Nur als Beispiel:
Mein Papillon kam vor 13,5 Jahren mit 12 Wochen zu mir. Er hat eine äußerst enge Bindung, wenn ich nicht da bin bleibt seine Welt stehen (dann kann er nur warten oder schlafen, es dauert Tage, bis er sich auf andere Personen einlässt). Ob drinnen oder draußen, er weiß, wo ich bin und richtet sein Verhalten nach meinem aus. In diesem Rahmen geht er dann seinen Interessen nach und erwartet auch von mir Rücksichtnahme darauf.
Kontaktliegen hat er schon seit Jahren ganz aufgegeben. Ins Bett möchte er nicht mehr, auf dem Sofa bleibt er in seiner Ecke.
Wenn er gekrault werden möchte, zeigt er mir das und genießt es. Unerwartet angefasst werden möchte er nicht und würde wohl auch schnappen, wäre ich zu penetrant. Ich streichele ihn zwar auch, wenn es mir passt oder hebe ihn hoch, aber ich ich behalte seine Reaktionen im Blick und bedränge ihn nicht. Wenn etwas sein muss, kündige ich das mit Worten und Gesten entsprechend an.
Bindung heißt nicht einseitig der Hund tut, was der Mensch möchte, sondern zwei Lebewesen stellen auf die individuellen Eigenheiten des anderen ein und wissen, dass sie sich aufeinander verlassen können.