Beiträge von Lachmöwe

    Nein, bitte nicht. Auch Katzen wollen Teil des Familienalltags sein. Und jung und wild, geht da genauso mal was zu Bruch wie beim Hund. Zumindest meine haben auch das höhere Nähebedürfnis = nicht vereinbar mit Mensch hat dauerhaft seine Ruhe.

    Naja, kuscheln und spielen wird ja noch als "ist möglich" genannt. Ansonsten sind Katzen ja nun wirklich eher autonomer unterwegs. Können alleine raus gehen und machen da so ihr Ding..

    Das mit der fehlenden Empathie für die Bedürfnisse anderer Lebewegen könnte allerdings auch da eher schwierig werden. Sehe ich ein.

    Das reicht nicht mal annähernd als ausreichende Voraussetzung, um Katzen adäquat zu halten.

    Ja, man kann mit allen Mitteln Schaden anrichten und auch Fütterung ausschließlich als Druckmittel ist Starkzwang - sicherlich.

    Den meisten Hundehaltern ist das in der Praxis hoffentlich eh zu anstrengend, so dass eher wenig so übertrieben wird

    Diese Übertreibung - bei der Hundeeinschätzung "aggressiv" und dann aversiv gearbeitet - darin sehe ich das massive Problem.

    Gerade diese Kombination ist in diesem Sendungsformat "Rütter" tatsächlich hochproblematisch.

    Denn die Nachahmung dieser Vorgehensweise, bei Hunden, die einfach schlicht unerzogen und schlecht gemanagt werden, ist unfair und mies und wenn das dann nachgeahmt wird, obendrein mit falschen Timing, etc...

    Da ist der Schaden ungleich größer, als bei den anderen Geschichten.


    Edit: Rütter sollte bei seinem Entertainment bleiben und den Rest an den Nagel hängen.

    Mich stört am allermeisten, dass diese Sendung so eine Reichweite hat und entsprechend beseelte Welpen- und Junghundehalter das glauben.

    Aggressive Welpen und Junghunde werden wie Pilze aus dem Boden schießen, weil "der Rütter hat ja gesagt..."

    Den Ansatz der Trainerin, der wohl wegen des schnellen und nachhaltigen "Erfolgeseffekts" gewählt wurde,

    wird garantiert von diesen TV-informierten Leuten übernommen.

    Arme Hunde!

    Gerade ein Rütter sollte wissen, welche Wirkungsbreite seine Sendungen haben und entsprechend viele Leute seine "Weisheiten" unreflektiert nachplappern und das Gesehene stumpf beim eigenen Tier anwenden.

    Wenn nun Hans und Franz mit der Reizangel durch die Gegend fuchteln oder ihre Hund befutterbeuteln, bis der Arzt kommt - tja, das richtet keinen extrem großen Schaden an.

    Aversive Ansätze zu zeigen, gerade bei so einem harmlosen, netten Tier, ist unverhältnismäßig und ein Rütter muss damit rechnen, dass die entsprechende, gläubige Klientel, erst recht unverhältnismäßig und ungerecht agieren wird.

    Folge sind verstörte Hund und sowas beim falschen Kandidaten angewendet, wird schmerzhaft.

    Habe die ganze Folge gesehen. Mein Fazit:

    Junger Hund (4,5 Monate) tobt zusammen mit Muttern und Kind 5 und Kind 2 Jahre, durch den ganzen Haushalt.

    Keine Regeln, keine Grenzen, alles tobt, ißt und frißt wild durcheinander.


    Kein Management, keine Regeln und keine Grenzen, weder für Kinder, noch Hund.


    Große Überraschung: Der milchzahnige Hund "beißt", lässt sich seinen Kauknochen nicht aus der Schnauze zerren, klaut den umherlaufenden Kindern deren Essen aus der Hand.

    Kleinkind und Hund zusammen im Fahrradanhänger: Hund beißt Kind.

    Muttern klagt.


    Das ist die Ausgangslage.

    In meinen Augen ein stinknormaler Hund, Junghund, der macht, was er will, weil er es kann.

    Fertig.

    Rütters Einschätzung: "Aggressiver Hund", totaler Schwachsinn!

    Der Trainingsansatz: Mit Kanonen auf Spatzen geschossen.