Du bedienst damit das Narrativ des Bauchgefühls als "einfach Mal ne Ansage machen", "einfach Mal dem Hund klar sagen, dass man das nicht will", usw. Letztendlich sind es lerntheoretisch aversive Konsequenzen, die natürlich erfolgreich sein können. Also Betonung liegt auf "können". Und wenn's nicht klappt hat man dann kein gutes Bauchgefühl für die Situation und überhaupt gehabt, können ja auch nicht alle haben blablub. Ich drücke Leuten mit dieser Einstellung liebend gern meinen Jungspund in die Hand, um die Erfolgsquote des "Bauchgefühls" zu senken
Ich verstehe nicht ganz, was du sagen willst.
Das ist ja etwas, was ich beobachtet habe. Es gibt (viele) Menschen, jedenfalls in meiner Umgebung, deren Bachgefühlt Situationen eben genau so interpretiert: "der Hund ist aufmüpfig und muss entsprechend bestraft werden". Oft Situationen, die ich völlig anders einschätzen würde. Und manches, was ich da sehe, finde ich unfair bis grausam.
Jede/jeder hat ein anderes Bauchgefühl, das, wie wir ja schon festgestellt haben, mit Charakter und Erfahrungen zusammen hängt. Und das Bauchgefühl bringt dem Hund halt nicht immer Gutes, weder meins noch das von anderen. Daher würde ich diesen oft genannten Rat: Hör einfach mal auf dein Bauchgefühlt!" nicht geben, wenn ich die Person nicht wirklich gut kenne.