schule zu mit zu ihren Freunden gegangen). Zwei Mal die Woche fahren wir unsere Tochter zu ihrem Hobby und kommen erst abends nach Hause.

    Zwischen 18.00-19.00 Uhr kommen wir von unserem Ausflug nach Hause und es gibt Abendbrot, letzte Schulaufgaben werden erledigt, Brotbüchse wird vorbereitet, Tiere werden alle gefüttert, die Ratten dürfen aus dem Käfig in ihren Auslauf, diese Aufgaben teilen mein Mann und ich uns alle abends.

    20.00 Uhr Kind wird ins Bett gebracht mit Gute - Nacht - Geschichte und erzählen, was an diesem Tag besonders schön war und auf was wir uns am nächsten Tag freuen

    20.30 Uhr beginnt dann unsere Paarzeit

    Ca 23.00 Uhr noch eine kurze Runde mit dem Hund auf den Hinterhof, dann ab in Bett

    Bis jetzt haben wir auf chemische Zeckenmittel verzichten können. Buffy trägt ein Halsband aus EM Keramik und bekommt öfter einen Löffel Kokosfett ins Futter. Bis jetzt hatten wir in diesem Jahr erst eine festgebissene Zecke, die ich aber zügig bemerkt und gezogen habe und eine Zecke, die über das Fell krabbelte und direkt abgesammelt werden konnte. Mal sehen, ob es so bleibt.

    Sind wir im Urlaub in Gebieten mit höherer Zeckendichte wandern, schmieren wir Buffy an Beinen und Bauch und hinter den Ohren mit Kokosfett ein. Das hat bis jetzt gut geklappt und ich finde den Duft auch sehr angenehm, sie riecht dann wie eine kleine Raffaello-Kugel :rolling_on_the_floor_laughing:

    Es gibt vereinzelt Pflegestellen oder Vereine die das anbieten. Du solltest darauf achten das es gut gemacht wird. Das heißt ein Tier wird nicht öfters als 1-2 mal "verliehen". Ist ja immer noch ein Tier und kein Gegenstand :) Wir (Kaninchenhilfe Deutschland) machen das gar nicht. Allerdings gibt es auch bei uns natürlich immer die Regelung dass das Tier zu uns zurück kommt wenn mit der Haltung aufgehört wird. Aber wenn wir es vorher wissen vermitteln wir kein Tier hin.

    Ich persönlich bin der Geschichte nicht negativ eingestellt. Wenns vernünftig gemacht wird kann das ne gute Sache sein. Und viele "Leihkaninchen" bleiben dann eh in ihrem eigentlich nur vorrübergehenden Zuhause :D

    Ich hatte ganz vergessen, dir zeitnah zu antworten, sorry! Ich hoffe, ich muss noch nicht so bald entscheiden, wie es mit unseren Kaninchen weitergehen soll.. Ich kann mir aber immer besser vorstellen, dass das "Ausleihen" eines Partnertieres auf Zeit eine gute Lösung für uns sein könnte. Sollte man dringend etwas wegen einem möglichen Altersunterschied beachten? Die beiden sind ca. 10 und 11 Jahre alt und waren ihr ganzes Leben gemeinsam bei uns. Wie groß dürfte denn da der Altersunterschied zwischen einem Kaninchen von uns und einem Partner auf Zeit sein?

    Die Beiden leben schon immer als Paar bei uns. Wäre es theoretisch möglich, zu einem übriggeblieben Tier zwei neue Tiere zu vergesellschaften? Falls wir die Haltung doch nicht aufgeben möchte, kam mir gerade diese Überlegung in den Kopf.. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass das nicht harmonisch klappen wird. Habt ihr da Erfahrungen?

    Bezieht ihr eure Kinder mit ein in die Versorgung eurer Tiere? Helfen sie vielleicht sogar freiwillig und gerne und gibt es bei euch Regeln, wer was zu erledigen hat?

    Bei uns ist es so, dass unsere Tochter ab und zu freiwillig mithelfen möchte aber nur die schönen Sachen, wie z. B. mit den Ratten im Auslauf beschäftigen, Kräuter für die Häschen sammeln, dem Hund Leckerchen verstecken und solche Dinge. Notwendige Aufgaben wie Saubermachen der Ställe /Käfige, Futter machen,.. müssen fast komplett mein Mann und ich erledigen. Das ist aber auch okay für uns, es sind ja unsere Tiere.

    Als meine Tochter letztens bei der Erzählrunde in der Schule von unseren ganzen Haustieren berichtete, kamen ganz begeisterte Kommentare. Die Mitschüler waren überzeugt, wir hätten einen richtigen kleinen Zoo zuhause :nicken:

    Bei uns wohnen seit ca. 9 Jahren zwei Kaninchen auf dem Balkon, dann haben wir schon immer Rattenrudel aus dem Tierschutz bei uns, einen Hund und ein Aquarium mit Fischen, Garnelen, Schnecken. Alle Tiere wurden von den Vorbesitzern nicht mehr gewollt/konnten nicht mehr gehalten werden und haben nun ein Zuhause bei uns gefunden :herzen1:

    Als Kind durfte ich nie Haustiere haben und es war schon immer ein Wunsch von mir, mein Zuhause mit Tieren zu teilen. Unsere Tochter freut sich natürlich über so viele Haustiere, auch wenn sie öfter mal Zurückstecken muss, wenn die Versorgung der Tiere Vorrang hat. Ich hoffe, so lernt sie auch direkt den verantwortungsvollen Umgang mit Tieren. Sie ist sehr mitfühlend und verständnisvoll mit ihnen und kann sich ein Leben ohne Tiere gar nicht vorstellen.

    Mit dem Laufe der Zeit kann ich mir aber auch gut vorstellen, irgendwann "nur" noch unseren Hund und das Aquarium zu behalten und die Kleintierhaltung langsam auslaufen zu lassen/zu pausieren. Finanziell sind vor allem die häufigen Tierarztkosten bei den Ratten eine hohe Belastung. Leider haben diese tollen, schlauen Tierchen ihre gesundheitlichen Baustellen und brauchen gerade jetzt im Alter viel Betreuung und Pflege und Tierarztbesuche. Auch die Urlaube sind nicht spontan möglich. Immer schauen wir, dass alle Tiere zur geplanten Urlaubszeit gesund und munter sind und ob unsere Urlaubsbetreuung auch wirklich Zeit hat. Unseren Hund kann man ja problemlos mitnehmen aber die vielen Kleintiere bedürfen viel Planung und Organisation.

    Schön zu lesen, dass es hier auch noch weitere Familien gibt, die mit mehreren Tieren zusammen leben. Hier bei uns im Bekanntenkreis hat kaum einer Verständnis dafür, dass wir so viel Zeit und Energie und auch Geld in unsere Tiere stecken. Aber das ist ja auch okay. Jeder kann ja so sein Leben gestalten, wie er sich am wohlsten fühlt und bei uns gehören Tiere auf jeden Fall mit dazu :herzen1:

    Liebe Lucy,

    ich kann deine Sorgen gut verstehen.

    Wäre Oscar mein Hund, würde ich auf jeden Fall erst einmal einen Termin zur Beratung/Untersuchung in der empfohlenen Klinik wahrnehmen. Ich denke, man wird dir dort ehrlich sagen können, wie die Chancen für eine gut verlaufende OP stehen. Besteht eine realistische Chance, würde ich es versuchen.

    Die entsetzten Reaktionen der Mitmenschen darauf, dass man einem alten Tier noch Behandlungen/Untersuchungen /Operationen zumutet, kenne ich leider selbst zu gut. Letzten Sommer haben wir unser 11 Jahre altes Kaninchen operieren lassen, als es einen großen Backenabzess hatte. Viele reagierten mit Unverständnis, dass wir ein (bis dahin glückliches, fittes) Tier in diesem Alter noch operieren lassen wollten.. Nur aufgrund des Alters. Das Kaninchen hat sich bestens erholt und hoppelt immer noch mit seinem Partner über unseren Balkon.

    Bei unseren Ratten kamen genau die gleichen Reaktionen, als wir einer 2,5 Jährigen Ratte einen Tumor entfernen lassen haben. Weißt du, lass die Anderen einfach reden! Dein Tier, deine Verantwortung und deine Entscheidung :bussi:

    Also hör dir doch erst einmal die Tierärzte dort an, die deinen Hund untersuchen und entscheide dann nach deinem Gefühl. Vielleicht stehen die Chancen ja sogar sehr gut, dass alles gut überstanden wird. Du kennst deinen Hund am längsten und am besten von Allen und wirst die richtige Entscheidung treffen.

    Alles Gute für euch!

    Ich würde mich zb an den Kaninchenschutz eV wenden. Gerade im Bereich Berlin/Brandenburg sind die ganz gut aufgestellt mit pflegestellen. Dort ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass du die Möglichkeit hast ein leihtier zu bekommen oder das perfekte Zuhause für das übrige Tier zu finden.

    Ich kenne drei erfolgreiche Vermittlungen persönlich, die mit Hilfe des Vereins bzw.deren vermittlungsbereich im Forum ein Zuhause gefunden haben.

    Unter anderem meine Luise, die wir aus BaWü zu uns in den Norden geholt haben.

    Danke für das Teilen deiner Erfahrungen. Ich hoffe, wir haben noch ein paar schöne gemeinsame Monate/Jahre aber man weiß ja nie.

    Ist es denn eine gängige Praxis, ein Leihtier bei sich aufzunehmen und es später wieder zurück zu geben? Ich finde es gut, dass es diese Möglichkeit gibt, habe aber noch keinen persönlich kennengelernt, der das gemacht hat. Bis vor kurzem war mir gar nicht bekannt, dass das möglich ist.

    Bei uns wohnen seit vielen Jahren zwei Kaninchen. Ein Widdermix (10 Jahre alt) und eine Zwergkaninchen-Dame (11 Jahre alt). Seit einiger Zeit überlege ich, ob ich die Kaninchenhaltung nach dem Tod von einem der Beiden noch weiterführen möchte oder nicht.

    Habt ihr Tipps für mich, wie ich die Haltung am besten für die Tiere aufgeben könnte. Dass einer der Beiden alleine bleibt, ist wahrscheinlich keine Option, solange es dem dem Übriggebliebenen gesundheitlich so geht, dass eine VG möglich wäre.

    Gibt es Tierschutzvereine oder Tierheime in Berlin oder Brandenburg, die mir ein Tier "leihen" für die Zeit, in der unser letztes Kaninchen noch lebt? Ein Zeitvertrag sozusagen.

    Das letzte Tier abzugeben wäre auch eine Option. Nimmt jemand aber so alte Tiere?

    Der Gedanke, wo mein Tier dann hin kommt, macht mich ehrlich gesagt auch unruhig. Letzten Sommer haben wir unsere Zwergdame noch operieren lassen, weil sie einen Backenabzess hatte. Wie oft musste ich mir von Bekannten anhören, warum man denn so ein altes Tier noch operieren lässt. Meine Angst ist einfach groß, dass man unser Kaninchen nicht so versorgen würde, wie wir es tun.

    Erzählt doch mal von euren Erfahrungen, wie man am besten die Kaninchenhaltung auslaufen lassen könnte.

    Vitaminzusätze oder andere Pülverchen würde ich ehrlich gesagt noch gar nicht mit dazu geben. Wer weiß, auf was deine Hündin reagiert. Nur Reis und Hühnchen. Fühlt sie sich nach mehreren Wochen weiterhin gut mit diesem Futter, vielleicht etwas kaltgepresstes Öl dazu (Leinöl, Hanföl oder Lachsöl nehmen wir). Aber erst eine Sorte Öl austesten. Und dann abwarten, ob sie es verträgt. Wenn nicht, wieder weg lassen und Schonkost ohne weitere Zusätze weiter füttern.

    Ich glaube, du setzt dich selbst unter Druck, weil dir deine Hündin Leid tut, weil sie nicht mehr abwechslungsreich fressen kann. Mach dich frei von diesem Gedanken. In dem du ihr nur so wenige Zutaten fütterst, hilfst du ihr und ihrer Gesundheit.