Beiträge von Filz

    Soll ich da mal noch was zum Bogen und zu den Pfeilen schreiben? Dürfte etwas länger werden und wäre OT.

    Also OT im Sinne des Threadtitels sind wir doch schon seit 50 Seiten, und es geht eher so allgemein um Sachen, die du beim zukünftigen Hundekauf vielleicht auf dem Radar haben solltest (oder auch nicht). :sweet: Meine Meinung ist da unmaßgeblich, aber erzähl doch gerne weiter davon, was du machst und wie. Eventuell fällt jemandem noch was dazu ein, was das in Bezug auf Hunde an Problemen oder Vorteilen bringen kann.

    Verspätetes Edit: Und einerseits heißt es man soll den Hund nicht Hetzen lassen und sichern, und dann soll man die Leine loslassen, wenn der Hund grad dem Reh hinterher will, sodaß der Hetzen kann und womöglich vorm Zug endet? Ja was denn nun?

    Nee, das muss ein Missverständnis sein. Niemand soll jemals eine Leine loslassen, bloß "weil der Hund grad mal irgendnem Wild hinterher will". Die Leine lässt man los, wenn man selbst mit dem Leben bezahlt, falls man nicht loslässt. Sonst sichert man seinen Hund.

    Und wenn man den Hund nicht sichern kann, warum auch immer, sollte man sich die Frage stellen, ob man mit diesem Hund überhaupt unterwegs sein sollte. Weil man de facto eine Riesengefahr für andere ist.

    Find ich auch schwierig, weil ich mich momentan für Rassen interessiere, die mir körperlich irgendwann über sind. Ich finde es extrem beunruhigend, wenn ich meinen Hund nicht stoppen könnte, wenn es sein müsste.

    Beschreibt ihn als äußerst sozialen, braven, gutmütigen und sanften Hund - unkompliziert.

    Ich wette, dass das auf die meisten HSH zutrifft, wenn die Menschen passen UND die so wohnen, dass Wachtrieb kein Problem ist. (Den Schutztrieb musst du in Privathand ja sowieso so managen, dass er quasi permanent auf Eis bleibt. Geschützt wird nix.)

    Ich dachte, bei euch gäbe es Probleme mit einem anschlagenden Hund, Nachbarn und so? Ist das doch anders?

    Das größte und schwerste, was ich bislang an der Leine hatte war ein Laprador Mix. knapp 44cm groß, gute 25kg. Der hat an der Leine gezogen als gäbs kein Morgen. Hat mich nicht aus dem Gleichgewicht gebracht. Und 2 Wochen später hat er nicht mehr gezogen, hat sich hingesetzt und zu mir umgedreht bevor er weitergelaufen ist. Der wusste genau wie lang die Leine ist. Er war immer auf maximum aber die Leine trotzdem immer locker.

    Bei der Anekdote ging es speziell um die lange Leine, denke ich. Mich bringen 25kg an 2m auch nicht aus dem Tritt. 25kg an 10+m sind bei rutschigem Boden schon was anderes, zumal der Hund da Anlauf nehmen kann. Wobei ich 25kg da immer noch unproblematisch finde, aber wenn absehbar ist, dass der Hund viel an langen Leinen laufen wird, wäre eine Dogge z. B. raus. Also eine Gewichtsgrenze nach oben finde ich dann sinnvoll.

    Caissa Freilauf ist hier per se nicht möglich. Hier herrscht überall Leinenpflicht. Soweit ich weiß, sogar im ganzen Bundesland. Und wenn er an der Leine mal so tut als würde er Richtung Beute (irgendwas kleines, nichts größer als er selbst) lossprinten habe ich damit bislang wenig Probleme. Am anderen Ende der Leine hänge ich und damit kommt er maximal 10m weit.

    Ok, also es gibt eine generelle Leinenpflicht im Wald (ist bei mir auch so).

    Die besteht aber in der Regel nicht in der offenen Landschaft, außerhalb der Brut- und Setzzeit.

    Ist es für dich grundsätzlich ok, einen Hund immer und permanent an der Leine haben zu müssen?

    Und falls es so sein muss, wie kannst du dem Hund dann trotzdem freie Bewegung ermöglichen? Ein Garten steht dir ja im Moment nicht zur Verfügung (richtig?). Aber dann sollte man nach umzäunten Flächen Ausschau halten, die man mit dem Hund nutzen darf.

    Wäre es für dich akzeptabel, wenn der Hund kurz einem Tier hinterhergeht?

    Die Frage finde ich aber wirklich fies. Weil es nicht akzeptabel sein DARF und man nur sich selbst und allen Hundehaltern schadet, wenn man öffentlich sagt, dass man das nicht schlimm findet.

    Das Problem ist ja auch in der Regel nicht, dass man es "akzeptabel" findet, sondern wie man den Hund davon abhält, es zu tun. Bei dem einen Hund "Marke eigenständiger Jäger", den ich hatte, da fand ich das noch so inakzeptabel, das hat das Problem nicht gelöst.