Beiträge von Frau+Hund

    Bei mir fing es damit an:

    Da Buch mussten wir immer wieder aus der Bücherei holen, bis ich es zum 4. Geburtstag bekam.

    Unser erster Familienhund, ein Boxer, zog ein als ich 8 war. Mit ihm machte ich, als ich 10 Jahre alt war, eine wichtige Entdeckung: Wenn man mit einem Hund spazieren geht, kann man sich wunderbar Geschichten und Abenteuer ausdenken. Das mache ich heute noch so.

    (Meine Eltern und Geschwister fanden es prima, dass ich ab da fast jeden Tag mit dem Hund gegangen bin...)

    Ich las auch die Bücher, die meine Eltern zum ersten Hund bekommen hatten:

    Tim und Marga Ruperti: Hund erziehen macht Spaß (mit witzigen Bildern)

    Eberhart Trummler: Mit dem Hund auf Du.

    Da wusste ich schon, was man Hunden alles beibringen kann und wie spannend es ist, sie als Tier zu erforschen.

    Mit 14 las ich Konrad Lorenz "So kam der Mensch auf den Hund" und war der Verhaltensforschung verfallen...

    Mit 15 kam unser unvergesslicher Riesenschnauzer in die Familie. Den durfte ich schon selber erziehen - im ersten "Familienhund-Erziehungskurs", den der heimische Schäferhundplatz anbot (was waren wir danach immer dreckig...)

    Mit 19 zog ich aus und konnte das Schnauzertier nur noch in den Ferien daheim genießen. Mit 28 Jahren konnte ich dann endlich einem eigenen Hund bieten, was er brauchte. Die Hundebücher nahmen da schon mehrere (Ivar-)Regalbretter ein. Seitdem war ich nicht mehr ohne Hund und möchte es auch nie mehr sein, so lange das geht.

    Mein Problem war: Mir fehlte ein Hund. Sehr viele sinnvolle Lösungsmöglichkeiten gab es da ja nicht...

    Grundsätzlich denke ich, 6Std. kann jeder gesunde, adulte Hund einhalten. Wenn nicht, ist er meines Erachtens nicht gesund und dann gelten eh andere Rahmenbedingungen.

    Im Ernst wegen 6 Stunden Alleinwbleiben, was völlig im Rahmen liegt muss man jetzt ein Fass aufmachen?

    Wie kommt ihr auf diese Aussagen?

    Ich würde für einen Einzelhund 5 Stunden täglich als Obergrenze setzen (und auch das nicht gern) mit folgender Begründung (die aber allein auf meiner Erfahrung beruht).

    Meine Einzelhunde schliefen/schlafen in meiner Anwesenheit tagsüber 2-max 2,5 Stunden am Stück. Meine frühere Hündin tat das immer im selben Zimmer wie ich, mein jetziger Rüde zieht sich dafür auch gern zurück. Aber dann kamen/kommen sie zu mir und nehmen Kontakt auf. Ein bisschen knuddeln, mal anstupsen, meinem Rüden reicht auch oft ein Blickkontakt und ein paar Worte von mir. Soziale Kommunikation: Wir sind beide da, wir gehören zusammen! Wenn ich dann klar mache, dass nichts Spannendes passiert, pennen sie weiter für die nächsten 2 Stunden.

    Der einsame Hund (ohne Hunde-Partner) muss dieses Bedürfnis einmal aufschieben. Das finde ich ok. Bei 6 Stunden wäre es schon zweimal, das finde ich für ein hochsoziales Tier schon zuviel.

    Zum Thema Alleinbleiben:

    Ich wünsche mir einen Kakadu, der mich als Partnerin sieht und mir freifliegend überallhin folgt. Diesen Kakadu wünsche ich mir schon seit mehr als 40 Jahren, nämlich seit ich die Blyton-Abenteuer-Serie gelesen habe...

    Ich habe aber keinen Kakadu, und zwar aus einem einzigen Grund: Ich habe mich mit der Verhaltensbiologie dieser Tiere beschäftigt und verstanden, dass kein Kakadu so leben möchte. Ein Kakadu braucht einen Vogelpartner, mit dem er ständig zusammen ist. Diese mindestens zwei Vögel brauchen dann noch viel Platz, machen viel kaputt und sehr viel Krach!

    Ist das jetzt eine Gemeinheit, dass ich keinen Kakadu halten kann? Sollte so ein intelligenter Vogel nicht lernen können, mich als Partnerin zu akzeptiere und - weil ich arbeiten muss - mehrere Stunden am Tag allein zu bleiben?

    Ich finde, das muss ein Kakadu nicht! Und auch ein Hund muss nicht gegen seine Verhaltensbiologie leben und bitte schön lernen, 6 und mehr Stunden am Tag allein zu bleiben, weil schließlich haben wir als Menschen ja auch andere Interessen und irgendwo muss das Futter ja herkommen. Letzteres ist dem Hund genauso egal wie meinem Kakadu. Hunde sind soziale Tiere und leben, wenn sie wählen können, mit festen Partnern zusammen. Hunde haben sehr flexible Sozialstrukturen, aber ich kenne keine Forschung an wilden oder bei Menschen lebenden Hunden, die freiwillig mehrere Stunden am Tag außerhalb der Futtersuche allein verbringen. Die Evolution hat sie darauf selektiert, Kontakt zu ihren Bindungspartnern zu halten und darum haben auch so viele Hunde Stress mit dem Alleinbleiben.

    An dieser Stelle nur mal: Zwei oder mehr Hunde, die sich gut kennen und verstehen, gemeinsam allein zu lassen, ist für mich ein himmelweiter Unterschied dazu, einen Einzelhund allein zu lassen. Ich verstehe nicht, warum so viele User das einfach in einen Topf werfen.

    Daher würde ich zum Threadsteller sagen: Wartet, bis die Homeoffice-Zeit deiner Partnerin beginnt. Wenn ihr dann zu zweit gern bereit seid, die nötigen zwei- bis drei Stunden für Bewegung und Beschäftigung des Hundes aufzubringen, nur zu!

    Ich aber werde wohl bis an mein Lebensende ohne Kakadu bleiben...

    Nein, keiner der Papis hat gehaart. Sie werden täglich kurz durchgebürstet, das reicht. Mein erster Papillon war knapp 30 cm Schulterhöhe und knapp 6 Kg, zur Zucht zu gross, er wurde 12 Jahre. Der zweite war 28cm gross mit 5 kg, er wurde 15,5 Jahre. Und der jetzige ist auch 28 cm bei 5 kg. Alle 3 eigneten sich für jegliche sportliche Aktivitäten, manche halten sie auch als Reitbegleithund. Alleine bleiben konnten und können alle meine Hunde, das ist auch Papillons nicht schwerer zu vermitteln, als anderen Hunden. Sie sind sehr wachsam und mutig. Die Neigung zum Bellen muss man von vornherein konsequent unterbinden.

    Ichstimme bei allem zu, auch m in Papi macht sportlich alles mit und haart nicht. Allerdings kann er zwar allein bleiben, hasst das aber so sehr, dass ich ihm 5 Stunden am Tag nicht zu muten würde. Auch sonst klang mir die Beschreibung irgendwie nicht nach Papillon. Ich kenn die als sensible Hunde, die von ihren Besitzern viel Feinfühligkeit erfordern. Die klingt einfach nicht aus dem Text heraus. Ich glaube ein robuster Terrier ist hier besser aufgehoben.

    Ist nicht wertend gemeint.

    Ja, das kam mir auch komisch vor. Wenn er zu den großen Papillons gehört, die so um 28cm erreichen, ist das Gewicht in dem Alter normal. Sooo dick kann er doch nicht sein?

    Ich würde es genau so machen: Erst mal das Welpenfutter weiterfütternd, auf kalorienreiche Leckeren und Kauzeugs verzichten, aber den Hund bestimmt nicht hungern lassen. Der wird jetzt in den nächsten paar Wochen noch mal ordentlich wachsen und und du kannst auch immer mehr Bewegung zulassen. Mit etwa 6 Monaten würde ich auf Erwachsenenfutter umstellen und dann noch mal gründlich schauen, wo ihr steht.

    Ein Foto würde ich gern sehen - ganz unabhängig vom Gewicht...

    leoder hast du den Teil meines Textes untergraben in dem ich über die Anpassung der Futtermenge schrieb

    Nein, mir ging es nicht um mehr Futter sondern um anderes.

    Nur ein Beispiel von unzähligen:

    Die Blaumeise frisst als Adultvogel ein breites Angebot aus pflanzlichen und tierischen Anteilen. Ihre Jungen zieht sie aber fast ausschließlich mit weichen Schmetterlingsraupen auf.

    Beispiel für Newton:

    Newton ein neunjähriger Labrador, der gerade in der Senioren-Alter eintritt. Hier geht es um einen 16-jährigen Papillon, dem gerade die Haupt -Wachstumsphase bevorsteht.

    Deinen Vorschlag würde ich auch umsetzen, aber erst wenn das Wachstum beendet ist. Das geht ja bei so kleinen Hunden schnell.

    Gibt auf der Welt auch keine Tierart die jetzt extra kalorienreiches Futter während der aufzucht bekommen.

    Es gibt wohl eher wenige, die das nicht bekommen. Manche Wale und Vögel ziehen dafür um die halbe Welt…

    in unseren Breiten liegen alle Fleischfresser ihre Wurfzeiten so, dass nach der Säugezeit, wenn die Jungen anfangen, Fleisch zu fressen, auch ihre Beutetiere Junge haben. Im Sommer, wenn die Jungtiere schnell wachsen und anfangen, selber zu jagen, werden auch die Beutetiere immer fetter.

    Eine Anpassung der Nahrung bei der Aufzucht eines Haustieres, erscheint mir das schon sinnvoll.