Beiträge von Frau+Hund

    So ab 12. Woche wachsen ja die Beine wie Spargel, dann wird es wohl mit jeder Tragehilfe schwierig.

    Und mit einem Wagen ist man auf befahrbare Wege angewiesen.

    Ich würde lieber größere Runden mit Pausen drehen und die älteren Hunde durch Lauf- und Suchspiele beschäftigen.

    Heute habe ich die ersten Singdrosseln gehört. Immer ein schöner Moment. Ich liebe ihren Gesang.

    Bergfinken sind im Moment in großen Schwärmen hier.

    In meinem Garten sind leider Ratten aufgetaucht. Ich hab die Fütterung mit Sonnenblumenkernen eingestellt. Die Viecher hatten ihre Löcher direkt unter die Spender gegraben und fraßen die runterfallenden Kerne.

    Erdnüsse und Meisenknödel gibt es noch bis März, dann mache ich denSommer über Pause.

    Das klingt hier so, als gäbe es keine Wissenschaft.

    Zum mindesten beim Menschen gibt es jährlich mehrere Anträge auf Vorsorgeuntersuchungen, die die Krankenkasse bezahlen soll. Die meisten werden abgelehnt. Entscheidend ist nicht, ob jemand irgendetwas "findet" sondern ob eine gute Studie zeigt, dass einen Gruppe von Menschen, die die Vorsorge durchführt, seltener erkrankt, weniger schwer erkrankt, länger lebt.

    als eine vergleichbare Gruppe, die die Vorsorge nicht durchführt.

    Wenn mir ein Tierarzt zu einer Vorsorgeuntersuchung rät, frage ich, ob es so eine Studie gibt. Wenn nicht, mache ich sie nicht. Dazu gehören Blutuntersuchungen, für die wurde noch nie bewiesen, dass sie etwas nutzen (wenn keine Symptome da sind! - sonst schon.)

    Mein Welpe ist vor vielen Jahren mit Wolfsblut Lamm und Reis groß geworden. (naja, so groß wie ein Kleinhund halt wird).

    Bald erreicht er gesund den 14. Geburtstag. Ob das was mit dem Futter zu tun hat? Keine Ahnung.

    Zusätzlich habe ich immer auch Selbstgekochtes verfüttert (so zweimal die Woche). Nassfutter mochte er damals nicht (heute ist das umgekehrt), Rohes mochte er nicht oder hat es nicht vertragen.

    Heute würde ich das Welpenfutter von Defu ausprobieren, weil es bio ist.

    Nebenbeobachtung:

    Ich habe, so wie viele hier, lange Listen von Kommandos für Tricks und Alltag eingeführt und immer auch Sichtzeichen benutzt. Ich kenne auch die Aussage: Körpersprache ist das Wichtigste - und hab versucht, das umzusetzen.

    In den letzen Monaten hat mein 13jähriger weitgehend das Gehör verloren. Sein geliebtes Clickertraining im Wohnzimmer funktioniert wunderbar. Da hat er anscheinend die vielen Laut-Kommandos gar nicht gebraucht. Der Alltag draußen (er läuft fast immer frei) hat sich aber total verändert. Eine zeitlang schien er extrem verwirrt, weil ich plötzlich nicht mehr redete. Er hat sich wohl weitgehend akustisch an mir orientiert. Neben den Kommandos habe ich wohl halb unbewusst viele Schnalz- und Brummlaute von mir gegeben, die für ihn wichtig waren.

    Inzwischen haben wir uns beide dran gewöhnt, neben seltenen, sehr lauten Kommandos habe ich mir eine deutliche Zeichensprache angewöhnt (manchmal peinlich, in der Öffentlichkeit aber was solls) Und wir schauen viel öfter nacheinander.

    Ich hätte es wohl früher grade umgekehrt vermutet: Bei den Tricks kennt er die Kommandos und sonst orientiert er sich an der Körpersprache. War aber nicht so.

    wildsurf

    Dieses: "der Hund will kontrollieren" (und man sollte das unterbinden) kommt halt in letzter Zeit immer öfter als Interpretation für Hunde, die ihre Menschen (meistens im Haus) durch freundliches Verhalten nerven.

    Auch die Thread-Starterin deutet besorgt diese Erklärung an.

    Ich frage mich halt, ob diese Interpretation nicht nur der Mensch macht.

    In der Regel möchten alle Besitzer einen Hund, der sich draußen im Freilauf am Menschen orientiert, immer mal wieder Kontakt aufnimmt und von sich aus in der Nähe bleibt. Wenn der Hund das tut, spricht man von guter Bindung oder Gehorsam. Ich hab noch nie gehört, dass da jemand sagt: Man sollte das unterbinden, weil dieses Kontrollieren des Menschen nicht Job des Hundes ist und ihn vielleicht stresst.

    Wenn der Hund dasselbe im Haus tut und z.B. von Zimmer zu Zimmer folgt, wird es plötzlich zu unerwünschtem Kontrollieren. Vielleicht nervt es aber einfach nur den Menschen? Vielleicht macht der Hund beides aus derselben Motivation heraus?

    Ich finde diesen "der Hund will mich kontrollieren"-Gedanken, wenn der Hund mir nachläuft, Körperkontakt sucht oder sonst freundliche Aufmerksamkeit sucht, merkwürdig. Warum soll er das wollen? Und können Hunde wirklich so komplizierte Gedanken wie: "Dieser Mensch lässt meine Nähe/mein Kuscheln zu oft zu und ist daher nicht in der Lage, sich selbst zu versorgen" haben?

    Vielleicht will er tatsächlich einfach das, was er tut: Nähe, freundlichen Austausch, auch Rückversicherung, das "wir zwei" zusammen gehören.

    Vielleicht mal ein Blick in die Verhaltensforschung: Wölfe, und z.T. auch verwilderte Hunde, bilden sehr enge Bindungen zwischen den Partnern eine Paares aus. Sie behalten sich immer im Blick und synchronisieren ihr Verhalten so gut wie möglich. Beide sind selbstbewusst und können auch gut für sich selber sorgen. Aber in der Evolution ihrer Vorfahren hatten eng gebundene Paare mehr Fortpflanzungserfolg als weniger synchronisierte Paare. Natürlich denken die Tiere nicht drüber nach, aber ihre Motivation für Nähe und gegenseitige Abstimmung ist quasi angezüchtet.

    Hunde haben dieses Bindungsverhalten in der Haustierwerdung auf den Menschen übertragen. Sie wollen in der Nähe ihres Menschen (oder ihrer Familie aus Menschen und ggf. auch weiteren Hunden) sein, wissen was abgeht und mitmischen, wenn ihnen danach ist.