Beiträge von Frau+Hund

    Bitte sieh dir Dokus und Berichte dazu an. Sieh dir die Bilder an. Ich kann nicht begreifen, wie wir jetzt an dem Punkt angelangt sind, dass hier ernsthaft darüber diskutiert wird, dass Straßenhunde als "Wildtiere" in den Straßen von Großstädten klar kommen und dabei natürlich Sozialverbände bilden, obwohl sie nicht mal feste Gruppen bilden können, da ständig Hunde dazu kommen oder plötzlich fehlen, sprich getötet oder eingefangen werden

    Sorry, ich habe nicht vor, mein Wissen aus Fernsehreprotagen zu erweitern. Dort erfahre ich nicht, welches Konzept dahinter steht und es ist leicht, durch emotionale Bilder zu manipulieren. Ich schaue auch sonst kein Fernsehen.

    Daher: Bitte lies doch mal. Das Buch, das ich genannt habe, ist z.B. populärwissenschaftlich, aber du bekommst Informationen über die Methoden, mit denen die Informationen erhoben wurden. Du wirst eine Fülle differenzierter Ergebnisse und Ansichten bekommen und ja, die Aussage in deinem Zitat wird mehrfach belegt.

    Es werden auch verschiedene Managementansätze vorgestellt, die ein Zusammenleben von halbwilden Hunden und Menschen ermöglichen, samt fördernder und hemmender Faktoren. DAs Buch ist von 2020, es sind also noch recht neue Erkenntnisse.

    Die Situation hat sich verbessert, aber es ist noch nicht genug. Der Import der Hunde löst das Problem nicht. Der findet 1. nicht in großer Zahl statt und 2. geht es auch nicht mit jedem Hund. Er hilft einzelnen Hunden und macht auf das Problem aufmerksam, aber letztlich helfen Kastrationen.

    ...stimmt, und eine Kontrolle der Nahrungsgrundlagen - bei starker Vermehrung von Straßenhunden ist das Problem meistens offener Müll.

    Und mein letzten Sätze, bevor ich bei diesem "Straßenhunde leben als Wildtiere" Unsinn raus bin: Warum setzen sich denn wohl auch rumänische Tierschützer vor Ort für diese Hunde ein? Weil das so böse Menschen sind, die den Hunden die Freiheit nicht gönnen?

    Möglicherweise tun ihnen die "Überschusstiere" die jede sich natürlich vermehrende Population erzeugt, leidtun? Im Gegensatz zu Wildtieren, die meist im Verborgenen leiden, sieht man sie bei wild lebenden Haustieren halt öfter.

    Bist du eigentlich der Meinung, dass es einer Hundepopulation grundsätzlich entweder gut oder schlecht gehen muss? Und über welche Population sprichst du hier eigentlich? Bukarest? Alle rumänischen Städte? Ganz Rumänien? Alle Städte, in denen Straßenhunde leben?

    Du vermischt hier irgendwie so ein paar Themen. Wo auf der Welt sind wir denn grade? Bei Village dogs in subsahara Afrika? "Villagedogs" aus ruralem Subsahara Afrika sind keine Straßenhunde, sondern wie der Name schon sagt zu den Dörfern gehörende Hunde, mit mehr oder weniger engem Besitzerverhältnis.

    Ich war bei den Ergebnissen der Verhaltensforschung, die das Leben (teilweise) menschenunabhängiger Hunde untersucht haben.

    Das Beispiel aus Tansania habe ich gebracht, um zu zeigen, dass unsere Art der Hundehaltung nur eine von vielen ist. Dort, wo meine Freunde leben, haben alle Hunde Besitzer.

    diese Art der Hundehaltung hat jetzt erst einmal sehr wenig mit unserer Thematik zu tun, nämlich Straßenhunde in europäischen Ländern. Und nein, den Straßenhunden dort geht es weder gut, noch leben sie irgendeine Art von funktionalem wilden Leben. Es haben sich natürlich an einigen Orten funktionale Strukturen gebildet, weil Hunde sehr anpassungsfähig sind, aber grundsätzlich ist die Straßenhundproblematik dort ein menschengemachtes Elend.

    Auch das entspricht nicht den Forschungsergebnissen. Dort wurden Hunde in Italien (ganz verschiedene Populationen), in Griechenland, in Portugal, in Rumänien, in Russland u.a. beobachtet. Überall gibt es Populationen, in denen es einem Teil der Tiere gut geht. Gut im Sinne eines Wildtieres, des genug Nahrung und Schutz hat, in einer artgerechten sozialen Gruppe lebt und seinen Nachwuchs erfolgreich aufziehen kann. Und es gibt einen Teil, dem es schlecht geht und der nur geringe Überlebenschancen hat. Wie bei allen Wildtieren.

    Die These, Hunde könnten keine komplexen sozialen Strukturen aufbauen, sehen die ForscherInnen in dem oben genannten Buch als widerlegt an. Dort heißt es: freilebende Hunde sind im Sozialverhalten Wolfsähnlicher, als wir erwartet haben.

    Ich verstehe auch nicht so ganz, warum die Tatsache, dass vor 40 Jahren in Bukarest viele Hunde ausgesetzt wurden, bis heute solche Auswirkungen haben soll, wenn die Hunde als Straßenhunde keine guten Überlebensmöglichkeiten gehabt hätten. In genau der Weise, die du beschreibst, mit Übergängen zur Haushundpopulation. Den Überschuss aus dieser sich wild vermehrenden Population bringt man derzeit in großer Zahl nach Deutschland. Wie lange jetzt schon, 20 Jahre? An der Situation vor Ort hat sich, euren Beschreibungen zufolge, nichts geändert.

    Letztlich bin ich aber auch bei Auslandshunden geteilter Meinung, wie die meisten hier. Hier ausdrücklich meine Sicht:

    Einfach mal drei Beispiele, die derzeit in unserem städtischen Tierheim sind:

    Da ist ein kleiner Pinschermix aus Gran Canaria, der von einer Familie wegen Wohnungswechsel abgegeben wurde. Solche Hunde gibt es dort sehr viele, bei uns eher nicht, also wurde er hergebracht. Er wird allerdings als sehr ängstlich beschrieben. Finde ich ok.

    Da ist ein mittelgroßer Mix aus einem spanischen Tierheim, der laut Beschreibung nie drinnen gelebt hat, noch sehr gestresst ist, sich Menschen nur vorsichtig annähert und nur in ein ruhiges Zuhause vermittelt werden soll. Da habe ich schon meine Zweifel, ob er hier gut aufgehoben ist.

    Da sind drei besonders niedliche, terrierartige einjährige Hunde, die in Gran Canaria wild geboren und aufgewachsen sind. Laut Beschreibung sind sie sehr scheu, lassen sich nicht anfassen und es wird auf die lebenslang hohe Fluchtgefahr hingewiesen. Da frage ich mich, was soll das? Warum sollen die extremen Haltungsbedingungen, die diese Hunde brauchen, in Deutschland eher möglich sein als auf Gran Canaria? Wieviel Stress war für solche Hunde der Transport, die Haltungsbedingungen im Tierheim? Was machen sie auf der Vermittlungsseite? So etwas finde ich nicht in Ordnung, eigentlich schon unmoralisch.

    Hunde sind keine natürlichen Wesen, und da werden auch nie wieder Wildtiere draus, ob nun ausgesetzt oder nicht. Hunde sind immer von Menschen erschaffene, durch und durch künstliche Wesen. Sie können in den meisten Fällen keine funktionalen Sozialgruppen mehr bilden, und keinerlei Art von "wildem" Leben mehr führen. Das meinte ich schon mal vor ein paar Seiten, dass viele anscheinend irgendeine Art Bild des "edlen Wilden in den Wäldern" in den Augen haben, wenn man von Straßenhunden spricht, die dann in deutsche Städte gebracht werden.

    Diese Beschreibung stimmt so gar nicht mit den Ergebnissen der Verhaltensforschung überein. Meine Kenntnisse kommen vor allem aus dem Buch "Streuern-Hunde" von Kate Kitchenham mit Aufsätzen von Wissenschaftlern rund um die Welt.

    "Straßen"Hund, die zwar mit und von Menschen leben, aber ihr Leben auch selbstständig gestalten, hat es immer gegeben. Vermutlich leben auch heute noch mehr Hunde so als als "Haushunde". Unsere Haltungsform, in der das gesamte Leben samt Fortpflanzung vollständig von Menschen kontrolliert wird, ist ganz und gar nicht die einzigen Haltungsform, schon gar nicht die ursprüngliche. (Meine Freunde in Tansania, die in einer sehr Hundefreundlichen Gesellschaft lebten, konnten den Sinn dieser Haltung gar nicht verstehen. Sie fanden, dass Hunde auch ein Recht auf ein Privatleben mit anderen Hunden haben. Wer bin ich, zu sagen, dass meine Vorstellung richtig und ihre falsch ist?)

    Die Forschung zeigt: Hunde kommen als "Villagedogs" mal enger mal ferner vom Menschen sehr gut zurecht, sie können komplexe Sozialstrukturen ausbilden und sich dabei auch flexibel an die Lebensbedingungen anpassen. Ohne feste Sozialverbände leben sie nur in Gebieten, wo sie stark verfolgt werden. Zu einer Massenvermehrung kommt es nur, wenn ein Überangebot an Nahrung vorhanden ist - meist durch Müll. Wenn der reduziert wird, pendeln sich die Bestände wieder auf ein Maß ein, mit dem auch die Menschen gut leben können. Und ja, das ist ein Wildtierleben in dem ein großer Teil der Nachkommen nicht überlebt.

    Und das ist mein Problem mit dem Thema: Wir gehen davon aus, dass unsere Hundehaltung, in der die Hunde auf Schritt und Tritt mit Menschen zusammen sind und von ihnen kontrolliert werden, die "richtige" ist - für alle Hunde, egal woher sie kommen.

    Wenn es in einem Land ein Straßenhundproblem gibt, müssen es die Menschen vor Ort lösen. Sie müssen entscheiden, ob sie die wilde Population ganz ausrotten wollen (wie es unsere Vorfahren bei uns getan haben und wir letztlich auch) oder ob sie mit Hunden, die einen Teil ihrer Selbständigkeit bewahren, leben wollen. Und natürlich ist das kompliziert, weil nicht alle Menschen einer Meinung sind. Wenn die Population kleiner werden soll, helfen die Erkenntnisse der Populationsökologie mehr als politische Parolen.

    Zu den rumänischen Straßenhunden:

    So ganz verstehe ich die Argumentation um die Straßenhunde nicht.

    In dem Moment, in dem ein Haustier unabhängig vom Menschen lebt und sich vermehrt, lebt es unter den Regeln der Natur. Es wird ein großer Überschuss Nachwuchs erzeugt - und die am besten angepasst sind und Glück haben, überleben.

    Darum ist auch die Frage, ob es Straßenhunden gut geht oder nicht, Quatsch. Es gibt einen kleineren Anteil, die gute Reviere haben und stabile soziale Gruppen, ranghoch sind und selbst entscheiden können. Denen geht es gut, zumindest so lange das währt. Dann gibt es noch eine Gruppe von Tieren rundherum, die auf den weniger guten Plätzen überleben und denen es mal besser mal schlechter geht. Wenn sie Glück haben, können sie irgendwann auf einen guten Platz aufrücken.

    Der größte Teil des Nachwuchses erreicht dieses Alter aber gar nicht, weil er vorher - teilweise leidvoll - an Krankheiten/Hunger/Unfällen stirbt.

    Das alles läuft bei unseren Wildtieren - einschließlich des verwilderten Haustiers Katze - genauso ab. Und wir nehmen uns selbstverständlich raus, diese Populationen zu dezimieren, wenn sie uns stören. Selbstverständlich sind z.B. in Berlin Jäger unterwegs, um die Wildscheine einzudämmen, von er Stadt bezahlt. Nur einfangen, in ein Gehege sperren und dann einschläfern tut man halt nicht... Was wir mit Ratten und Mäusen machen, die sich in unseren Städten vermehren, ist wohl auch bekannt.

    Und die wilden Katzen, tja, sobald sie weit genug von einer Siedlung im Wald unterwegs sind, werden sie geschossen. Niemand fängt die ein und kastriert sie.

    Daher kommt mir der überhebliche Ton in dem Artikel etwas seltsam vor. Vielleicht ist das Einschläfern von Tierheimtieren im EU Recht verboten, das Töten von überschüssigen (aus unserer Sicht) Wild- und verwilderten Haustieren ganz sicher nicht.

    Was ich bei der Diskussion um die Straßenhunde nicht verstehe, ist, warum die Nahrung nie erwähnt wird. Wenn die Hunde sich so gigantisch vermehren, müssen sie Futter finden, und das reichlich. Wovon leben sie, liegt Müll herum, gibt es gar offene Müllkippen, werden sie gefüttert?

    Wenn man die Population langfristig eindämmen will, müssen diese Nahrungsplätze verschwinden. Sind Tierschutzorganisationen hier aktiv?

    Zurück zum Tierschutz muss gar nicht schlimm sein.

    Schön wär's gewesen...

    Das sind meine Erfahrungen:

    Der letzte Hund meiner Eltern sollte ein kleinerer, unkomplizierter Hund aus dem Tierschutz sein. In den heimischen Tierheimen gab es solche Hunde nicht, also bei der hiesigen Orga angefragt, die Auslandshunde vermittelt. Einen sechsmonate alten Hund auf Pflegestelle ausgesucht, der kniehoch werden sollte. Krasse Fehleinschätzung der Orga, der Hund war wohl eher 4 Monate und wurde viel größer. Einmal erwachsen war er aggressiv gegen Hunde und fremde Menschen und hätte auch gebissen. (Rumänischer Hofhund halt - meine Eltern haben ihn trotzdem geliebt)

    Dann verstarb meine Mutter plötzlich aus voller Gesundheit. Allen, einschließlich Hund, ging es sauschlecht in der Situation. Ich wollte den Hund also, wie vertraglich geregelt, an die Orga zurück geben. Das war aber über Monate unmöglich, weil kein Platz auf Pflegestelle frei. Es wurden zwar laufend neue junge Hund importiert und vermittelt, aber für diesen älteren Hund war eben nichts frei.

    Ich habe ihn dann selbst privat vermittelt, zum Glück mit Happyend, aber es waren schlimme Monate und es hat mein Vertrauen in das System Tierschutz ganz schön erschüttert.

    Ich finde das irgendwie gar nicht so eine gigantische Aussage. In der derzeitigen Situation ist Verzicht in so vielen Lebensbereichen die bessere Wahl. Wenn jeder sein bestes tut hier und da zu verzichten, da anfangend wo es einem am leichtesten fällt, ist schon viel geholfen.

    Naja, auf einen Hund zu verzichten, fällt den meisten Personen hier sicher nicht leicht. Sonst schrieben die nicht in einem Hundeforum.

    Den letzten Satz wird wohl jeder unterschreiben.

    Als deutlich wurde, dass es Hund im Büro in meinem früheren Job nicht geben würde, war für mich klar, dass das nur ein Zwischenschritt bleiben würde. Mein damaliger Hund war zwar super fremdbetreut und verbrachte den Tag auf einem Pferdehof, aber auf Dauer möchte ich meinen Hund bei mir haben.

    Es boten sich dort tolle Karrierechancen, aber auf Dauer eben ohne Hund (jedenfalls wenn ich Single bleiben wollte, und das wollte ich).

    Bei der Entscheidung für meine jetzige Stelle kam "Hund im Büro" als Entscheidungskriterium gleich nach "spannende, sinnerfüllende Arbeit mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten" und gleichauf mit "Familie/Eltern in der Nähe".

    Inzwischen, 16 Jahre und ein Hund später, wäre ein Wechsel viel schwieriger. Ich habe viel aufgebaut und Arbeit, soziale Kontakte, Freizeit und Ehrenamt, dass kommt so ziemlich alles aus einem Topf. Andererseits weiß jeder, dass es mich nur "auf 6 Beinen gibt" und das wird überall akzeptiert. Ich hoffe, dass das Konstrukt bis zur Rente hält, aber "safe" ist nichts im Leben.

    Gibt es hier eigentlich überhaupt jemanden, die oder der hinter dieser Aussage steht:

    "Es ist grundsätzlich (nicht nur für mich) moralisch falsch, einen Hund vom Züchter zu kaufen!"?

    Mit der Konsequenz: Wer keinen Hund aus dem Tierschutz halten kann/will, sollte auf die Haltung verzichten.

    Das war ja die Frage bzw. Herausforderung, die im ersten Beitrag stand:

    Nach seiner Einstellung ist es verwerflich von einem Züchter zu kaufen so lange es noch Hunde in Tierheimen gibt.

    Man sollte generell bei der Hundeanschaffung alles ganz genau abwägen - und einige Dinge insbesondere. Dazu gehören beispielsweise die Anforderungen der Welpenzeit ebenso wie sämtliche "Spezialitäten" bestimmter Hunde (Jagdtrieb, Wachtrieb, bestimmte Vorgeschichte, etc.).


    Dieses andauernde "ja beim TS muss man aber" ruft immer wieder den Anschein hervor, dass man das, was dann genannt wird, beim Züchter nicht muss.

    Naja, naja, da habe ich dann doch andere Erfahrungen.

    Es macht schon einen großen Unterschied, ob ich einen Welpen vom Züchter hole, der nach den Erkenntnissen der Verhaltensforschung so aufgezogen wurde, dass er maximal an das Leben, dass ich ihm biete, angepasst ist. Oder ob ich einen Mix aus dem Auslandtierschutz mit 5-12 Monaten bekomme (in dem Alter vermittelt die heimische Orga meistens) von dem ich nicht weiß, was drinsteckt und was er schon erlebt hat. Die Hündin meiner Kollegin, die sie auch mit ins Büro nimmt, war 10 Monate alt und brachte ein Trauma in Bezug auf Kleintransporter mit. Man kann sich denken, warum. Leider ist unser Stadtteil vollgestopft mit Kleintransportern und aus meiner Sicht ist es moralisch nicht ok, die Hündin hier zu halten.

    Mein Papillon dagegen kam mit 12 Wochen traumafrei zu mir und wuchs genau in diese Lebensbedingungen hinein auf. Im Vergleich lebt er ein Leben mit viel, viel weniger Angst und Stress.

    Das ist ausdrücklich nur ein Beispiel, es kann auch ganz anders kommen. Es ist, wie so oft, eine Frage von Wahrscheinlichkeiten.

    Aber welchen Sinn hat denn die lange Kindheit- und Jungendphase des Hundes, mit all ihren Präge- und Lernphasen, wenn nicht der Anpassung an genau den Lebensraum, in den der Hund/Wolf hineingeboren wurde.

    Wenn ich mal unsere Familien-Hunde einschließe, hatte ich 4 Hunde. Beim ersten war ich 7 Jahre alt, dann 15, dann 28 und beim letzten 42. Ich habe alles geliebt, aber ganz unterschiedlich, weil ich mich natürlich auch verändert habe. Sie haben auch unterschiedliche Phasen meines Lebens begleitet.

    Mit meiner letzten Hündin war ich völlig eins. Sie wollte, was ich wollte und entfaltete quasi in meinem Schatten ein fröhliches Hundeleben und hat mir viel Spaß gemacht. Sie hat mich durch mehrere Städte und viele Veränderungen im Leben begleitet.

    Mein jetziger Hund ist noch enger an mich gebunden, aber auch mehr eigene Persönlichkeit mit unmissverständlich eigenen Vorstellungen. Er nimmt das Leben insgesamt ernster, aber auch gelassener. Die Lebensphase, durch die er mich begleitet, ist viel stabiler, er war vom ersten Tag an mit im Büro und wir sind nur einmal umgezogen.

    Der nächste Hund wird wieder anders sein und wieder eine andere Phase begleiten. Meine Liebe ist anpassungsfähig.