Ich weiß, eigentlich ist es das nicht. Aber was genau soll hier das Wachstum begrenzen, solange genug Futter verfügbar ist - im Zweifelsfall dann eben Weidetiere? Natürliche Feinde gibt es nicht, die Story mit dem Riesenrevier wackelt inzwischen auch, die Tiere sind phänomenal anpassungsfähig.
Da könnte man eigentlich nur auf eine Seuche setzen, und das wünscht man ja nun keinem Tier. Und jedes Frühjahr flächendeckend blutige Wolfsschlachten um die Reviere ist sicher nicht tierfreundlicher als eine gezielte Bestandsregulierung.
Kann sein, dass man die Reviergrößen bisher falsch eingeschätzt hat, weil Reviergrößen generell kleiner werden, wenn das Nahrungsangebot gut ist. Aber es wird eine minimale Reviergröße geben, die die Wölfe von sich aus nicht unterschreiten werden. Die kennen wir nur noch nicht.
Blutigen Revierschlachten gehen Wölfe auch von sich aus aus dem Weg, deswegen wird es dann eben mehr Abwanderung geben.
Bei zunehmendem Stress in der Gesamtpopulation werden oft auch Wurfgrößen kleiner.
Und selbst das Nahrungsangebot kann knapp werden, wenn Deutschland eines fernen Tages gute Wege findet, die Nutztiere zu schützen.
Ich seh da recht viele Möglichkeiten, wie sich die Population regulieren könnte.
Ja, explosionsartige Verbreitung von Krankheiten gehört leider auch dazu. Ich wüsste aktuell aber nicht, warum es ausgerechnet das sein muss (kann natürlich so kommen).