Beiträge von Filz

    Warst du aus DE oder aus Österreich?

    In Deutschland kann man Wohngeld beantragen, bei dem Antrag könntest du der Nachbarin helfen. (Es sei denn, sie bezieht bereits Hartz/Bürgergeld, das ist nicht kombinierbar ... da könntest du ggf helfen zu recherchieren, ob sie Anspruch auf irgendwelche Zuschüsse hat und falls ja, wie sie die beantragt.)

    Selbst wenn die Nachbarin einverstanden wäre, würde ich nicht gegenüber der Gesellschaft "zugeben", dass die Mieterin psychische Probleme hat. Oder besteht die Gesellschaft aus einer einzigen, empathischen Person, die sich berufen fühlt, besondere Sozialverantwortung zu tragen, und mit der du befreundet bist?

    Ich gehe davon aus, dass die Gesellschaft wirtschaftlich handelt. Das kann bedeuten, einen Mieter mit psychischer Erkrankung erst Recht rauszuwerfen und besser heute als gestern. Denn:

    - psychische Erkrankungen sind langwierig und dauern länger als körperliche

    - psychische Erkrankungen machen eventuell dauerhaft erwerbsunfähig oder langzeitarbeitslos

    - psychische Erkrankungen belasten oft auch finanziell

    - u. v. m.

    Wenn ich das kalt und emotionslos durchrechne und es mein Ziel ist, Wohnungen zu vermieten und Geld einzunehmen: Dann will ich keinen Mieter mit psychischer Erkrankung haben. Und überhaupt keinen Schwerkranken. Am Ende krieg ich mein Geld nicht!

    Hektorine meiner Erfahrung nach darf man nicht ausschließen, dass ein Entscheider so denkt wie oben beschrieben. Mögliche Ausnahme: Die Trägergesellschaft ist selbst eine soziale Einrichtung und wir reden von Sozialwohnungen oder sowas.

    Sogar ohne Zeugen ist ein mündlicher Vertrag rechtsgültig. Aber die mündlichen Absprachen sind "angreifbarer", falls jemand kommt und behauptet, das wäre alles ganz anders gewesen.

    So von außen, wenn man der Bekannten und der Freundin ans Bein pinkeln will, ist das erstmal ein typisches Setup für (eventuell illegalen) Hundehandel.

    Oder die Bekannte, die momentan nicht erreichbar ist, taucht eines Tages wieder auf und fordert von dir "ihren" Hund zurück und solche Geschichten.

    Aber wenn ich das richtig verstehe kommt die Hündin ursprünglich aus der Tierschmutzarbeit (:D den Begriff merk ich mir) und jemand aus deinem erweiterten Bekanntenkreis handelt da irgendwie ... nicht vorbildlich. Ich werde bei sowas paranoid.

    Ich würde schriftlich fixiert haben wollen, auch im Sinne deiner Freundin, dass sie dir die Hündin NICHT für eine hohe Summe weitergehandelt hat. Aber dass deine Freundin der Meinung war, Eigentümerin des Hundes zu sein und diesen verkaufen zu dürfen, und du den Hund in gutem Glaubem gekauft hast und dann Eigentümer bist. Tatsächlich noch mit Zeugen für den Vertrag.

    Ich werde bei bestimmten Dingen echt paranoid, erwähnte ich das? :D

    Die gibt es auch gratis mit nen Handschlag als Vertrag von der Freundin.

    Ist das die Idee von der Freundin?

    Ich würde einen Vertrag aufsetzen, gerne handgeschrieben und nur einen Fünfzeiler, dass die Freundin dir die Hündin (benannt mit Chipnummer) für einen Euro verkauft (und den Euro zahlst du auch wirklich). Ist wahrscheinlich "unnötig". Aber ich würde an deiner Stelle den Vertrag haben wollen.

    Meine Bedingung wäre aber eben tatsächlich eine Versicherung. Wir haben mit Mia ja schon enorme Tierarztkosten und diese Kleine wird sicher noch sehr viel mehr Geld kosten.

    Wir möchten dann nicht in ein paar Jahren vielleicht die Situation haben, dass plötzlich eine große OP nötig ist und wir dann das Geld dafür vielleicht nicht haben. Man weiß nie, wie das Leben sich so entwickelt.

    Dann würde ich den Hund auf keinen Fall nehmen (oder eben vom ersten Tag den Sparplan einführen, der den Hund finanziell abdecken kann, so dass ihr nicht finanziell von der Versicherung abhängt). Selbst wenn du jetzt eine Versicherung findest und abschließt, die in den letzten Jahren und aktuell und in den nächsten drei Jahren ziemlich kulant gegenüber ihren Kunden handelt ... In Jahr vier kann sich die Welt und die Versicherungsgesellschaft verändern, ihr reicht die erste Rechnung ein und werdet rausgeschmissen.

    Die "Politik" und Rechenmodelle der Versicherungen sind nicht statisch. Die werden auch durch die Entwicklungen der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lage beeinflusst. Die werden in den nächsten zwei Jahren aufgrund der GOT-Änderung alle neu kalkulieren. Und nicht zuletzt kann sich das Geschäftsverhalten stark ändern, bloß weil sich einzelne Personen im Vorstand oder Management oder Controlling austauschen.

    Ich ärgere mich über (mutmaßlich bewusst) irreführende Deklarationen auch seit Jahren, nicht nur bei Hundefutter.

    Ich teile allerdings nicht den Eindruck, als wären miese Deklarationen beim Hundefutter den Discountern vorbehalten. Hier im Trockenfutter-Thread wird selten Discounter-Futter besprochen (finde ich) aber häufiger Deklarationen gepostet, wo mir die Augenbrauen in die Höhe schießen.

    In Bezug auf "hochwertige Zutaten" muss man aufpassen. Wenn irgendwo "hochwertiges Fleisch" oder "hochwertiges Protein" draufsteht, wird vom Hersteller in der Regel die biologische Wertigkeit gemeint - was vom Umgangssprachler als eine hohe Qualität der Zutaten missverstanden wird. Man kann auch aus billigen Proteinquellen hochwertiges Protein gewinnen. Und wenn in einem Hundefutter tatsächlich "viel" hochwertiges Protein/Fleisch drin ist, ist das vermutlich gar kein gutes Hundefutter, da es zu einer Überversorgung mit Protein führen könnte.

    Wenn hochwertiges Protein drin ist, braucht man ja gerade nicht viel davon, um den Bedarf zu decken.

    Die Artikel zu dem Thema werfen die Bedeutungen von "hochwertig" auch meist lustig durcheinander, ich bin mir eigentlich nie sicher, wie es gerade gemeint ist und ob der Autor überhaupt den Unterschied kennt. Eigentlich bin ich mir auch bei den Herstellern schon nicht mehr sicher, dass sie es einheitlich verwenden. :denker: Bewusste irreführende Deklaration halt. Da hätte ich gerne verschärfte Vorschriften - nicht nur für Hundefutter.

    Für mich stellt sich dann die Frage, inwiefern Insekten mit Präferenz für warm und feucht wirklich geeignet sind.

    Die stellt sich mir gerade auch.

    Ich kenn Insektenzucht unter Laborbedingungen (heikel und so in der Form definitiv nicht skalierbar) und privat hatte ich kurzzeitig auch mal Bedarf an Futterinsekten. Im kleinen Maßstab und nicht auf Masse gezüchtet ist das sicher gut machbar. Aber sobald man auf Masse geht, hat man da Probleme, die bisher in genau dieser Form nicht für Nutztiere gelöst werden mussten.

    Mal sehen, wie das läuft.

    Mal eine Frage bezüglich Schimmel und Co. am Futter für die Insekten. Ist das wirklich problematisch für Produkte bzw. Konsumenten, wenn vor Tötung und Verarbeitung auf etwas anderes umgestellt und damit der Mageninhalt unbedenklich ist?

    Weiß da jemand etwas?

    Dass Mist, Müll und Moder Insekten jetzt eher nicht so schaden, ist ja bekannt. Müsste es daher auch bei schimmelndem Futter nicht eigentlich einfach sein, durch eine Umstellung kurz vor der Verarbeitung unbedenkliche Produkte zu erzeugen?

    Wenn die Hersteller es nicht schaffen, das Insektenfutter weitgehend schimmelfrei zu halten, werden die Produkte potentiell gefährlich.

    Das typische Vorgehen wird zwar so sein, dass die Insekten Stunden/Tage vor der Tötung vom Futter getrennt werden. Weil man den Mageninhalt sowieso nicht im Produkt haben möchte/darf.

    Da die Insekten vorher aber physischen Kontakt mit dem Schimmel hätten, könnten kleine Schimmelkolonien auf der Körperoberfläche (also am Chitinpanzer) wachsen, mindestens Schimmelsporen würden an den Körpern kleben, schlimmstenfalls enthalten die Insekten Mykotoxine.

    Der Schimmel und die Sporen wären ein Problem, falls das Endprodukt nur getrocknet (Heuschrecken gibt es wohl getrocknet und im Ganzen) oder nur getrocknet und zermahlen wird. Wird das Endprodukt noch weiterverarbeitet und z. B. erhitzt, tötet das wahrscheinlich den Schimmel ab.

    Aber die Mykotoxine, falls vorhanden, sind ziemlich hitzestabil. Die würde man im Endprodukt höchstwahrscheinlich nicht loswerden, egal wie die Verarbeitung ist.

    Es sind aber auch nicht alle Insekten gleich. Manche Insekten fressen Schimmelpilze sogar, andere würden Schimmel lieber meiden.

    Grillen/Heuschrecken haben es tendentiell gern warm und trocken, nicht warm und feucht. Je nach Art verschieden.

    Bisher ist die Insektenproduktion ja noch viel Handarbeit, oder? Welche Zuchten sich industrialisieren lassen und welche nicht, muss man erst noch rausfinden.

    Ich möchte keinen Hund mehr aus dem Auslandstierschutz. Im Inlandstierschutz gibt es aber recht wenige Welpen, oder? Kennt ihr Orgas, die, regelmäßig, in Deutschland geborene Welpen vermitteln?

    aus welchem Grund muß der Welpe im Inland geboren sein?

    Ich bin zwar nicht Mrs. Isegrim, aber ich wette: wegen des Alters. Ob man einen Welpen mit acht, neun Wochen bekommt oder wie aus dem Auslandstierschutz mit 4-5 Monaten frühestens, das macht einen großen Unterschied.

    Mein bester Hund von allen ist ja mein erster Auslandshund und ich hatte den Eindruck, dass die hier noch circa 5 Minuten Welpe war und dann halt ein Junghund :D

    Eine suboptimale Vorgeschichte kauft man bei vielen Tierschutzhunden mit, und auch da wiegt die Vorgeschichte ne Ecke schwerer, wenn sie erst nach der 12. Woche beendet werden kann. Mrs. Isegrim möchte ja beim nächsten Hund so wenig Vorgeschichte wie möglich.