Beiträge von Frau+Hund

    Für mich bringt ein Züchter die Eltern gezielt und geplant zusammen, um bei den Welpen dieses Wurfes ein vorhersagbares Aussehen und/oder Wesen zu erreichen. On Rasse oder Mischung, Verein oder nicht.

    Schwierig finde ich die starke Wertung, Züchter =gut, Vermehrer = schlecht (im Tierschutz auch mal umgekehrt). Für mich gibt es gute und schlechte Züchter wie auch „Vermehrer“.

    Mein Hintergrund: In der Natur vemehren sich Tiere, es gibt kein Zuchtziel, kein „Denken in Generationen“, sonder Vielfalt und natürliche Selektion. Das hat über die gesamte Evolution von Wolf/Hund funktioniert. Hunde als Haustiere haben sich überwiegend selbst vermehrt, -war auch erfolgreich. Die (Rassen)hundzucht in isolierten Populationen ist etwas recht neues. Sie bringt Vorteile, aber auch große Probleme. Es ist nicht bewiesen, dass sie auf Dauer einer „Vermehrung“ mit genetischer Vielfalt überlegen sein wird.

    Diese Diskussion um die angemessenen Züchterpreise ist schon viel älter als das Internet:

    1985 haben sich mein Vater und seine Schwester fast zeitgleich einen Hund aus VDH Zucht geholt:

    Mein Vater einen Riesenschnauzer für 700 DM, meine Tante eine Labradorhündin für 1200 DM. (Laut KI wären das heute 749€ und 1315€). Die Schnauzer waren damals häufige Familienhunde, Retriever begannen gerade, fancy Modehunde zu werden. Meine Eltern waren entsetzt, wie man soviel Geld für einen Welpen hinlegen konnte!

    Die Retriever kamen von Anfang an mit einem höheren Preis nach Deutschland, als man es von Gebrauchshunden kannte. Menschen waren bereit, das zu bezahlen und der Preißunterschied konnte sich 40 Jahre lang halten.

    Es gibt noch eine andere Lösung, als gar keinen Hund mehr: ein kleiner Hund! Ich ich hab mit einem Freund zusammen mal für meinen Papillon im Vergleich zuseiner Goldihündin ausgerechnet
    Mit dem Geld, dass ich an Futter spare, kann ich die Krankenversicherung im Monat locker bezahlen. Auch bei Zubehör, Transport (kleines Auto, Fahrrad, Bah fahren) spare ich Geld. In vielen Urlaubsquartieren ist der Kleine umsonst.

    100 % Hund sind trotzdem garantiert!

    Mein Papillonwelpe hat vor 14 Jahren 1200€ gekostet. Die meisten Züchter nahmen etwas mehr.
    Laut KI hätte diese Summe heute die Kaufkraft von 1700€. Erst ab da finge das „teurer werden“ an.

    Und noch ein Gedanke. Das Geldverdienen ist doch genauso relativ. In diesem Jahr habe ich für einen einstündigen Freizeitvortrag zu einem Thema, für das ich nur Hobby-Expertin bin, plötzlich 100€ bekommen. In der Regel mache ich sowas umsonst.

    Für eine 8stündige Fortbildung für eine bestimmte Berufsgruppe gab es 400€. Für die gleiche Fortbildung für eine andere Berufsgruppe das dreifache. Warum? Historisch gewachsen, genau wie die unterschiedlichen Preise der Hunderassen und Mixe in Deutschland.

    Bei uns, OWL, war Mai/Juni wieder heftig, aber dann war Ruhe. Seit meinem Urlaub im August habe ich keine mehr gesehen. Ich gebe im April, wenns losgeht, Bravecto, eine Tablette reicht bis zum Herbst. Im Winter gebe ich nichts. Bei uns ist es eher nasskalt, das mögen die Zecken wohl nicht.

    Ich bin ja echt Hundeliebhaberin und würde viel dafür geben, einen Hund zu halten.. Aber ich hätte keinen, wenn ich nicht vor meiner Haustür die Möglichkeit hätte, mindestens 20 Minuten angenehm (für Mensch und Hund) spazieren zu gehen. Zweimal de Tag mit dem Hund in die Öffis steigen, nur ein Park zu erreichen, das wäre nichts für mich!
    Ein Hund muss mindestens vier mal am Tag nach draußen. Auch dazu muss man Lust haben!