Meine Erfahrungen mit Tierheimen sind eher bescheiden. Da werden Kleintiere lieber im TH behalten, weil ich noch Studentin war damals, es gibt engmaschige Besuchskontrollen für Kleintiere, und bei den Besuchen kam es zu absurden Situationen. Mein Lieblingsbeispiel: Nachdem ich endlich ein Kaninchen bekommen habe, wurde bei der Platzkontrolle geschwärmt, wie gut die es bei mir hätten (damals, natürlich ohne Hund, freie Wohnungshaltung, bevor das verbreiteter wurde). Die Frau hatte selbst ein Kaninchen, das mit einer Katze als Spielkameradin lebte, aber ohne Kaninchen. 
Oder die Mitarbeiterin, die dachte, meine Kaninchen verhungern, weil sie kein getreidehaltiges Futter bekommen (heute Standard).
Und vor so Leuten musste dich dann nackig machen bis aufs Äußerste. Und ist ja auch nicht so, als wären Kleintiere aus dem Tierheim immer der große Renner gewesen.
(Dass mir ein angeblich gesundheitlich durchgecheckte Kaninchen EC ins Haus gebracht hat und mir zwei Tiere daran gestorben sind, ich aber hinterher erst von meinem TA erklärt bekommen habe, dass die Linsentrübung ein klarer Hinweis darauf gewesen wäre...)
Seitdem habe ich Abstand von Tierheimen genommen, obwohl sich das sicher geändert hat und nicht alle Tierheime gleich sind. Die Erfahrungen damals fand ich echt schrecklich. Die Leute hatten wenig Ahnung von Kleintieren und haben sie trotzdem gehütet wie einen heiligen Gral. Ich muss aber sagen, dass sich das Tierheim von damals auch geändert hat, die geben die Tiere nur noch an sinnvolle Mindestmaße ab und Kaninchen und sogar Meerschweinchen nur noch an freie Zimmerhaltung.
Beim Hund bin ich zum Züchter, Sasa hat keine Zuchtzulassung bekommen und ist dann abgegeben worden. Das war super. Eine Stunde sehr nettes Telefonat, ich musste gar nicht viel fragen, habe alles direkt erklärt bekommen.
Danach saßen wir ein paar Tage später drei, vier Stunden bei der Züchterin, haben uns super unterhalten, ich habe mich in keinem Moment unwohl gefühlt oder ausgefragt, meine Liste mit Fragen war unnötig, denn sie hat von sich aus alles Wesentliche erzählt, hat mir gezeigt, wie man Krallen schneidet, die Zähne ordentlich pflegt usw. Wegen Alleinebleiben sah sie kein Problem, weil ich ja meistens eh Zuhause bin. Und wenn ich mal beruflich unterwegs bin, kommt außerhalb von Corona in der Regel zwei, drei Mal pro Jahr ein paar Tage vor, dann findet sie es super, wenn die Kleine auch mal von meinem Vater betreut wird, weil das für so einen Hund ja auch wichtig ist, mal woanders sein zu können. Sie hatte einfach ganz normale Ansichten von einem Leben, in dem man zwar arbeitet, aber trotzdem einen Hund halten kann. Ihr war vor allem wichtig, dass wir keine Kinder haben, weil Sasa so ein Sensibelchen ist, und dass wir sie nicht als Handtaschenhund oder Coronahund wollen. Einen Garten hat sie nicht "verlangt", aber da mein Vater einen hat, fand sie das auch ganz gut.