Beiträge von Frau+Hund

    Man fragt sich wirklich ob die Leute wirklich denken, dass es ein Hund im Tierheimzwinger besser hat als in einem schönen, liebevollen Zuhause auf einer Couch.

    Hier steckt ein Irrtum drin: Hunde der Art, wie sie sich der TS wünscht, sitzen gar nicht im Tierheimzwinger und auch nicht auf Pflegestellen. Wenn sie da mal landen, sind sie nach wenigen Tagen vermittelt. Es gibt halt viele Menschen, die sich die Mühe mit einem Welpen nicht antun wollen aber trotzdem einen netten, unkomplizierten Hund möchten.

    Ob das noch Tierschutz ist, oder einfach Hundehandel, sei dahingestellt...

    Eine Bekannte von mir hat 6 erwachsene Hunde (Mittelspitze) und züchtet auch. Das wäre schon ein Traum für mich: Die Hunde sind halt eine echte Familie und können viel von ihrem natürlichen Verhalten ausleben. Allein wie sie gemeinsam den Nachwuchs großziehen...

    Und trotzdem ist ihre Frauchen der angehimmelte Mittelpunkt.

    Sie hat aber auch den Platz dafür, und die Alleinlage für 6 bellende Spitze...

    In meinem Leben gibt es aber noch so viele anderen Themen, beruflich und ehrenamtlich und privat - es wird wohl mind. bis zur Rente bei einem Hund bleiben. Dann vielleicht 2, aber das dauert noch...

    Ich weiß nicht genau, warum diese Studie verlinkt wurde, aber ich hab mal reingeschaut.

    Tut mir leid, die Studie ist echt grottig. Wer kommt auf die Idee, sowas zu verlinken?

    Schon der reißerische Titel! Für die "dunkle Seite der Mensch-Tier-Beziehung" muss ja wohl ein bisschen mehr passieren, als dass Menschen das Verhalten ihrer Hunde anstrengend finden und sich deshalb (vielleicht) etwas schlechter fühlen.

    Die Hypothese heißt:

    Haben Personen, die ein Problem im Verhalten oder im Umgang mit ihrem Haustier (Hunde und Katzen) wahrnehmen, eine schlechtere allgemeine psychische Verfassung als Personen, die kein Problem wahrnehmen.

    Die Antwort heißt: Ja, der Zusammenhang ist klein aber signifikant.

    1. Die Studienteilnehmenden wurden im Internet in Haustierforen gesucht. Ihr wisst schon, was das für eine Auswahl ist...

    Menschen mit größeren Psych. Problemen (z.B. depressiver Art) werden in so einer Befragung eher nicht mitmachen, schon gar nicht, wenn sie auch noch Probleme mit ihrem Haustier haben.

    2. Es wird nicht hinterfragt, ob die Reihenfolge stimmt. Das Ergebnis kann genauso bedeuten, dass die schlechte psychische Verfassung des Menschen die Verhaltensprobleme der Tiere erzeugt (nicht andersherum). Oder dass beide Faktoren von einem dritten bedingt werden. (z.B. fühlen sich in einer engen, lauten Wohnumgebung weder Mensch noch Tier wohl)

    3. Die Tiere wurden erst gar nicht gefragt (z.B. durch Beobachtung, Messen von Stresshormonen usw.)

    Verhaltensprobleme beim Tier sind also eine subjektive Interpretation der Besitzer. Logischerweise sieht ein Mensch, dem es psychisch nicht so gut geht, eher ein Verhaltensproblem (das ihn belastet) als ein Mensch, dem es gutgeht. Im Grunde hat man also nach einem einzigen Merkmal gefragt, der Psych. Gesundheit des Menschen und es ist wirklich erstaunlich, dass der Zusammenhang nicht größer ist. Das liegt wahrscheinlich daran, dass Tiere so robust unkompliziert sind...

    Soviel zu dieser Studie, in der sich die Psychologie München nicht mit Ruhm bekleckert...

    Ich bin täglich 7 Stunden außer Haus, was aber noch im Rahmen ist. Bis 8 Stunden ist ja in Ordnung.

    Nein, absolut nicht. Hunde sind soziale Wesen, sie brauchen die Nähe ihrer Familie. Sie möchten wissen, wo wer ist, in welcher Stimmung und was abgeht.

    Wenn man mehrere Hunde hat, ist es etwas anderes, dann haben sie einander, aber für einen Einzelhund ist das aus meiner Sicht nicht ok. (und ja, es gibt Individuen, die wahrscheinlich lieber allein sind als z.B. mit im Büro, aber das kann man nicht erwarten, wenn man einen Hund aus dem Tierschutz nimmt).

    Für mich sind 5 Stunden Alleinsein am Tag das Maximum, wenn das 5 Tage die Woche sind, würde ich sagen max. 4 Stunden. Ich habe auch einige Jahre Vollzeit außer Haus gearbeitet und hatte einen tollen Sitter-Jungen. Trotzdem hätte ich mir unter den Bedingungen keinen neuen Hund geholt.

    Diese Hunde leiden, aber die Tierschützer wollen sie nicht hergeben. Ich verstehe es nicht?

    Vielleicht ist es bei Dir in der Gegend so wie bei mir: mittelgroße, nette Tierschutzhunde, die für Anfänger geeignet sind, sind Mangelware. Die Erstbesitzer behalten diese Hunde einfach selber, oder geben sie im Notfall im Familien/freundeskreis ab.

    Taucht so ein Hund mal auf der Internetseite des Tierheims auf, steht oft schon nach wenigen Stunden da:"bitte keine Anfragen mehr".

    Das heißt auch, die Tierheime können sich unter den Bewerbern "die Sahneschnitte" auswählen, also Menschen die zuhause sind, Erfahrung haben, Geld haben und einfach die minimale Gefahr mitbringen, den Hund irgendwann wieder abzugeben. Die Hunde brauchen dich einfach nicht, sie müssen nicht gerettet werden.

    Schwierige Hunde, die gebissen haben, groß und wild und unerzogen sind oder zu den Kampfhundrassen gehören, gibt es genug, die würden gern gerettet werden, aber für sie bist du nicht geeignet.

    Mit anderen Worten, du möchtest zwar gern einen Hund retten, aber es ist gar keiner da, der das braucht. Ist es unter solchen Bedingungen so verwerflich, sich einen Welpen aus einer guten Zuchtstätte zu holen und ihn genau in das Umfeld zu sozialisieren, indem er leben wird? Das ist eine gute Voraussetzung für ein glückliches Hundeleben.

    Immer schmusig und sanft, dem Menschen treu ergebend und für diesen alles Mögliche machend wurden sie zu der glorifizierten Heldenfigur unserer Kindertage nach der wir uns in traurigen und ängstlichen Momenten sehnte und mit der bestimmt alles viel besser wäre.

    Für mich treffen schon diese ersten Zeilen nicht zu. Ich habe gelegentlich Lassie gesehen und die ersten Boomer-Filme waren klasse, aber vor allem habe ich gelesen. Die stärksten Hundepersönlichkeiten, die ich in Erinnerung habe, waren Buck aus „Der Ruf der Wildnis“ und Toyon aus „Fass zu Toyon“. Auch Benno aus „Eichelhäher über Barbmo“ ist mir gut in Erinnerung. Alles starke und eigenwillige Hundepersönlichkeiten und weit weg von Deinen Klischees.

    Heimlich sehe ich hinter meinem Papillon einen Buck-Schatten(Bernhardiner-Collie Mix, der in der Arktis überlebt und sich am Ende den Wölfen anschließt) - und er ist da ganz meiner Ansicht!

    Die Fragestellung ist in meinem EP ersichtlich.


    Es wäre echt schön, wenn das thematisiert wird anstatt einen geschlossen Thread hierher zu transferieren.

    Für mich ist keine Fragestellung ersichtlich.

    was gibt es diskutieren, wenn „die Anderen“ immer mehr alles falsch machen?

    Du hast ja die Erklärung schon mitgeliefert. „Die Anderen“ sind halt naiv und im Lassie Alter hängen geblieben.

    Du dagegen bist erwachsen geworden und siehst die Welt realistisch.

    Da kann man dir doch nur zu gratulieren…

    Ich denke, die Eingangsfrage wurde nun ausreichend beantwortet. Das Thema Neuschaffung einer Rasse war nicht gefragt.

    Es geht auch nicht um Neuschaffung einer Rasse.

    Helfstina hat die Ziele und das Geschäftsgebaren des Elo-Zuchtvereins als besonders negativ dargestellt - ich bin der Meinung, dass es sich nicht wirklich von einem VDH-Verein unterscheidet.

    Die Frage, ob ich beim Hundekauf den Verein dahinter unterstützen will oder nicht, halte ich für die Entscheidung für oder gegen einen Elo - oder jede andere Rasse - für sehr relevant.

    Und darum ging es ja hier.