Unter der Art des Trainings kann ich mir nicht wirklich was vorstellen. Würde aber auch hier überdenken, ob das dem Hund gegenüber alles fair und verständlich abläuft, denn schon im Eingangsbeitrag machte es mich ein wenig "stutzig", dass eine Art Richtungswechsel beschrieben wird, in der ihr scheinbar in den Hund "hineinläuft". Die Länge des Trainings ist eindeutig zu hoch angesetzt, aber das "Wie" kann natürlich ebenfalls eine Rolle spielen.
Zum Training:
Murphy hat ein etwas engeres Kettenhalsband um, so dass aber noch 1-2 Finger durchpassen. Das Training baut auf vier Einheiten auf. Ich habe das Training bei mir auf dem Desktop. Ich füge es hier einfach per Copy&Paste ein:
1. Übung - Aufmerksamkeit + Nähe + Kopf am Knie
- Schleppleine kurz halten (ca. 0,5-1,0 Meter)
- Viereck denken und gehen
- Weg gehen, ohne Murphy anzuschauen
- Widerstand an der Leine, dann leichter Leinenruck
- Unaufmerksamkeit, dann Leinenruck
- Murphy muss an unserer Seite, hinter oder neben uns gehen
- Wenn am Knie, dann ist ein ruhiges kurzes Loben zwischendurch
Wichtig: Nicht Reden + nicht in die Augen sehen beim Leinenruck
Anmerkung: Wir haben vorher Murphy viel zu überschwänglich gelobt. Das macht Murphy unruhig!
2. Übung - Abrufen ohne Leckerli
- Schleppleine ganze Länge
- Aufmerksamkeitssignal "Murphy"
- Dann Abrufsignal "Komm"
- Kommt Murphy nicht, dann leichter Leinenruck
- Murphy muss an unsere Seite kommen
- Kommt er nach Leinenruck nicht, dann zu uns ziehen
- Wenn am Knie, dann Lob zwischendurch OK
3. Übung - Aufmerksamkeit + in unserer Nähe sein
- Kurze Leine
- Murphy ist nicht in unserer Nähe
- Murphy schaut in andere Richtung (Fahrradfahrer) und ist unaufmerksam
- Leichter Leinenknall mit Lederleine
- Sofort in entgegengesetzte Richtung gehen
- Murphy soll in unserer Nähe sein, Aufmerksamkeit auf uns
Sehr wichtig: Nicht Reden + nicht in die Augen sehen
4. Übung - Ruheübung + Sitzt an unserer Seite
- Murphy sitz an der linken Seite
- Mit linken Fuß beginnend drei Schritte
- Kommando Sitz
- Sitz Murphy nicht, dann senkrecht nach oben leichter Leinenruck
Wichtig: Für Murphy sehr schwere Übung
- Nicht überfordern / Nicht zu oft / weniger ist mehr
- Leckerli ist OK
Dieses Tranig haben wir immer auf Reizarmen Flächen ausgeführt. Feuerwehplatz, Parkplatz Einkaufslade (Sonntags) und bei uns im Garten, der zum großen Teil gepflastert ist. Bisher ein voller Erfolg. Murphy ist viel konzentrierter, immer in unserer Nähe und zieht vor allem nicht und springt in die Leine. Vor allem aber macht er das außerhalb des Trainings beim Spazierengehen auch nicht mehr. Laut meinem Stiefvater lernt er hierdurch Unterordnung. Im Januar geht das Training weiter, wir wissen aber nicht wie. Das will er uns noch nicht verraten.