Auf meinen grosen Kinderwunsch hin bekamen wir ja einen Hund, als ich 9 war. Mein Traum war ein Boxer, es wurde dann... tadaaaa ein Schäferhund. Meine eltern beide keine ahnung von Hunden oder deren Erziehung und 3 kindern im alter von 7, 9 und 11. Der Hund sollte im Zwinger wohnen.
Er wurde beim Züchter gekauft, anka von und zu irgendwas, rote Papiere. Alles tipitoppi.
Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, welchen Ruf der Hund relativ schnell im Dorf weghatte... und wir haben uns immer gewundert, warum der Hund "so verrückt" ist. Man sie nirgendwo mit hinnehmen kann, sie in alles mögliche (auch uns kinder) reinbeißt, alles verbellt etc.
Ne zeitlang war ich mit ihr auf dem Hundeplatz (da war ich 11). Bis einer mal gesagt hat was das verrückte Vieh da soll, danach bin ich dort nie wieder hin (wie gesagt, ich war 11 und immer alleine dort, war im Nachbarort, da sind wir meistens zu Fuß hin).
Sie ist auch ständig abgehauen, einmal wäre sie fast erschossen worden. Da war sie wie so oft ner Katze nach und die Leute hatten sie in den schuppen gesperrt. Gott sei dank haben sie uns angerufen, weil sie wussten, sie ist uns, der Opa war nämlich schon los das Gewehr holen, um das irre Vieh abzuschießen.
Heute blutet mir das Herz, wenn ich an sie und ihr trauriges Leben denke. Im Nachhinein weiß ich, was für eine Traumhündin sie hätte werden können in den richtigen Händen und frage mich heute noch, warum ein Züchter sie uns gegeben hat (und mein Vater hat sicher nichts vorgespielt).
Die hätte ich jetzt tatsächlich gerne nochmal, weil ich sie jetzt zu nehmen wüsste. Ob sie LZ oder HZ war, weiß ich nicht.
Und ich habe auch in Huschus in den Kursen eigentlich immer nur überforderte Familien mit ihren schäfis gesehen, die sich wundern, warum der Hund nur so ist. Wie wir früher. Sehr traurig.