Beiträge von Frau+Hund

    Es geht um eine Freundin, die gerne einen Hund hätte und sich den Elo fest in den Kopf gesetzt hat. Sie ist der Überzeugung, dass diese Rasse einfach nur Vorteile mit sich bringt.

    Hallo Chaostheorie,

    man hört deinen Beitrag die Skepsis ja schon an.

    Und selbstverständlich erfüllt keine Rasse diese Kriterien mit hoher Sicherheit. Hunde bellen, wachen und jagen normalerweise und brauchen für das Zusammenleben mit Katzen, Kindern und überhaupt in unserer Gesellschaft Erziehung.

    Mit Erziehung, angemessener Bewegung und Beschäftigung und der Bereitschaft, sich auf den ganz individuellen Charakter des eigenen Hundes einzustellen, hat man aber bei Begleithunden bessere Chancen, dass das sich der Hund in diese Haltungsbedingungen einpasst, als z.B. mit einer Arbeitsrasse. Und Elos gehören zu den Begleithunderassen.

    Bei uns gibt es viele Elos, fast nur große, ich kenne etwa 20 von Treffen draußen und vielleicht 10 näher aus der Hundeschule oder bei Freunden.

    Sie tun alles, was Hunde so tun, jagen, wenn ein Reh läuft, zuhause Melden und Bellen, manchmal an der Leine toben. Die meisten, die ich kenne, laufen als Familienhunde mit Erziehung gut, manche machen auch erfolgreich Hundetrainings verschiedener Art (Nasenarbeit, Hundeschule-Agility). Bei Hundebegegnungen sind sie eher freundlich, sie stürmen nur selten auf meinen Kleinhund los (wie viele Retriever) und sind meistens freundlich distanziert. Manche von ihnen wären mir persönlich zu ruhig...

    Und dann gibt es noch eine Hündin, die heraussticht, in jungen Jahren ein Wirbelwind mit unglaublich lustiger Ausstrahlung und auch heute, mit 13 Jahren aktiv und witzig.

    Mein Daunenschlafsack von Yeti in Eiform begleitet mich schon seit mehr als 20 Jahren. War damals eine ganz neue Idee. Ich kann mich drin umdrehen und in den Bauchbereich passt noch ein kleiner Hund mit rein. Sehr kuschelig!

    Mit den Klamotten habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass weniger im Schlafsack mehr (Wärme) ist. Das liegt glaub ich daran, dass man den Schlafsack mit seinem Körper aufwärmen muss. Wenn ich Termo-Unterwäsche an habe, kann ich die Wärme vom Körper nicht an die Luft im Schlafsack abgeben und das kuschelige Bettwärme-Gefühl stellt sich nicht ein.

    Super wichtig ist deswegen auch, aufgewärmt und nicht mit kalten Füßen in den Schlafsack zu gehen.

    Ich würde noch einmal kurz überlegen, wie die Zukunft ausschaut. Bist du fertig mit Ausbildung/Studium?

    Wirst du vermutlich noch ein paarmal umziehen? Denkst du an Familiengründung?

    Alle diese Dinge sind sicher mit einem kleineren, weniger fordernden Hund leichter.

    Ich habe meinen ersten Hunde mit 28 angeschafft und wäre das ein Mali gewesen, wären viele spannende Entwicklungen nicht möglich gewesen. Mit einem kleinen, netten Hund geht halt mehr.

    Aber jeder Lebensweg ist anders…

    Er hat keine neue ART erschaffen, aber viele Unterarten. Wenn man sich heute Chihuahua, Mops und Dogge anschaut, ist ja nicht mehr auf den ersten Blick dieselbe Art erkennbar. Und der Wolf ist lateinisch Canis lupus, richtig. Der Hund aber nur canis. Ich finde, dass man das nicht wirklich noch in einen Topf werfen kann.

    ??? Woher habt Ihr das bloß?

    Hier die wissenschaftliche Taxonomie:

    ...

    Ordnung: Carnivora (Raubtiere)

    Überfamilie: Canoidea (Hundeartige)

    Familie: Canidea (Hunde)

    Gattung: Canis (Wildhund)

    Art: Canis lupus (Wolf)

    Haustierform: Canis lupus familiaris

    Bis hierher sind sich alle Taxonomen einig.

    Unterhalb der Art gibt es noch Unterarten (die können sich zwar paaren, bleiben aber auch an den Grenzgebieten ihrer Verbreitung als getrennte Gruppen erkennbar) und Varietäten, die regional auftreten, sich aber auch wieder in der Gesamtpopulation untergehen.

    Über die Zahl der Unterarten beim Wolf gibt es verschiedene Aufstellungen, von 4 Unterarten bis zu 16 und mehr. Dabei scheinen die Hunde vom indischen und vom europäischen Wolf abzustammen.

    Einige Autoren sehen in dem Hausund eine eigene Unterart (aber nur eine!), andere stufen ihn nur als Varietät ein. Dort wo verwilderte Hunde und Wölfe gleichzeitig leben (z.B. im letzten Jahrhundert in den Abruzzen) gehen die Hunde innerhalb weniger Generationen in der Wolfpopulation auf. Das spricht dafür, dass Wölfe und Hunde trotz aller sichtbaren Unterschiede genetisch nicht soweit getrennt sind, dass ein Unterart-Status erreicht ist.

    Hunderassen sind max. Varietäten des Wolfes.

    Noch mal, meine Frage, welche Sonderstellung der Wolf hat.

    Die Rolle, die ihm im Bereich des Naturschutzes zugesprochen wird, halte ich für völlig überbewertet.

    Diese ständig beschworene Sonderstellung des Wolfes gibt es doch gar nicht. Er teilt sie mit allen Tierarten, die in Deutschland nicht bejagt werden. Also mit Luchs, Wildkatze, alle Greifvögel, alle Eulen, Kolkrabe, Eichhörnchen, Igel und allen, die mir grad nicht einfallen.

    Wölfe sind nicht geschützt, weil sie so plüschig, hübsch oder faszinierend sind, sondern weil sie ausgestorben waren und jetzt dabei sind, wieder in Deutschland einzuwandern. Im Moment sind sie in Deutschland sehr ungleich verteilt, was eine einheitliche Regelung schwierig macht.

    Persönlich kann ich mir vorstellen, dass eine Bejagung in manchen Gebieten inzwischen nötig ist, in anderen auch nicht. Die Entscheidungen möchte ich aber nicht durch die Meinungen und unbelegten Behauptungen in Internetforen beeinflusst wissen.


    Über die wichtige Stelle im Ökosystem könnten wir jetzt wieder streiten...


    Das Problem das ich hier sehe ist nunmal, dass der Wolf nicht Geld in die Kassen spült mit dem man dann andere, nicht so prestigeträchtige, Projekte finanziert sondern, dass genau das Gegenteil passiert. Sinnvolle Projekte und Stellen werden gestrichen, damit man mehr in den Wolf stecken kann. Gute, fachlich kompetente Menschen müssen zu Gunsten von Wolfkuschlern gehen, die nichts mitbringen außer fanatischer Meinung.

    Und ja, da leiden dann eben auch die anderen, eigentlich auch rentablen Arten, wie Säugetiere und Vögel darunter. Ich meine, mein Hauptaugenmerk liegt ja bei den Fledermäusen, da bekomme ich das meiste mit.

    Soweit zumindest meine Beobachtungen der letzten Jahre...

    Zudem funktioniert der Wolf eben nicht als Leitart, weil er keinen bestimmten Lebensraum braucht und man für ihn da auch nichts macht.

    Was für eine durch und durch anthropozentrische Sichtweise.

    Eine Tierart ist dazu da, "Geld in die Kassen zu spülen", soll eine "wichtige Stelle im Ökosystem" einnehmen. Ansonsten hat sie keine Daseinsberechtigung.

    Eine Tierart ist einfach da. Sie lebt nicht für den Menschen, nicht für andere Tierarten sondern für sich selber. Jede Tierart hat eine Stelle im Ökosystem und beeinflusst andere Tier- und Pflanzenarten. Natürlich finden Menschen die Auswirkungen einer Tierart mal besser mal schlechter (und oft gibt es Gruppen mit unterschiedlichen Meinungen) aber das ist nicht die Daseinsberechtigung einer Tierart.

    Auch die Unterscheidung zwischen "wilder Natur" in der der Wolf leben darf und Menschen-geschaffener, in die der Wolf nicht passt, verstehe ich nicht. Natur ist immer im Wandlungsprozess. Sie verändert sich auch als Antwort auf die Aktivitäten des Menschen, deswegen ist sie trotzdem Natur.

    Hier klingt es oft so, als ob der Mensch entscheiden dürfte (ethische Frage) und könnte (praktische Frage), ob der Wolf bei uns leben darf oder nicht. Ich glaube, das können wir nicht einmal praktisch. Vor Jahrzehnten haben Menschen in Deutschland beschlossen, den Fuchs auszurotten, weil er die Tollwut auch auf Menschen übertrug. Ethisch vielleicht verständlich, praktisch hat es sich als unmöglich erwiesen. Der Fuchs ist immer noch da.