Alles anzeigenNein, bist du (leider) nicht.
Ah, krass, ich hatte das so nachgelesen, dass es auch möglich ist, einen Mietaufhebungsvertrag mündlich zu schließen (bzw. in unserem Fall via Mailverkehr) und dass hierfür reicht, wenn der Vermieter durch schlüssiges Verhalten Grund zur Annahme gibt, dass er mit der Aufhebung einverstanden ist. Schlüssiges Verhalten wäre in diesem Fall dann: Der Vermieter akzeptiert eine Nachmieterin und unterschreibt den Mietvertrag mit ihr.
Welche Interessen der Vermieter verfolgt, weiß ich leider auch nicht.
Wenn du Pech hast sind ihm die daraus evtl. für ihn resultierenden Kosten egal, Hauptsache er kann dich ärgern ...
Der Vermieter übt gerne Macht aus, Kosten sind ihm tatsächlich egal. Er hat das Haus vor einigen Jahren übernommen und seit dem hatte beinahe jede der im Haus wohnenden Parteien schon absurde Streitthemen mit ihm, wo es ihm scheinbar lediglich darum ging, der anderen Person zu zeigen, dass er am längeren Hebel sitzt. Er ist Rassist (alle Menschen mit nicht als deutsch wahrgenommen Namen wurden in den letzten Jahren auf dem ein oder anderen Weg zum Auszug gebracht) und hasst Frauen. Also ja, wenn ich darunter zu leiden habe ist ihm das wichtiger als etwaige Kosten, Geld hat er genug.
Selbst wenn du über den gerichtlichen Weg (Teil-)Recht bekommst, hast du bis dahin erhebliche Kosten aus eigener Tasche vorzulegen.
Das wird nicht möglich sein, mit meiner neuen Stelle werde ich einkommensmäßig nur ganz knapp über Existenzminimum liegen. Dass ich eine Stelle in einer anderen Stadt habe und der Umzug daher erfolgen muss gilt auch nicht als "wichtiger Grund" für die Aufhebung?
Sind die Punkte, die der Vermieter in diesen Aufhebungsvertrag geschrieben hat, für dich wirklich so nicht hinnehmbar, vielleicht weil mit hohen Kosten verbunden?
Kesuki - was ist denn an dem Aufhebungsvertrag so, dass es dich hindert ihn zu unterschreiben?
Welche Punkte wolltest du ändern?
Das meiste sind tatsächlich nur Formalia, die nicht den Tatsachen entsprechen, dazu sagt er nur, das sei "überflüssig", mir ist aber aufgrund meiner Erfahrungen mit ihm wichtig, dass die Angaben korrekt sind.
Darüber hinaus geht es im wesentlichen um 2 Punkte:
1. Schönheitsreparaturen
Er verlangt eine Komplettrenovierung, weil ich hier mit Hund gelebt habe, eigentlich ist das laut meinem Anwalt so nicht zulässig. Inzwischen ist mir das aber auch schon egal, ich habe bereits alles renoviert und sogar die Schäden des Vormieters beseitigt, die Wohnung ist entsprechend in weit besserem Zustand, als sie war, als ich sie übernommen habe. Das glaubt der Vermieter mir nicht und unterstellt mir, ich wolle die Arbeiten nicht vornehmen. Daraus entstand die Drohung.
2. Mietsicherheit
Mein Anwalt geht davon aus, dass die Formulierungen im Vertrag darauf hinauslaufen sollen, mich ewig auf die Kaution warten zu lassen und sie mir nicht vollständig wieder auszuzahlen. Er versucht dabei eventuell die Grundlage zu schaffen, mir allerlei in Rechnung zu stellen, daher haben wir hier klare Zeiträume und Abmachungen eingefügt. Zudem muss ich die Maklerinnenkosten für die Übergabe tragen, was okay ist, allerdings empfiehlt mein Anwalt mir dringend, hier einen Maximalbetrag festzulegen, damit mir keine zu hohe Rechnung gestellt wird.
Mehr ist es eigentlich nicht, aber er will nicht mal die eindeutig falschen Angaben ändern. So verstehe ich eigentlich keine Einigung, was ein Aufhebungsvertrag ja sein soll.
Ich kann da nichts hilfreiches dazu sagen, muss aber mal loswerden, dass du mir echt leid tust ![]()