Aus Spendersicht:
Meine TA-Praxis hat keine Möglichkeit, Blut zu lagern, darum war ich jeweils mit Bo (Neufihündin) während der OP vor Ort.
Ablauf:
Das Blut wird mit einer dicken Kanüle direkt aus der Halsvene entnommen. Dafür wird diese Stelle geschoren und desinfiziert, der Hund liegt während der Prozedur seitlich auf einem Tisch, unter dem Hals ist ein extra Kissen, damit die Vene leichter zugänglich ist.
Das gewonnene Blut ist empfindlich, es darf z.B., wenn es in einer Flasche aufgefangen wird, nicht einfach so reinplatschen, sondern läuft möglichst ohne Fallhöhe an der Flaschenwand entlang.
Darum, und weil eine Kanüle an der Halsvene nicht ordentlich befestigt werden kann, ist es wichtig, dass der Hund die ganze Zeit über ruhig liegt.
Insgesamt dauerte die Entnahme von ca. 400ml Blut bei Bo jeweils etwa 20 Minuten mit allem drum und dran. Sie war jedesmal danach munter und fit, ich habe keinerlei Einschränkungen bemerkt.
Aus Empfängersicht, wenns mal nicht so klappt wie erhofft:
Bo hat auch mal einem meiner eigenen Hunde Blut gespendet. Amy, die Empfängerin, kam aus dem spanischen Tierschutz fünfjährig zu mir, die medizinische Vorgeschichte war bei ihr nicht bekannt. Möglicherweise hatte sie schonmal Kontakt mit Fremdblut, jedenfalls hat sie auf die Blutspende reagiert, ihr Gesicht ist innerhalb von Minuten unglaublich angeschwollen. Das gab dann hochdosiert Cortison, das hat geholfen.