Beiträge von tassut

    Und wenn du denkst, es ginge abgesehen davon nur ums häufigere Waschen, dann kennst du es nicht, wenn ALLES, wirklich alles, die Couch, das Wohnzimmer, der Flur, das Schlafzimmer, Kleidung, sogar MAN SELBST nach Urin (oder wahlweise nach Urinvernichter) riecht.

    Ne, kenn ich nicht. Halte ich für übertrieben, ehrlich gesagt.

    Auch hier war das bei zwei bisherigen Hündinnen der Fall. Mein aktueller Rüde, durch einige vermutlich Unfall-/Misshandlung-bedingte Nervenschädigungen im hinteren Bereich inkontinent, muss mit den von Dir beschriebenen Methoden zurechtkommen, Inkontinenzauflagen etc, weil es einfach nichts gibt, was seine fehlenden Nerven ersetzt. Auch er fühlt sich sichtlich unwohl, wenn er in einer Pfütze aufwacht, ich wechsle halt so oft wie möglich alle Unterlagen durch und wasche täglich.

    Ich korrigiere ihn öfters und bin ich auch etwas strenger und er findet dann sofort Zuflucht bei der Freundin wo er auch sofort seine Streicheleinheiten bekommt.

    Das ist ein Knackpunkt.

    Es ist zum einen eine Erklärung, warum er nicht mit Dir trainiert, wenn Deine Freundin den Raum betritt, Dein Training ist für ihn unangenehm, er wendet sich ab, dafür wird er belohnt.

    Zum anderen würde ich an Deiner Stelle meine Trainingsmethoden grundlegend überdenken. Meine Hunde will ich so selten wie nur möglich korrigieren, sie sollen bestenfalls gleich alles richtig machen, das macht allen Beteiligten wesentlich mehr Spaß. Um das zu erreichen, muss ich dafür sorgen, dass der Hund gar nicht erst Fehler machen muss.

    Ein beliebiges Beispiel: Hund soll einen Ball bringen, hat das noch nie gemacht.

    Variante 1: ich werf einen Ball weg, Hund rennt sogar hin und nimmt ihn auf, kommt aber damit nicht zu mir. Ich werde "böse" und schimpfe/korrigiere. Dabei hatte der Hund nie eine Chance zu wissen, was ich überhaupt von ihm will.

    Variante 2: ich trainiere mit dem Hund erstmal, dass er einen Ball in der Schnute halten kann, Keks. Dass er ihn mir geben kann, Keks. Dass er den Ball vom Boden aufheben kann, Keks. Dass der Ball 10cm kullern kann, der Hund ihn dort aufhebt und mir bringt, Keks. Wenn ich dann irgendwann die ganze Übung abrufe, hat der Hund riesige Chancen, alles richtig zu machen.

    Hallo und willkommen im Forum!

    Ein paar Fragen: "er hat sich schon gut eingelebt" klingt nach einer kurzen Zeit, in der Ihr ihn habt - seit wann ist er denn bei Euch? Woher habt Ihr ihn und wie hat er dort gelebt? Woran merkst Du, dass er sich schon sehr gut eingelebt hat, war er am Anfang anders drauf?

    Am hilfreichsten wäre es, wenn Du ein Video von Deinem Training mit ihm einstellen könntest, also eines, bei dem man sowohl Dich als auch den Hund ganz im Bild sieht und hört. Aufs erste Lesen vermute ich, dass ihm bei Dir irgendwas unangenehm oder unverständlich ist, möglicherweise vermittelst Du ihm z.B. körpersprachlich etwas komplett anderes, als Du selbst im Sinn hast, möglicherweise habt Ihr mal ein Training gemacht á la "ich muss auch mal mit der Hand im Napf rumrühren, während der Hund frisst", möglicherweise beugst Du Dich beim Rückruf dem Hund entgegen (in hündischer Körpersprache ein Stop-Signal), es gibt in meinen Augen da einige Stellen, an denen es haken könnte.

    Nur eine kleine Anmerkung zu den Medikamenten: die Einsatzgebiete sind tatsächlich verschieden, obwohl alles nach Kastra gegeben wird. Aber es kommt dann wohl drauf an, ob die Hündin vornehmlich im Schlaf ausläuft, oder dauerhaft tröpfelt usw. Ich erinnere mich, dass mir mein TA vor Urzeiten mal die entsprechende Seite in einem seiner Nachschlagewerke gezeigt hat, wann welches Medikament indiziert ist.

    Mit Kürbiskernkapseln (nichts anderes ist in Granufink enthalten) konnte ich den Medikamenteneinsatz bei einer Hündin mal um 1,5 Jahre nach hinten verschieben. Nachdem wir bisher aber bei zwei Hündinnen, einmal Propalin Sirup, einmal Caniphedrin, keine Nebenwirkungen hatten, und das sehr unkompliziert war (Kürbiskern musste ich die Dosis immer wieder anpassen), würde ich heute vermutlich gleich zur Chemie greifen.

    Das Schlimme ist, dass bei den Preisen sogar die Gewinnspanne bei einem sofortigen Wiederverkauf riesig ist. Schlag jeweils paar hundert Euro obendrauf, stells sofort in die entsprechenden Portale ein, 10-wöchiger Welpe, Tochter hat Allergie entwickelt, da verdient auch der Zwischenhändler nochmal richtig Geld.

    Deswegen gibt es ein Vorkaufsrecht bei seriösen Züchtern. Bei vernünftigen Verträgen ist das gültig und belangbar.

    Ich muss mir angewöhnen, besser zu zitieren, entschuldige! Meine Antwort bezog sich nur auf den Berner/Labbi/Aussi-Mix direkt davor, ich meinte nicht die Welpen vom seriösen Züchter.

    Das Schlimme ist, dass bei den Preisen sogar die Gewinnspanne bei einem sofortigen Wiederverkauf riesig ist. Schlag jeweils paar hundert Euro obendrauf, stells sofort in die entsprechenden Portale ein, 10-wöchiger Welpe, Tochter hat Allergie entwickelt, da verdient auch der Zwischenhändler nochmal richtig Geld.

    Bei uns gibts beides, Gassigehen mit und ohne eingebauter Dummyarbeit - für Lilli in dem Fall. Merlin möchte bitte ausschließlich Gassi gehen, das ist anstrengend genug für ihn. Ob Dummies dazukommen, entscheidet der jeweilige Tag - wenn drumrum schon viel passiert ist, auch in den Tagen zuvor, gibts keine Extraarbeit; hat das Hirn gerade Kapazitäten frei, ist das Training dann auch hilfreich fürs normale Gassi, z.B. bezüglich Impulskontrolle, Orientierung an mir, solchen Dingen. Lilli würde ohne Dummy schon klarkommen, sie mag auch den Einfachso-Alltag, aber man merkt auch, wieviel Spaß ihr diese Dummy-Arbeit macht.

    Mal wieder der automatische FB Übersetzer:

    "W*** ist gelagert, kühl, gut angekommen und geeignet für ein handliches Kind"

    Jetzt dürft ihr mal raten, was da verkauft wird...

    Ich hab nicht den Hauch einer Ahnung und bin gespannt aufs Original. Kühl, gut angekommen und geeignet für ein handliches Kind - ein Schneeball nach dem Wurf? :ka: