Beiträge von Minipin-Jack


    Ich stimme dir zu. Einerseits wird je nach Kultur die eine oder andere Tierart mehr oder weniger verehrt oder verteufelt und andererseits gibt es Kulturkreise, in denen alles was kreucht und fleucht geschlachtet und verzehrt wird, was nicht auf drei auf den Bäumen ist, um es mal ganz salopp auszudrücken.


    Gerne würde ich deine Frage aus meiner Sicht beantworten, welche gleichzeitg Frage und Antwort in einem ist. Dazu müsste ich jedoch meine Gedanken zu Ende führen können dürfen. Doch leider müsste ich dazu den Menschen wieder miteinbeziehen. Und wie du ja weisst, bin ich von den Mods und anderen hier aufgefordert worden, es zu unterlassen, den "heiligen" Menschen bei solchen oder ähnlich gelagerten "(un)moralischen" Fragen ins Spiel zu bringen. Ausserdem kannst du dir sicher gut vorstellen, wie man mir das dann wieder als Menschenfeindlichkeit auslegen würde.

    Alle Tiere und auch das Tier "Mensch" ist durch die Natur entstanden. Da nimmt es sich also nix, ob wir von Giardie, Leopard, Kuh, Hund oder Mensch reden.



    Sofern man der Evolutionsbiologie und Evolutionstheorie glauben schenkt, ist der Mensch aus dem Tier, dem Menschenaffen, hervorgegangen. Letztlich ist auch der Mensch ein Tier, wenn wir bei der Evolutionstheorie bleiben wollen. Ich finde es schon sehr schräg: Einerseits soll der Mensch evolutionär ein Tier sein, andererseits wird in anderen Bereichen zwischen Mensch und Tier viel stärker differenziert als zwischen einem Bonobo, einem Hund und einer Kuh.


    Falsch herum. Der Hund wurde darauf selektiert sich uns Menschen immer mehr anzuschließen, ihn lesen und eine Bindung aufbauen zu können.


    Hast Du schon mal ein Schaf gesehen, was auf Menschen geprägt wurde? Es bevorzugt zeitlebens den Menschen als Sozialpartner. Genetisch ist es aber in der Tat darauf gestrickt, dass es bei gleicher Prägung auf Menschen und Schafe Seinesgleichen bevorzugt. Milchschafe mal ausgenommen, die sind mehr darauf selektiert den Menschen zu wählen. Das ist je nach Nutzung des Tieres wichtig, das das so ist. Ich kenne im Übrigen einige Menschen, denen sind ihre Schafe genauso wichtig wie es Dir Dein Hund war.


    Und, was spricht dagegen, wenn für diese Menschen ihre Schafe genauso wichtig sind, wie es mein Hund für mich war? Ist doch erfreulich, gibt es auch solche Menschen, für die der Mensch nicht das Höchstmaß aller "Dinge" ist. Wenn er seine Schafe den Menschen gleichstellt oder gar vorzieht, was soll daran verwerflich sein?


    Das Jagd-, Sozial- und Terriotrialverhalten wurde bei verschiedenen Rassen so umgeformt, dass wir den Hund für unsere Zwecke benutzen können. Der Hund macht das nicht aus heorischer Verliebtheit seines Menschen gegenüber, sondern weil er sein genetisch verankertes Verhalten ist und er es tun "muss".


    Na und!? Das zeigt doch die hohe Anpassungsfähigkeit des Hundes. Der Wolf, von dem unsere Hunde abstammen, hat sehr wohl ein sehr ausgeprägtes natürliches Jagd, Sozial- und Territorialverhalten. Und das nicht erst, seit der Mensch aus dem Wolf ein Haustier gemacht hat.


    Ich stimme dir in dem Punkt überein, dass der Mensch sich den Hund nach menschlichem Gusto passend gemacht hat. Doch auch das beweist wieder die sehr gute Anpassungsfähigkeit dieser Tierart an den Menschen, wenn man viele andere Haustiere als Vergleich heranzieht.

    Minipin-Jack

    Willst du hier eigentlich eine Lanze FÜR den Hund brechen oder GEGEN den Menschen?

    Du bist doch ein Mensch, oder? Dann sei DU doch für dich verantwortlich, für dein Handeln, dein Sprechen, deine Gedanken und für jede Unterlassung... wenn JEDER Mensch eigenverantwortlich lebt, dann hat auch jeder mit sich selbst genug zu tun, um diese Welt hier zu einem schönen Ort zu machen. Was genau erwartest du denn jetzt? Sollen wir anderen alle verschwinden, damit du dir (als besserer Mensch? :thinking_face:) ein erfülltes Leben nur mit Hunden gestalten kannst? Dann hast du alle Ressourcen für euch allein, nur musst du dann auch alles allein machen. Die Hunde dürfen aber nur aufm Sofa chillen, also sieh zu, dass du genug Futter jagst... oder geht das dann gar nicht, weil du Tiere tötest?


    Also irgendwie funktioniert das alles nicht so richtig...

    Ja, es sollte damit eine Lanze für den Hund gebrochen werden. Allerdings nicht, um damit eine Lanze gegen den Menschen zu brechen. Nur weil ich die starke Überhöhung des Menschen kritisiere, bin ich doch deswegen nicht automatisch ein Menschenhasser, auch wenn welche meine Gedanken als abgrundtief menschenfeindlich missverstehen und missverstehen wollen. Was ist daran so unmoralisch und unethisch, wenn jemand seinen Hund entweder mit der Verwandt- und Bekanntschaft gleichstellt oder gar vorzieht? Weil der Hund kein Mensch ist? Ich kann nicht verstehen, was daran verwerflich sein soll.


    Logisch, bin auch ein Mensch und kein Hund und auch kein Mistkäfer. Nur weil ich je nach Betrachtungsweise und je nach Sachverhalt dieses Glück oder Pech habe, ein Mensch zu sein, muss ich deswegen dem Mehrheitsdenken "Mensch weit über alles und allem zu stellen" doch nicht automatisch hinterherrennen.

    Es läuft immer wieder darauf hinaus, dass Minipin-Jack seine Bedürfnisse weit über die des Hundes stellt. Dass der Hund "über dem Menschen" stehen soll, ist nur eine Floskel um zu rechtfertigen, dass man ihn für seine emotionale Zwecke grenzenlos nutzen kann. Empathie dem angeblich so geliebtem Hund gegenüber ist leider kaum erkennbar.

    Wer eine Meinung und Ansicht vertritt die nicht mit der der Mods oder vieler Foristen meinungskonform ist, der bekommt sein Fett weg, oder wie hat man das bitte zu verstehen?

    sowohl Hund als auch Mensch - einen Gewinn daraus ziehen?

    Der Hund zieht da keinen Gewinn draus, deshalb hab ich diesen Part nicht mitzitiert.

    Und woher bist du dir da so sicher? Was gibt es Schöneres für einen Hund, als wenn er bei seinem Herrchen oder Frauchen sein kann und sein darf? Wenn das Herrchen oder Frauchen im Krankenbett liegt, und der Hund seinen zweibeinigen Freund nicht mal besuchen darf, meinst du nicht auch, ein Hund sucht und vermisst sein Herrchen oder Frauchen?

    Weil es Patienten in der Genesung unterstützt und es für sie aufbauend ist, wenn sie ihren Hund mitnehmen dürfen, macht das durchaus Sinn.

    Also ist jetzt doch wieder der Mensch wichtiger?


    Wo besteht da bitte der Zusammenhang zu meiner Aussage, wenn beide Seiten - sowohl Hund als auch Mensch - einen Gewinn daraus ziehen? Wenn schon, dann bitte den kompletten Satz zitieren, der heisst:

    Weil es Patienten in der Genesung unterstützt und es für sie aufbauend ist, wenn sie ihren Hund mitnehmen dürfen, macht das durchaus Sinn. Ganz im Sinne des Patiententen UND des Hundes, für den es nichts schöneres gibt, als wenn er bei seinem Herrchen oder Frauchen sein kann und sein darf.


    Weil es Patienten in der Genesung unterstützt und es für sie aufbauend ist, wenn sie ihren Hund mitnehmen dürfen, macht das durchaus Sinn. Ganz im Sinne des Patiententen UND des Hundes, für den es nichts schöneres gibt, als wenn er bei seinem Herrchen oder Frauchen sein kann und sein darf.


    Was ich alles sehr löblich finde. Leider ändert das dennoch nichts an der Tatsache, dass eine Meinung vorherrscht und vertreten wird und Viele es gut finden, einen Schwerverbrecher besser zu behandeln als ein Hund. Aber ich möchte jetzt nicht wieder damit anfangen. Ich habe das nur deswegen nochmals angeschnitten, um zu verdeutlichen, wie viel wertvoller sich der Mensch gegenüber dem Hund sieht.

    Eine solche Schlußfolgerung aus meinem Text zu ziehen, ist viel zu einfach gedacht. Das Argument der Anpassungsfähigkeit des Hundes habe ich deswegen gebracht, weil es aufzeigen soll, was wir alles dem Hund zu verdanken haben und ich der Meinung bin, dem Hund sollte ein höherer Wert zugestanden werden, als den, den wir ihm gesellschaftlich geben. Auch die Menschenaffen sollten eine höhere Wertstellung bekommen, als die, die wir ihnen zugestehen. Wenn auch aus einem anderen Grund als beim Hund.

    Fällt es nur mir auf oder ist es dir, Fenjali, auch schon aufgefallen?


    Will man im Forum genau dieser Frage nachgehen, weshalb der Mensch denkt, er wäre VIEL mehr wert als ein Hund, im Forum von vielen Seiten darauf unverzüglich die Bemerkung und Aufforderung folgt, den Menschen da komplett aus dem Spiel zu lassen. Das sagt schon alles.

    Nicht mehr wert. Jedes Leben ist gleich viel wert.

    Aber wir sind halt nun mal Menschen. Wir haben Daumen, wir haben mehr Möglichkeiten, unser Hirn zu nutzen. Das ist nun mal so, ob man will oder nicht. Und ja, das macht uns überlegen. Das IST so.


    Offensichtlich eben nicht. Denn, wenn dem so wäre, würde es diese ganze Diskussion nicht geben. Selbst der Bonobo wird weit abgeschlagen hinter den Menschen gesetzt, obwohl seine kognitiven Fähigkeiten längst wissenschaftlich erwiesen und bewiesen sind.


    Wir alle behaupten, der Mensch ist die intelligenteste Spezies der Welt. Würde man die Intelligenz der Menschheit an ihren Handlungen messen, dann bliebe da nicht mehr viel von dieser Intelligenz übrig.


    Schon Albert Einstein sagte: "Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Aber bei dem Universum bin ich mir nicht ganz sicher".


    So ganz falsch lag er damit nicht. Denn keine andere Spezies zerstört sogar ihren eigenen Lebensraum. Diese Meisterleistung bringt wirklich nur der Mensch fertig.