Beiträge von Frau+Hund

    Wenn man einen Berner mit einem Pudel kreuzt, haben die Welpen eine besonders hohe Heterogenität, dass heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass sie von beiden Eltern genau die selbe Kopie eines Genes erben, ist fast maximal hoch.

    Das war falsch: die Wahrscheinlichkeit, von beiden Eltern dieselbe Kopie des Gens zu erben ist beim Mischling aus zwei lange getrennt gezüchteten Rassen besonders gering.

    Sorry

    Die Probleme des Berners entstehen doch durch die extreme Engzucht. Jeder Hund dieser Rasse, der im VDH fällt, ist genetisch mindestens Inzestzucht (Zucht mit Geschwistern) wenn nicht schlimmer. Diese fehlende Heterogenität ist, zusammen mit einer Häufigkeit von Defektgenen, Grund für die kurze Lebenserwartung.

    Wenn man einen Berner mit einem Pudel kreuzt, haben die Welpen eine besonders hohe Heterogenität, dass heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass sie von beiden Eltern genau die selbe Kopie eines Genes erben, ist fast maximal hoch. Es ist wahrscheinlich, dass das die meisten der gesundheitlichen Probleme löst. Daher kommt ja auch die immer wieder nachgewiesene höhere Lebenserwartung von Mischlingen.

    Gesundheitlich würde ich sagen, hast du bei den Mischlingen viel bessere Karten.

    Obwohl ich erklärter Mischlingsfan bin, würde ich diese Mischung aber auch nicht anschaffen. Ich finde auch, dass Pudel und Berner in nichts zusammen passen. Bestimmt gibt es ausgewogene Mischungen, aber die Extreme, die halt auch passieren können, sind nicht so toll.

    Wir (meine Eltern) hatten mal einen Mix aus Berner und kl. Münsterländer. Der war super, tolles Fell (das kein Groomer je gesehen hat), im Körper und Temperament irgendwie in der Mitte. Ein sehr angenehmer Begleithund und er hat seinen 12. Geburtstag nur knapp verpasst.

    Für mich fällt eine verkürzte Lebenserwartung absolut unter Qualzucht im sinne von "auf Kosten der Lebensqualität des Hundes".

    Hier schließe ich mich absolut an.

    Ich finde eine verkürzte Lebenserwartung innerhalb einer Rasse auch inakzeptabel. Ich sehe nicht ein, dass Hunde diesen Preis zahlen sollen, nur weil Menschen ihre Größe oder ihr massiges Aussehen so gut gefällt. Große Hunde leben ja so im Durchschnitt 10-11 Jahre, eine Rasse, deren durchschnittliche Lebenserwartung unter 10 Jahren liegt würde ich nicht unterstützen.

    Natürlich weiß ein Hund, der mit 5 Jahren an Alterserscheinungen leidet nicht, dass Hunde anderer Rassen da noch 5 oder mehr gesunde Jahre hätten (immer im Durchschnitt natürlich).

    Aber ein Hund mit Atemnot weiß auch nicht, dass es auch anders sein könnte. Für mich ist das kein Argument.

    Mein Hundetrainer hat mal erzählt, dass er für das Programm auf einem Hundegeburtstag gebucht war. Die drei besten Freunde des Hundes waren eingeladen.

    Daraufhin hab ich ihn auch gebucht, für eine Wanderung mit netten Trainingseinheiten und hinterher gab es ein großes Picknick. Eingeladen waren die Frauen meiner Hundeschulgruppe + Hunde.

    Gefeiert haben wir allerdings meinen Geburtstag😀

    Hummel so kann ich das sehr gut nachvollziehen und Machers ähnlich.

    Es gibt ja zum Glück auch immer noch Menschen, die ihren ersten Hund haben und ohne jeden Trainer, Hundebuch oder sonstwas sehr gut zusammen auskommen.

    Auch bei den Hunden gibt es ja sehr begabte, die auch mit schwierigen ( weil unwissenden) Menschengut zurecht kommen😀

    Also bei dir in der Umgebung würden viele Menschen eher auf nen Hund eindreschen (treten - was auch immer jetzt mit Gewalt gemeint ist), wenn sie nicht zB ein Deckentraining mit dem Clicker shapen oder so?

    Gewalt, die ich regelmäßig auf der Straße und im Park sehe:

    Leinenrucken, im Extremfall bis der Hund stolpert und hinfällt.

    Am Halsband hochheben und würgen.

    den Hund am Nacken runterdrücken in vielen unschönen Varianten.

    Ich versuche mich rauszuhalten, aber manchmal schaffe ich das nicht und dann bekomme ich keine Lerntheorien zu hören sondern: Ich weiß selbst, was für meinen Hund gut ist, der muss wissen/lernen, wo sein Platz ist, usw. Auf jeden Fall jede Menge "Bauchgefühl".

    Irgendwie ists schwer zu vermitteln, was ich meine offenbar. Es geht doch nicht um ein "nur das ist immer richtig" - es geht mir um genau das Gegenteil!

    Ehrlich gesagt machst Du in diesem Forum und auch in dem Beitrag so gar nicht den Eindruck, dass Du aus dem Bauch handelst. Du weißt doch genau, warum du was tust, auch speziell für Deine Rasse und Du kannst das auch beschreiben und begründen. Du hast geschrieben, dass Du die Effekte Deines Handeln beobachtest und es veränderst, wenn es nicht den gewünschten Erfolg hat. Dein Bauchgefühl kommt mir wie das intuitive Handeln eines Menschen mit viel Erfahrung und Wissen in einem bestimmten Bereich vor.

    Aber "Tu, was dein Gefühl dir sagt" zu einem Menschen zu sagen, der kein Wissen und Erfahrung hat, finde ich einfach schwierig. Denn wer weiß, was das Bauchgefühl dieses Menschen dann wirklich sagt?

    ch hab aufgehört, diesen Thread hier intensiv zu verfolgen, denn genau dieses totdiskutieren und analysieren bis ins kleinste Detail ist eben das, was ich, wenn ich zu Bauchgefühl (und ich tu das ja oft) rate, ablehne.

    ...für ein Forum wäre das aber ganz schön langweilig :woozy_face:

    Vermutlich, weil es so viele Ratschläge und Theorien gibt. Aber letztendlich muss man selber entscheiden, welche Methode/ welcher Ansatz zu seinem Hund und zu sich selber passt.


    Also irgendwo muss man erfühlen (Bauchgefühl), bei welchem Weg der Hundeerziehung der Hund profitiert und man selber authentisch bleiben kann, denn nur diesen Weg wird man dauerhaft durchhalten.

    Ich finde, dass ist eine gute Beschreibung dessen, was ich auch raten würde. So kann man es doch formulieren. Weil aber unter "Bauchgefühl" jeder etwas anderes versteht und ich nicht weiß, was beim Bauchgefühl der anderen Person heraus kommt, verwende ich den Begriff nicht.