Clickertraining ist toll, ich bin aber immer wieder beim Training ohne Clicker gelandet, vor allem, weil ich den oft nicht dabei hatte. Aber das kann man ja genauso mit einem Markerwort machen. Ich hatte einige Zeit mal Unterricht bei Nathalie Penquitt und die klickert und markiert auch mit Worten. Sie hatte auch verschiedene Markerworte für jedes Pferd, da sie ja auch öfter mit mehreren gearbeitet hat. Das war wirklich interessant. Ihre Pferde werden auch beim Reiten gemarkert für gut gemachte Lektionen, dann eben mit dem entsprechendem Wort.
Beiträge von Wollteufel
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Also ich hab noch nie mit nem Quaterhorse gearbeitet, keine Ahnung ob die so anders sind, aber NH ist ganz bestimmt nicht rasseabhängig. Ich kenne viele Leute aus der Szene mit Vollblütern, Ponys, sogar Kaltblütern.
Ja, klar - ich meinte jetzt auch die "großen Namen" der Szene, die Amis eh.
Aber ja, es ist natürlich überspitzt.
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So ein Quarterhorse ist halt eher der Labrador unter den Pferden. Mein Pony wäre ein Dackel.
Antwort 1: Nö.
Antwort 2: Warum?
Antwort 3: Was hab ich davon?
Antwort 4: Na gut, dann vielleicht, aber nur dieses eine Mal...
Ich liebe sie... aber es haben schon einige Leute gestaunt, die dachten, ich stelle mich halt nur blöd an. Der Gesichtsausdruck, wenn sie dann selbst draufsitzen und Pony halt einen "Mag nicht" Tag hat (es geht um die Platzarbeit, alles andere, Boden, Gelände, ist fein, aber auf dem Platz rumrennen?? Was soll das?)
Das wohl drauf an, was die großen Namen welcher Szene sind. NHS ist ja nicht gleich NHS, da gibt es so viele verschiedene Ansätze mittlerweile. Und auch ein Pat Parelli lobt seine Pferde zumindest verbal. Trainer wie Clinton Anderson oder auch Bern Hackl sind für mich gar nicht so sehr NHS sondern eher Westerntrainer, die ja irgendwie alle ein bisschen in die Richtung gehen, das wär mir viel zu viel Druck und zu wenig aufs Pferd zu gehen.
Ich bin eher in der Ecke Natural Horsemanship mit Freiarbeit, Zirsensik etc. zu Hause und da fallen mit jetzt Trainer wie Kenzie Dyslie, Arien Aguilar, fürs Reiten Karen Rohlfs (hat bei Parelli gelernt) oder andere ein. Alle arbeiten mit Futterlob. Mir fällt andersrum kein einziger Trainer ein, der nicht mit positiver Verstärkung arbeitet, sei es verbales Lob oder Kraulen. Auch ein Bernd Hackl lobt, wenn auch ohne Futter.
Also um zum eigentlichen Thema zurückzukommen, ein Training ganz ohne positive Verstärkung halte ich für möglich aber nicht zielführend und kenne auch niemanden, der so trainiert. Wer ohne Futterlob arbeiten will, kann das ja machen, ich finde Futterlob absolut hilfreich und würde ohne nicht das erreichen, oder nicht so schnell und motiviert wie mit. Da gibt es wir hier schon jemand erwähnt hat ja auch schon Studien zu.
Andersrum und da bin ich ganz bei Hundundmehr geht es nicht nur allein mit positiver Verstärkung. Bei keinem Tier. wenn man jetzt ein totenbraves Pferd hat das eh schon tiptop alles macht was man möchte und man bringt dem dann mit positiver Verstärkung Lektionen bei, kann das vielleicht den Eindruck erwecken. Aber auch da, können wir ja die Körpersprache nicht außer acht lassen, wir kommunizieren ja immer und machen auch mal Druck, wenn das Pferd rempelt, rempelt man zurück, etc.
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Es hat schon einen Grund, warum die meisten Leute in der NH Szene Quarter Horses haben... Ich fands auch immer großartig, wenn der Bernd Hackl es mit einem Isländer zu tun bekommen hat.
Also ja, ich finde die NH-Arbeit als Grundlage sehr sehr sinnvoll, aber ohne den Einsatz von positiver Verstärkung und der Einsicht, dass man nicht immer mit "Druck aufbauen, bis es nachgibt" sein Ziel erreicht, passt das nicht auf jedes Pferd. Wie alles halt.
Also ich hab noch nie mit nem Quaterhorse gearbeitet, keine Ahnung ob die so anders sind, aber NH ist ganz bestimmt nicht rasseabhängig. Ich kenne viele Leute aus der Szene mit Vollblütern, Ponys, sogar Kaltblütern.
Aber tatsächlich kann ich mir Arbeit am Pferd ohne positive Verstärkung auch nicht vorstellen, macht auch keiner, der mir bekannt ist. Zumindest mit Stimmlob arbeiten doch die meisten Menschen mit ihren Pferden. Ich finde es generell immer schwierig einer einzigen Philosophie hinterher zu laufen, man muss halt immer schauen, was für einen selbst und das Pferd passt.
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Wahrscheinlich ist das jetzt auch ein kontroverses Thema, aber ich trau mich einfach und stelle eine Frage zu Globulis. Wilma hat Mitte November begonnen stärker zu markieren, wurde kratzbürstiger, wenig Frustrationstoleranz, wieder deutlich ängstlicher, schnüffelte sich ständig fest… alles Anzeichen, dass sie läufig wird. Nur wurde sie das nicht und der Zustand wird nicht besser, sondern bleibt so anstrengend- bis jetzt. Im letzten Jahr hat sie schon einmal im Frühjahr ihre Läufigkeit verschoben (hat der TA gesagt, ich wusste gar nichts, dass das geht), so dass ich davon ausgehe, dass sie dies wiederholt. Trotzdem war ich nun beim TA um das nochmal abzufragen. Das schnüffeln, markieren und co wurde starkem Sexualtrieb zugeordnet und habe dagegen Globulis verschrieben bekommen (OP platinum 200 und OP murex D6). Ich kenne mich gar nicht damit aus, habe aber bisher bei rescue Tropfen oder ähnlichen Sachen nie etwas bemerkt an Wirkung, bin daher recht skeptisch. Hatte beim ausstellen des Rezeptes aber nicht auf dem Schirm, dass das keine „normalen“ Tabletten sind. Hat jemand von euch vielleicht damit Erfahrungen? Bringt das was oder ist das nur rausgeschmissenes Geld?
Bei mir selbst hat Homöopathie schon geholfen (inkl. doofer Nebenwirkungen).
Bei sowas könntest du auch statt Homöopathie Planzliches ausprobieren z.B. Mönchspfeffer, das wirkt Zyklusausgleichend, wenn es über längeren Zeitraum gegeben wird.
Mein Tierarzt hat mir vor etlichen Jahren mal Hormeel für die Rosseprobleme meiner Stute gegeben. Es hat super geholfen, nach etlichen konservativen Behandlungen. Ist auch homöopathisch, gibt es auch für Hunde.
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ich kann Cerberus2021 und @Langstrumpf nur beipflichten. Nur positive Verstärkung funktioniert für mich absolut nicht und ich denke auch, dass das kein positiver Trend ist. Man verschenkt an der Stelle einfach die Chance auf "natürliche" Kommunikation mit dem Pferd, die Pferde untereinander ja auch leben.
Ich bin eher in der NHS Ecke anzutreffen, mach aber auch viel Zirsensik, und bin dem klassischen Reiten zugetan, auch wenn ich selbst nicht mehr reite. Für mich fängt die Arbeit mit dem Pferd direkt beim abholen von der Weide an, ich signalisiere körpersprachlich, was ich möchte, da ist natürlich Druck und nachlassen von Druck dabei. Bei Pferden geht es immer darum "wer bewegt wen", der Ranghöhere weicht nicht aus es wird Druck in Form von Ohren anlegen, Blicken und Bewegungen, Drohungen gemacht. Wenn man sich das zu nutze macht, kann man mit Pferden ganz wunderbar fair kommunizieren. Und das finde ich einen guten Punkt bei Cerberus. Positives Training ist für mich z.B. faires Training. Ich verlange nur, was das Pferd leisten (gerade) kann und stelle mich auch auf das Pferd und dessen Charakter ein. Ich habe in den letzten Jahren mit vielen verschiedenen Pferden gearbeitet, Vom Fohlen, über Jungpferd bis Oldie, Stute, Wallach, Hengst, viele verschieden Rassen. Wenn ich eins gelernt hab, dann dass jeder Charakter anderes ist, ich deswegen auch jedes Pferd individuell arbeite und belohne. Weil ich oben von Pause schrieb, die Pause muss gar nicht Stillstehen sein, für mich ist das Pause von der Lektion, das eine Pferd ist eher faul und versteht eine Ruhepause als ultimative Belohnung, ein anderes Pferd findet an Ort und Stelle stehen anstrengend und wird dann eben mit einer runde Dampf ablassen belohnt oder indem es einfach entspannt galoppiert, anstatt über Stangen gehen oder eben mit lecckerxchen oder ne runde Grasen, je nachdem, was sich grad ergibt. ich finde übrigens Pferde zu trainieren viel leichter als Hundetraining, weil ich es eben schon so lange mache. gerade die körpersprachlichen Dinge laufen ja irgendwann automatisch ab. Ich leb aber auch in einer Blase, in meinem alten Stall hat jeder mehr oder weniger Pferdeorientiert gearbeitet, viele haben NHS praktiziert, es gab alle Reitweisen und auch wenn ich manches anders gemacht hätte als einige Einsteller, denke ich die Pferde haben dort nichts auszustehen gehabt. Übrigens selbst wenn man versucht sein eigenes Pferd nur positiv zu Verstärken, spätestens wenn ich mein Pferd vom Paddock hole muss ich andere Pferde auch mit Druck wegschicken, da kann ich ja nicht erst mit dem Clicker ankommen.
Um nochmal den Hundevergleich von fliegevogel zu bemühen, ich finde erstens vieles an Hundetraining genauso blöd wie bei manchem Pferdetraining, also Druck, Gewalt, das gibt es da auch zu Hauf, da ist doch nicht alles positiv, das liest man hier im Forum doch öfter. Auch kommunizieren wir doch alle auch körpersprachlich mit unseren Hunden, mal wegschicken, blocken, und auch verbal, das ist doch völlig normal, und auch effektiv.
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mhhh, so hab jch darüber ehrlich noch gar nicht nachgedacht.
Das positive beenden, hab ich bisher eher als positive Verstärkung gleich gesetzt
Die Lektion an sich ist ja nicht positiv für das Pferd. Die Pause danach ist das positive. So lernt das Pferd, dass es sich lohnt, die Lektion auszuführen.
Ich nutze diese Vorgehensweise auch gerne um gruselige Ecken in der Halle zum Beispiel schmackhaft zu machen. Pause gibt’s in der Gruselecke und gearbeitet wird das Pferd in der restlichen Halle.
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Wollteufel : Ich muß mir das auch immer wieder aufsagen, wie Grammatikregeln...

Auch das beenden einer Lektion, sobald es klappt, ist positive Verstärkung.
Ist das nicht negative Verstärkung?
Das Pferd muß nicht mehr die anstrengende Lektion ausführen, sondern darf entspannen = der Druck wird weggenommen, das ist die Belohnung.
Genau so ist es. Das ist für mich tatsächlich eine der wichtigsten Techniken im Training.Eigentlich für alles. Ich liebe Warwick Schiller, der erklärt immer alles besonders nett. Eins seiner Hauptprinzipien "make the wrong thing hard and the right thing easy" mehr braucht man eigentlich nicht.
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dagmarjung hast natürlich recht, irgendwie war ich kurz verwirrt.
Ich denke ich nutze negative und positive Verstärkung ungefähr gleich viel im Pferdetraining. In Form von Leckerli vor allem beim Zirkustraining, in Form von Lob eigentlich fast bei jeder Lektion und ohne negative Verstärkung in Form von weglassen von Druck oder Hilfen geht es nicht und ist auch eine der natürlichsten Arten zu kommunizieren.
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Wenn du positives Training meinst und nicht positive Verstärkung, dann auf jeden Fall ja. Positive Verstärkung heißt ja im Grunde das man etwas dazu gibt. Das kann auch ein negativer Impuls sein. Wenn du sowas wie Clicker Training oder leckerli Gabe meinst, dann habe ich persönlich da gute Erfahrung mit, vor allem wenn es um Zirkuslektionen zum Beispiel geht.
Hey und ja bis zu einem gewissen Punkt klären Pferde das unter sich. Allerdings muss man da genauso ein Auge drauf haben wie bei Hunden. Manchmal passt es auch nicht und man muss wieder trennen.
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Ich dachte immer es ginge bei der Fußgängersicherheit um die Höhe des Kühlers und dass Fußgänger nicht darüber wegrollen können. Mir erschließt sich halt nicht wie das beim T6 oder so besser sein soll im Gegenteil. Kann mich aber auch irren.
Insgesamt hat sich die Sicherheit auch gegenüber Fußgänger in den letzten Jahren enorm verbessert, auch bei den SUVs.
Hier mal ein Vergleich von VW zwischen verschiedenen Modellen, da schneidet übrigens der SUV in der Fußgängersicherheit am Besten ab, gegen die anderen Modelle.
Der Artikel ist ziemlich sicher von VW geschrieben und auch bezahlt. Mein Jobs wars früher, solche Magazinartikel zu schreiben und als „Fachartikel“ getarnt Werbung zu machen. Wenn ich bei nicht-gekauften Artikeln (Zeit, Süddeutsche, ADAC, ARD) kucke, lese ich eher das Gegenteil.
Aber für mich ist das Thema durch, ich mag nicht über SUVs diskutieren. Es war nach sachlichen Argumenten gefragt, ich hab welche dargelegt. Ich bin raus.
Ich wüsste zwar nicht, warum der Artikel von VW geschrieben sein sollte, wenn darin auch Mercedes Modelle verglichen werden, aber na gut.
Ich wollte damit auch nur sagen, dass sich viel zum Thema Sicherheit getan hat beim SUV und insgesamt, da ist dieses Argument gegen SUVs einfach überholt.
Der ADAC zeigt hier Ergebnisse verschiedenen Crashtests, Auf den Spitzenplätzen auch bei der Fußgängersicherheit übrigens viele SUVs.
https://www.adac.de/rund-ums-fahrz…autos-euroncap/
ich bin froh, dass man hier auf dem Land nicht schräg angeguckt wird, wenn man ein großes Auto hat und sehe es wie Die Swiffer , jeder weiß sich am Besten selbst was er braucht oder möchte und warum. Und wenn es reine Liebhaberei ist, ist das auch jedem selbst überlassen.