Beiträge von tassut

    Ich überhole einen Mann. Er blickt meinen Hund an, dann mich. Dann toternst „Kampfhund?“. Ich grinsend „Ne, garantiert kein Kampfhund“. Er „Nicht?“. :ugly:

    Also das hat mich echt noch keiner gefragt und ich glaube die Frage war ernst gemeint :lol: Eddy sah zugegeben sehr brutal aus mit seinem Pulli und lila Einhorn Geschirr. Wahrlich das Klischee eines jeden krassen Kampfhundes.

    Vielleicht hatte sich das schon rumgesprochen? Dann habt Ihr in Zukunft Ruhe! :hurra::laola::mrgreen-dance:

    Ich teile mal einen Lacher von heute mit Euch:

    wir waren unterwegs, treffen so gut wie nie jemanden. Heute schon.

    Tagsüber -10°C, wir stapfen durch Tiefschnee auf einem Weg übers Feld, entgegen kommt uns ein Langläufer mit ich würde denken einem Herder offline. Merlin bei mir hängt eh an der Leine, der hat ein Thema mit Hunden, die sich zu schnell nähern, Lilli hab ich rangerufen und angeleint. Um Merlin mehr Freiraum zu schaffen, bin ich direkt nach rechts aufs Feld abgebogen... das Feld war offenbar mal umgepflügt worden, und am nächstbesten Erdklumpen unter dem Schnee bin ich gleichmal hängengeblieben und hab einen Köpfer in den Tiefschnee hingelegt. Hm. Kalt. :lol:

    Bis ich mich da wieder rausgeschält hatte, war der Langläufer hinter uns und für Merlin zu nah, also hatte ich einen bellenden Merlin hinter mir und eine hüpfende Lilli vor mir, die ganz glücklich war, dass ich da ein lustiges Schneekullerspiel erfunden hatte und gleich mitspielen wollte.

    Nunja, Merlin geholfen, Lilli runtergefahren, der Langläufer mit Hund war inzwischen schon ein ganzes Stück weiter. Irgendwann hab ich Lilli wieder abgeleint, eigentlich zieht es sie nicht besonders zu anderen Hunden. Eigentlich. Heute natürlich schon. Sie also in Richtung Hund gerannt, ich hab meine Pfeife gezückt und angesetzt - die Pfeife ist eine Hütehundpfeife, d.h. man nimmt sie zum Pfeifen ganz in den Mund, den Ton kontrolliert man mit der Zunge. Und die Pfeife ist aus Metall. Und kurz vorher lag die Pfeife mit mir im Schnee und war entsprechend kalt. Bei der ersten Berührung von Pfeife und Zunge klebte letztere an dem eisigen Metall, an einen Ton war einen Moment lang nicht zu denken. :lachtot:

    Ich hab dann schnell den Mund samt Pfeife drin geschlossen, damit die Wärme Zunge und Pfeife auftaut, dann gings auch wieder mit Pfiff - Lilli war glücklicherweise noch nicht beim anderen Hund angekommen und rannte auf Pfiff auch brav wieder zu mir. Und ich trage meine Pfeife ab jetzt zwar um den Hals, aber unter der Jacke. :D

    Daher wollte ich mir hier verschiedene Meinungen, Erfahrungen, Tipps etc. einholen, um selbst die Situation besser einschätzen zu können: Nämlich, ob es Schritt für Schritt besser werden kann, oder ob ein Hund mit dieser gravierenden Vergangenheit nicht am besten in einer sehr reizarmen Umgebung leben sollte.

    Ja es kann Schritt für Schritt besser werden. In welchem Zeitraum es sich bessert, und ob ein genaues Ziel, das Ihr ggf erreichen wollt, realistisch ist, kann niemand genau vorhersagen. Tendenz: Jahre. Abhängig auch davon, welches Training Ihr möglich machen könnt - rechnet damit, dass Ihr Euer Leben zum Teil auf den Kopf stellen müsst und Euch oft nicht aussuchen könnt, welcher Teil gerade auf den Kopf gestellt wird. Du schreibst, dass Ihr Euch viel Mühe gebt. Das stimmt sicherlich und ist wirklich aller Ehren wert! Der Gedanke wird Euch beim Training mit so einem Hund allerdings eher hinderlich werden. Wenn Ihr den Weg mit ihr gehen wollt, geht es nicht mehr darum, wieviel Ihr schon gebt, sondern nur noch darum, was die Hündin braucht.

    Ich weiß noch gar nicht, wie gravierend ich die Vergangenheit (im Sinne von Welpenzeit beim Vermehrer) beurteilen würde. Möglicherweise ist manches auf mangelnde Sozialisierung zurückzuführen, möglicherweise haben die bisherigen Besitzer ihre Verhaltensprobleme erst richtig angelegt. Viele Am Staffs, die ich kenne, haben gerne mal ein Thema mit Artgenossen, ein Teil ihres Verhaltens kann auch einfach rassebedingt sein. Das heißt natürlich nicht, dass man nicht daran arbeiten kann! So, wie es sich liest, wird es einfach sehr viel Zeit, Arbeit und Nerven kosten.

    Und ja, eine reizarme Umgebung zusätzlich zu allem Training hilft einem Hund natürlich, der generell schnell reizüberflutet ist.

    Ich muss nochmal nachfragen, weil mir das beim Lesen nicht klar geworden ist: wollt Ihr mit der Hündin arbeiten und wünscht Euch Tipps hier im Forum, ggf. auch Trainertipps? Oder wollt Ihr eine Art "Legitimation", Unterstützung von uns, dass eine Abgabe ok ist? Ich meine das ganz neutral, ich kann verstehen, wenn man mit dem Verhaltenspaket überfordert ist. Mir gehts einfach um die Frage, in welcher Richtung wir Euch unterstützen können/sollen.

    Also ich kenne nicht so viele Labradore persönlich, aber Fell und Gesicht erinnern mich eher an Shiba Inus... :denker::pfeif:

    Shiba:

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    Labrador:

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