Kranke oder schwache Welpen werden von den kernigen Gesunden oft verdrängt und schaffen es nicht, das Gesäuge und somit die Zitzen zu finden. Es hilft meist auch nicht, sie anzulegen, da sie von den anderen sofort wieder verdrängt werden. Es stellt sich auch uns immer wieder die Frage, ob man solche Welpen mit der Flasche großziehen soll, allerdings ist ein Welpe, der nicht krabbeln kann, sich nicht zur Mama durchwurschteln und auch nicht andocken, meist nicht in Ordnung. Irgendwas stimmt mit ihm nicht, was man aber oft nicht sieht. Die Natur ist da relativ einfach. Eine Mutterhündin holt sich ihren Welpen nicht, der irgendwo in einer Ecke liegt und vor sich hin jammern, sie lässt ihn sterben. In der Natur zahlt es sich nicht aus, Energie für kranke Welpen zu verschwenden. Sie kühlen aus und sterben. So haben die gesunden Welpen die Chance, groß zu werden. Zieht man also einen schwachen Welpen, bei dem man nicht eruieren kann, was ihm fehlen könnte, mit der Flasche groß, kann es sein, dass man einen entweder schwer kranken Hund großzieht, oder er überlebt es sowieso nicht. Es ist immer die Preisfrage, ob man sich die Mühe antun sollte, um hinterher herauszufinden, dass der Welpe einen schweren Schaden hat und sowieso nicht lange lebt. Gleiches gilt für Missbildungen. Es bringt nichts, Welpen großzuziehen, die schwere Missbildungen aufweisen. Wenn ein Hund nicht laufen kann, nicht fressen, nicht trinken oder andere lebensnotwendige Dinge nicht tun kann, wie pinkeln oder kacken, dann wird das Leben für ihn zur Qual und man muss überlegen, ob man dem Tier damit einen Gefallen tut, am Leben zu bleiben.