Hallo,
ich bitte mal um Eure Ideen, nachdem ich in der Forensuche keine neuen Anregungen gefunden habe.
Merlin hat seit ca. 9 Monaten deutlich erhöhte und schlechter werdende Leberwerte und erbricht auch in unregelmäßigen, weit auseinanderliegenden Abständen. Tendenz zu ganz langsamer Gewichtsabnahme.
Rüde, ca. knapp 10 Jahre, kastriert, 15kg.
Vorerkrankungen: vermutlich als Junghund misshandelt, dadurch mehrere unbehandelt verheilte Knochenbrüche und ein Wirbelsäulenabriss auf Höhe des Kreuzbeins. Durch letzteres vermutlich Nervenschädigungen, Teile des Enddarms scheinen nicht mehr innerviert, Enddarm ist ähnlich einem Megakolon, harninkontinent seit mehreren Jahren. Um Kot absetzen zu können, braucht Merlin zu jeder Mahlzeit Abführmittel. In den ersten ca. 2-3 Jahren war das Lactulose, bis durch die Dauergabe der komplette Bereich zwischen Speiseröhre und Dünndarm gereizt und entzündet war, seitdem gibt es Paraffinöl. Jede minimale Veränderung, anderes Futter, gleiches Futter aber andere Charge, mehr Stress am Tag, usw. führt potentiell ganz schnell zu Verstopfungen, die manchmal nur mit Hilfe von Klistieren zu lösen sind. Einziges Futter mit bisher bestem Kotabsatz ist daher seit vielen Jahren vet-concept Nassfutter Pferd.
Medikamente: Paraffinöl ca. 15,5ml am Tag (Abweichungen von 0,5ml machen sich deutlich bemerkbar), Propalin Sirup 2x 0,8ml am Tag (nicht wegen der Harninkontinenz, sondern weil es ein Sympathomimetikum ist und die Darmtätigkeit mit anregt.)
Röntgen Thorax und Abdomen oB, Ultraschall Abdomen oB, Gallensäuren gut, restliche Blutwerte oB.
aktuelle Ausreißer, seit Juni kontinuierlich verschlechtert:
Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.
Bisherige Versuche, in Zusammenarbeit mit dem TA die Leberwerte zu drücken, sind allesamt über jeweils mindestens zwei Monate gegeben und alle gescheitert: Mariendistel pur, Bilisan duo (Mariendistel plus Gelbwurzextrakt), Hepax forte (Mariendistel, S-Adenosylmethionin, Artischocke, Reishi).
Andere Fütterungsarten/ selbst kochen/ Kohlehydrate zusetzen scheitern daran, dass Merlin auf minimalste Futteränderungen mit Verstopfung reagiert, und ich die Zusammensetzung des Futters einfach nicht konstant genug halten kann.
Mein Ziel bei Merlin war noch nie, ihn möglichst uralt werden zu lassen, sondern ihm soviel Lebensqualität wie nur möglich zu verschaffen. Dafür müsste ich irgendwie die Leber in den Griff kriegen - habt Ihr weitere Ideen, was ich noch versuchen könnte? Das nächste Telefon-Besprechungs-Date mit dem TA hab ich am 27., vielleicht kann ich da ja schon Anregungen von Euch mit einfließen lassen!
Danke jetzt schon für alle Ideen!