Beiträge von Lolalotta

    Naja, hier wird ja nun aber auch getan, als würde man den Hund eine Stummelrute kupieren wie es bei Dobermann und co der Fall war.

    Ein bisschen amputieren ist also okay?

    Ich finde Kupieren absolut nicht mehr zeitgemäß. Wir wissen beim Menschen, wie schrecklich Phantomschmerzen sein können. Warum sollte das bei einer Hunderute nicht auch vorkommen? Die Zuchten sind doch nicht gezwungen an Nicht-Jäger abzugeben? Auch heute, in Deutschland gibt es doch die theoretische Möglichkeit, einen Wurf unkupiert zu lassen und ihn dann trotzdem an Jäger und Nicht-Jäger abzugeben?

    Ich empfehle dir den Artikel, den Karpatenköter verlinkt hat, in Gänze zu lesen. Der ist sehr interessant. Eine positive Wirkung von Goldimplantation konnte in keiner Studie nachgewiesen werden, im Gegenteil jedoch durchaus die eine oder andere Verschlechterung. Überhaupt herrscht noch nicht einmal Klarheit über die hypothetische Wirkweise. Positive Berichte gibt es meist von Verfechtern der Methode, die daran nicht schlecht verdienen.

    Ich würde mir das Geld sparen, so oder so eine Zweitmeinung einholen und die Kosten für die Goldimplantation lieber in nicht-invasive Physiotherapie stecken oder ggf. dem Rat eines anderen Orthopäden folgen, sollte man mit wissenschaftlich belegbaren, operativen Methoden noch etwas rausholen können.

    Halbwissen Farbgenetik: Schwarz ist dominant, Braun rezessiv. Möchte man also braun in der Population erhalten, muss man Verpaarungen mit schwarzen Hunden einschränken. Das mag ein Grund sein.

    Die Begründung mag mal mangels Genetikwissen dahinter gesteckt haben, ist aber definitiv falsch. Rezessive Gene werden von dominanten Genen nicht verdrängt oder ausgelöscht. Sie werden weniger sichtbar ausgebildet, aber nicht "immer seltener", sondern immer anteilig gleich oft.

    In einer Population, in der braun eine häufige Farbe ist, müsste man sich im Gegenteil (ohne Gentests) sogar richtig Mühe geben, dass keine braune Hunde fallen. Selbst, wenn nur noch schwarz verpaart werden würde. Und zwar weil, nicht obwohl, braun rezessiv ist und somit versteckt getragen werden kann.

    Züchtet man dagegen nur noch mit braunen Hunden, hat man sofort und in Zukunft keinen einzigen reinrassigen schwarzen Hund mehr.

    Danke fürs Richtigstellen und die gute Erklärung. Ich hatte das mal als Laien-Erklärung aufgeschnappt, das war dann wohl falsch.

    Es ist eine Risiko OP und ist "nur" eine lebensverlängernde Maßnahe (ca. 3-6 Monate). Ohne OP meinten die Ärzte es geht wohl noch so 3-4 Wochen gut und dann platzt der Tumor auf und dann bleibt nur noch ein Ausweg.

    Ich würde kritisch darüber nachdenken, wie dieser "lebensverlängernde Zeitraum" von 3-6 Monaten aussehen würde. Eine OP zieht ja immer eine Rekonvaleszenzzeit nach sich. Je älter und angeschlagener der Hund, desto anstrengender und langwieriger kann auch die Genesungszeit aussehen. Hier würde ich also in Abstimmung mit dem Tierarzt überlegen, wieviel von diesen 3-6 Monaten im absoluten, komplikationslosen Idealfall wirklich gute, qualitätsvolle Lebenszeit wäre.

    Ich wünsche euch eine gute Entscheidung und viel Kraft! Das ist sicher nicht leicht...