Also ich finde, dass die Ausgangsvoraussetzungen (Arbeits-, Lebens- und Wohnsituation) an sich super sind, um sich einen Hund zuzulegen :) langfristig muss der Hund ja auch nicht 4 Mal am Tag Gassi gehen. Zum Pinnkeln, Spielen oder Trainieren kann man in eurem Fall ja auch super den Garten nutzen und dann reichen doch auch 2 Spaziergänge über den Tag verteilt (die natürlich insg. länger als 30 Minuten dauern sollten).
Ich denke nur, dass du, KantonManton , und deine Partnerin euch im Klaren sein müsst, welche Arbeit außer den täglichen Spaziergängen ein Hund mit sich bringt, ob und wie ihr euch diese Arbeiten und Verpflichtungen aufteilen würdet und ob ihr bereit seid dies in Kauf zu nehmen. Machbar ist die Hundehaltung mit euren Ausgangsvoraussetzungen sicherlich, meiner Meinung ist es eher eine Frage des Wollens.
Deshalb finde ich es auch super, dass du hier im Forum fragst, um dich zu informieren wie viel Zeit so ein Hund ungefähr in Anspruch nimmt (auch wenn es darauf natürlich keine pauschale Antwort gibt), wie viel Auslauf ein Hund braucht und welche Arbeiten/Verpflichtungen/Einschränkungen darüber hinaus auf einen zukommen.
Ich denke dazu wurde auch schon viel Hilfreiches geschrieben, was einem da einen ersten Eindruck vermittelt und welche "Worst Case Szenarien" schlimmstenfalls auf einen zukommen könnten.
Was ich aber nochmal wiederholen bzw. hervor heben möchte: Ich glaube vielen Ersthundehaltern ist nicht bewusst wie lange es dauert, bis ein Hund so richtig erwachsen ist und sich alles so richtig eingegrooved hat. Die Sommerferien reichen selbstverständlich bei weitem zeitlich nicht aus, um einen Hund "fertig" zu erziehen. Der Welpe mag dann vielleicht aus dem gröbsten raus sein und halbwegs einhalten können (wenn man Glück hat), aber Junghunde haben wirklich viele Flausen im Kopf und kommen immer wieder auf neue, dumme Ideen. Gerade in den ersten zwei Jahren ist ein Hund alles andere als ein Selbstläufer und der Aufwand daher meines Erachtens deutlich höher als "nur" Gassi gehen, Spielen und ein paar lustige Tricks beibringen. Auch Dinge wie zuhause Ruhe halten müssen viele Hunde erstmal lernen, ggf. möchte man mit dem Hund die Hundeschule besuchen oder muss auch mal Einzelstunden bei einem Trainer nehmen, je nach dem welche Probleme sich so im Alltag auftun. Machbar ist das natürlich alles trotz Vollzeitjob, keine Frage, aber man muss einfach bereit sein einen großen Teil seiner Freizeit für den Hund zu "opfern" - und idealerweise ohne das als Opfer zu empfinden so viel Zeit in den Hund zu investieren.
Aber man braucht sich im Normalfall auch nicht auf ewig von Restaurantbesuchen, einem Feierabendbierchen mit Kollegen oder seinen hundefreien Hobbies verabschieden. Es bedarf einfach mehr Organisation und Planung, man ist weniger spontan. Aber gerade wenn beide Partner Verantwortung übernehmen, dann kann man es auch gut deichseln, dass Person A montags nach Feierabend ins Fitnessstudio kann und Person B dafür am Dienstag noch mit den Kollegen was essen gehen kann, während der jeweils andere sich an dem Abend eben um den Hund kümmert :)