Beiträge von KayaFlat

    Das mit dem hinter mir laufen wurde von der Trainerin so erklärt, dass ich Dinge einfach vor ihm sehe und wahrnehme. Dass ich abchecke, bevor er es tut. Sie denkt, dass ich nicht rechtzeitig einschätzen kann ob mein Hund alles abcheckt und vielleicht sogar droht, deshalb soll ich ihm "das Ruder aus der Hand nehmen" und ihn einfach gar nichts mehr selbstständig machen lassen. Das ist wohl eine Ausdehnung dessen was ich im Haus machen muss. Also Schlafplatzbestimmung, überall mitnehmen, nicht mehr alleine in den Garten etc.

    Ist im Freilauf das gleiche. Chester hatte immer einen recht kleinen Radius, aber ich soll ihm jetzt nicht mehr erlauben mich zu überholen, ihn immer wieder stoppen, wenn er vorlaufen möchte. Irgendwie gefällt mir das nicht so, weil er dadurch nicht richtig flitzen kann. Aber sie meinte, dass das hirnlose rumflitzen ihn nur noch mehr anstachelt und die Gefahr besteht, dass es ihm die Sicherungen raushaut.

    Machst du denn was Anspruchsvolles für den Kopf?

    Und irgendein Ventil braucht er mal. Ich verstehe den Ansatz ja und halte den nicht für verkehrt, aber mal Energie ablassen hielte ich auch für gut. Nicht ewig sinnlos hochpuschen, aber zumindest etwas Energie über Bewegung abbauen.

    Öm ja, Führung erreichst du aber nicht durch dieses blödsinnige vor dem Hund laufen. Da sind wir dann im Bereich der sinnlosen Dominanzspielchen. Kontrolle übernimmt man nicht durch den Ort an dem man steht/geht, sondern durch seine Handlungen.

    Wenn ich dazu eine Rückfrage stellen darf: klar, das "hinten laufen" ist keine Führung an sich. Aber hat es in diesem Fall für die Trainerin vielleicht auch gar nichts mit dem Rückgriff auf die Dominanztheorie zu tun, sondern soll vielleicht nur eine virtuelle Grenze ziehen, damit man selbst gedanklich beim Hund bleibt und dieser konzentriert bei der Halterin?
    Also so, wie ein Platz auf dem Sofa einen Hund nicht zum Terroristen macht, es aber für manche Halter*innen und ihre Hunde gut ist, wenn man bestimmte Grenzen etabliert/an ein Kommando koppelt, um überhaupt in einen gedanklichen Raum zu kommen, in dem man Entscheidungen trifft und in die Kommunikation geht?

    Ich denke auch, dass solche Grundregeln dem HH helfen sollen, sich selbst in eine Entscheider- und Führungsposition zu bringen. Ob mein Hund vor- oder hinter mir aus der Tür geht, sagt erstmal nichts über Führung. Aber wenn ich die Regel kriege, der Hund geht nicht zuerst aus der Tür, dann muss ich ja Führung übernehmen oder bemerke zumindest, dass ich das nicht kann ( weil z.B. der Hund einfach an mir vorbei zur Tür stürzt). Viele merken ja im Alltag gar nicht, dass ihr Hund fast alles entscheidet und sie geschickt steuert. Bei vielen "netten" Hunden hat das auch nicht die Konsequenz, dass der Hund dir irgendwann im Arm hängt. Bei Gebrauchshunden kann das aber eben kollossal nach Hinten losgehen.

    Naja, ich sehe hier in erster Linie kein Geaundheitsproblem.

    Im Prinzip kristallisiert es sich doch klar heraus, dass das Verhalten aus mangelnder Führung resultiert, was ja auch die Trainerin erkannt hat.

    Vielleicht zweigleisig fahren. Im Alltag weiter mit der Trainerin arbeiten und Führung etablieren und sich einen Gebrauchshundeverein oder SV-Ortsgruppe suchen und mit dem Hund vernünftig arbeiten. @Helfstyna meint ja auch, dass ihm kontrollierte Arbeit fehlt, bei der auch Führung und Zusammenarbeit etabliert werden kann.

    Hm, also wenn du das fragen musst, wäre meine Einschätzung: ja auf jeden Fall, denn anscheinend bist du bereits unsicher.

    Ja, seit dem Zwicker von ihm bin ich unsicher. Damit hätte ich niemals gerechnet.

    Das ist aber nur folgerichtig.

    Du hast ihm im Haus (und ich denke auch sonst) die Verantwortung überlassen.

    Also verwaltet er die Räume und bestimmt, wer sich wo aufhalten darf. Er hat dich durch Knurren gewarnt, du hast nicht angemessen resgiert, also hat er ( hat er vorher noch abgeschnappt?) die nächste Stufe der Eskalationsleiter gezündet und gehemmt gebissen.

    Sieht für mich so aus, als sei das Kind hier richtig tief in den Brunnen gefallen und die Situation kann echt gefährlich werden, weil er dich halt so gar nicht als Führungspersönlichkeit wahrnimmt, die ihm zu sagen hat, was getan wird und was nicht. Das passiert, wenn man einem mental starken Gebrauchshund die Führung überlässt. Maulkorb drauf und auf jeden Fall einen Trainer mit Gebrauchshundeerfahrung, der dir hilft, dich als "Führer" zu qualifizieren.

    Die jetzige Situation ist auch für den Hund Scheisse, denn sie wollen geführt werden und es kommt nix Gutes raus, wenn sie den Job des Verantwortungsträgers selbst machen müssen. Der wird jetzt auch erwachsen und noch ernsthafter. Entweder du schaffst es, mit Hilfe von aussen, den Hund zu führen oder du gibst ihn ab. Ich finde es nämlich auch nicht fair, sein restliches Leben rumzumanagen. Also wenn der Hund grundsätzlich klar in der Birne ist, kann aus dem bei gescheiter Führung noch ein normaler Dsh werden, der über Führung und Gehorsam regulierbar ist (auch wenn er z.B. Fremde in der Wohnung weiterhin scheisse finden wird.)

    Ja, Flats sind aktiv und wollen auch mit Köpfchen beschäftigt werden. Aber mit etwas Phantasie muss man nicht unbedingt Hundesport im Verein machen.

    Sie sind talentiert für Suchen und das kann man mit wenig Aufwand selber machen. Sie lernen recht gut Apportieren und auch da kann man leicht Aufgaben in den Alltag einbauen. Kaya beschäftige ich z.B. auch mit Wäsche in den Waschkorb räumen, mir die Schuhe und die Mütze bringen, wenn wir rausgehen. Macht sie gern, wenn was dafür rausspringt. Draussen machen wir auch Suche und Dummy, aber wirklich nur im Laienrahmen als Beschäftigung für den Hund.

    Wir leben ländlich und sind viel in der Natur unterwegs, aber von ihrem guten Nervenkostüm her und den vielfältigen Möglichkeiten den Hund ausser über reine Bewegung auszulasten, denke ich, dass sie auch in der Stadt leben könnte (ich eher nicht). Wahrscheinlich ist da auch der Jagdtrieb leichter zu händeln, der beim Flat ordentlich sein kann. Dem Flat ist wichtig, dass er eng bei seinen Leuten ist. Kaya zumindest ist ein Dabei- Hund. Sie bleibt zwar auch problemlos mehrere Stunden alleine, aber immer wenn ich zum Aufbruch rüste, steht sie erst einmal parat.

    Die Optik geht beim Flat ja auch ein bisschen Richtung Setter.

    Tatsächlich wurde Kaya schon von einigen als Setter identifiziert. :beaming_face_with_smiling_eyes:

    Den Flat solltet ihr euch mal genauer anschauen. Sind nette, tolle Hunde, wenn man ihre Bedürfnisse befriedigen kann und die Balance zwischen Ruhe und Action findet.

    Der Flat würde passen, meine ich.

    Ich mach mit meiner ja keinen Sport, aber Agi und Obi würde sie hinkriegen, denn sie ist flink und sportlich. Problem ist nur, wenn sie keinen Bock hat oder du in der Ausbildung zu viel Druck machst, kaspert sie bzw. macht dicht. Man sollte m.M.nach den Sport mit dem Flat nicht zu verbissen sehen.

    Dafür ein echtes Plus bei Kinderliebe (soll rassetypisch sein). Kaya findet meine Nichten endgeil. Dass sie da nicht hinlangt, auch wenn die Kinder mal was Dummes machen, dafür würde ich meine Hand ins Feuer legen. Die werden halt ausgibig beschleckt oder umgekegelt (als Hund und Kinder noch jünger waren). Kaya hat 27 Kilo und ich finde das noch einigermassen handlich.

    Schaut euch doch mal bei den Flat Coated Retrievern um.

    Interessanter Thread.

    Als Mode- Familienhund erlebe ich den Mali hier nicht, tatsächlich kenne ich hier überhaupt keinen.

    Bis vor einem dreiviertel Jahr ist hier ein Mali- Dsh- Mix Gassi gegangen. Jo, hab mir da schon gedacht, dass das nicht ewig gutgeht. Hübscher Kerl, hätte mir von der Optik gefallen.

    Bei dem Mann lief er noch halbwegs anständig und der kriegte ihn auch gehalten. Frauchen nahm er nicht ernst. Sehr rempelig im Spiel, aber noch nicht ernsthaft (war da so acht/neun Monate) alt.

    Den sieht man, wie gesagt, hier seit ca. einem dreiviertel Jahr nicht mehr. Ich nehme an, dass er weg musste oder sie jetzt irgendwo am Arsch der Welt Gassi gehen.

    Ich denke, du hast verloren, wenn du so einen Hund nicht anständig geführt kriegst und dann gehst du wirklich besser da, wo du niemanden triffst. Wenn ich meinen Retriever nicht gescheit geführt kriege, ist es meist nur ärgerlich. Bei so einem Kaliber wirds halt schnell gefährlich.

    So sehe ich das jedenfalls (ohne jegliche Mali- Erfahrung).

    Bin jetzt auch grad von der 1,5- stündigen Morgenrunde zurück. Am Anfang hab ich die Altherrenrunde getroffen. Kurzes gegenseitiges Beschnüffeln der Hunde, Kaya hat ihr obligatorisches Leckerchen von Halter A abgestaubt und weiter gings. Dann Penny (Aussie) und Laika (Brackenmix) plus Anhang, die auch auf der Morgenrunde waren. Kaya kann mit denen nix anfangen und so haben wir schnell passiert, aber nett gegrüsst. Danach Labbi- Dampframme Balu. Kurze Begrüssung, dann Zurechtweisung durch Kaya, weil er halt einfach aufdringlich ist. Auch nett gegrüsst und passiert. Dann waren wir von der Hauptgassistrecke weg und erstmal allein unterwegs. Schon recht weit hinten am Bach haben wir die Tierschutzmeute mit ihrem neuen Pflegi getroffen. Hübscher noch etwas ängstlicher Ratonero. Mit denen mitten in der Pampa 10 Minuten geplaudert. Kaya hat erst die Hunde begrüsst, dann auch ein Leckerlie abgestaubt und sich dann neben mir abgesetzt und gewartet. Als es ihr wohl zu lange gedauert hat, ist sie zum Weg hoch, hat sich da abgesetzt und mich angestarrt. Haben dann noch ein bisschen apportiert, einen Abruf gemacht und sind nach Hause gezockelt. Auf dem Rückweg noch Emma, Labbihündin, gesehen, aber da wollte ich weiter und hab Kaya bei mir behalten, weil Emma angeleint war.

    Kaya war unangeleint und hat alle Begegnungen angemessen und stressfrei bewältigt. Sie mag nicht jeden Hund, den wir heute getroffen haben, und fett interagieren will sie eh nur mit ganz wenigen Hunden, aber sie kommt echt super mit Begegnungen klar. Und es hilft einfach, dass man hier die Hunde kennt und die allermeisten Halter echt entspannt sind.

    Ich hab mit ihr wirklich null Stress mit Hundebegnungen und das weiss ich sehr zu schätzen. Wir kommen dann beide ausreichend bewegt und relaxt wieder Heim.

    Das finde ich sehr schade.

    Ich hab hier schon x Threads gelesen, lange bevor ich mich selbst angemeldet hatte und auch was geschrieben habe, und ich fand viele Vorschläge, Tipps und Ratschläge sehr kenntnis- und hilfreich. Auch finde ich den Ton der allermeisten User nicht beleidigend. Direkt manchmal, ja.

    Man muss sich auch nicht jeden Schuh anziehen, wenn er nicht passt. Einfach die Antworten reflektieren und das, was hilfreich ist, rausziehen.

    Ich persönlich finde, dass ich meinen Horizont durch das Forum erweitert habe. Und wirklich beleidigen können dich Leute doch gar nicht, die nur anonyme Nicknames in einem Forum sind.

    Leg dir doch einfach eine etwas dickere Haut zu und bleib da. Bestimmt kann das Forum noch auf die eine oder andere Weise hilfreich sein.