Ich musste meine Hündin einschläfern lassen. Ziemlich plötzlich kam das alles... 10 Jahre lebte sie bei uns.
Alle ihre Sachen liegen noch hier, wir können sie nicht wegräumen.
Nun möchte ich eig. keinen Hund mehr, weil ich die "hundefreie" Zeit genießen möchte. Urlaub ohne Hund, keine große Verantwortung mehr, keine hohen TA-Kosten, keine zeitlichen Einschränkungen mehr wie wir müssen nach Hause, da Leia schon so lange alleine ist....
Ich sehe gerade nur die negativen Sachen am Leben mit Hund und bin "froh", dass dass das nun wegfällt. Ich fühl mich schlecht meiner Hündin gegenüber... als würde ich sie nicht vermissen 😔
Kennt jemand diese Gedanken? Ist das nachvollziehbar?
Es ist völlig okay, die Vorteile eines Lebens ohne Hund bewusst wahrzunehmen und zu genießen, die sind nunmal vorhanden, und zwar auch ganz unabhängig von Deiner Trauer um Deine Hündin. Man kann beides, Erleichterung verspüren und trauern, mal überwiegt vielleicht das eine, mal das andere, und beides darf gleichzeitig vorhanden sein.
Auch jeder Trauerprozess ist ganz individuell, es ist z.B. genauso okay, Hundesachen liegenzulassen, wie sie wegzuräumen. Du wirst Deinen Weg ganz in Deinem Tempo gehen, und mit allen Gedanken, die für Dich dazugehören. Erleichterung darf absolut ein Teil davon sein, das kenne ich auch selbst. Ich wünsch Dir viel Kraft für die traurigen Momente, viel Schmunzeln, wenn Du Dich an manche schönen Dinge erinnerst, und auch viel Genuss der anderen Freiheiten, die Du momentan hast und wahrnimmst!