konkrete Beispiele, mit denen auch der 08/15 Hundebesitzer was anfangen kann
Genau das finde ich oft nicht soo gut übertragbar. Mal als Beispiel: Hund reagiert auf Artgenossen. Einmal Merlin, rumänischer Mix, von Hunden im rumänischen Shelter zusammengebissen, einmal Lilli, Labrador, zweimal angeleint am Fahrrad von freilaufenden Hunden angefallen und gebissen worden. Dasselbe Frauchen, nämlich ich. 
Die beste Lösung für Merlin war ein kurzes Verbot, den anderen Hund anzumachen, und Lob fürs Ruhigbleiben. Diese Lösung über Lilli gestülpt funktioniert gar nicht, weil sie mit dem Verbot in dem Moment wenig anfangen kann.
Die beste Lösung für Lilli ist, ihr sehr kleinschrittig beizubringen, was sie tun kann in der Situation, das gibt ihr die meiste Sicherheit. (Ein Abbruch würde in dem Fall nichts an ihrer Grundstimmung in der Situation ändern, sondern ließe sie bissl in der Luft hängen. Das wäre für sie eher problematisch.) Diese Lösung wiederum über Merlin gestülpt hätte damals bei ihm nicht gut funktioniert. Er war viel klarer, wenn er schon im Ansatz seines Verhaltens die Rückmeldung bekam, das jetzt mal sein zu lassen.
Meine Schlussfolgerung daraus ist, dass ich mir immer wieder bewusst mache, auf welchen Wegen man wie zum Ziel kommen kann, sodass ich mich dann kreativ aus der hoffentlich reich bestückten "Trainingsmethodenkiste" bedienen kann, um für den jeweiligen Hund und mich bestmöglich zum gewünschten Ziel zu kommen. Wenn ein Weg nicht gut funktioniert, suchen wir uns eben einen anderen.
Pfeffernaserl Danke mal wieder für Deine Ausführung! 