Beiträge von Lolalotta

    Ich wollte mich nicht outen, habe aber auch schon mehrmals geschaut :-)

    Von den Dalmatiner-Malinois-Mischlingen suchen noch 10 von 12 Welpen. Gestern waren es noch 11.

    Ende Mai geboren und damit schon längst auszugsbereit.

    Momentaner Preis 800€. Anfangs waren es 1700€

    https://www.deine-tierwelt.de/kleinanzeigen/…lpen-a86340361/

    Ich kann mir nicht helfen und habe auch gerade reingeschaut. Wäre es nicht so traurig für die Hunde, könnte man glatt ein bisschen gehässig sein den Produzenten gegenüber. Mittlerweile gibt es gar keine Preisangabe mehr. Ich meine mich auch zu erinnern, dass in den früheren Anzeigetexten nach zukünftigen Hundehalter:innen gesucht wurde, die "erfahren sind" und sich über die Bedürfnisse der Rassen im Klaren sind. Das ist nun auch gestrichen, nun sind "liebevolle Hände" ausreichend.

    Aber gerade deshalb bin ich froh, nicht schon zu seinen Lebzeiten oft daran gedacht zu haben "Oje nun ist er schon 5 Jahre, dann bleibt uns ja vielleicht nicht mehr so viel Zeit."

    Hunde leben so sehr im Hier und Jetzt, das finde ich großartig. Ich versuche, mir daran ein Beispiel zu nehmen. Die Trauer ist für mich der Preis, den man für die Liebe zu einem anderen Wesen zahlt. Auch wenn es unglaublich schmerzhaft ist...

    Absolut! Das finde ich genau die richtige Sichtweise. Genau so möchte ich auch dran gehen (oder es manchmal einfach einüben, wenn es gerade nicht von selbst so klappt).

    Ich weiß, das irgendwas falsch läuft, das möchte ich ändern, aber wir kommen hier nur von einem extrem ins andere.

    Was ist, wenn nichts falsch läuft? Sonder, wenn das einfach ein Hundekind ist. Was wäre, wenn ihr mit dem Gedanken und der Haltung mal da dran geht und euch drauf einlasst? Weg von dem Stress, den ihr euch macht. Das ist natürlich alles nur glaskugeln hier, aber mich beschleicht der Gedanke, dass vielleicht eigentlich alles ganz normal ist ...

    Aber wir sind da eine Stunde mit ihm zugange und versuchen ihn wieder runterzubringen.

    Genau das versuchen aber andere seit ein paar Seiten schon zu vermitteln: warum seid ihr denn "mit ihm zugange"? Warum sucht man da den Konflikt. Lasst ihn doch einfach machen im Garten z.B. und setzt euch mit nem Buch dazu?

    Die Frage ist ja nun, was müssen wir tun, damit es eben Abends auch läuft. Wir sind jetzt schon angespannt, was heut Abend wieder passiert.

    Ich habe immer noch keine Vorstellung davon, was der Hund genau macht, dass man da einen Tag lang Angst vor dem Abend hat.

    Es ist so diffus, mal sehe ich ein tapsiges, rumkugelndes Labradorbaby, das süß spielt und dann schreibst du von stundenlanger Anspannung bei euch und "Durchdrehen" beim Hund. Ich bin mir sicher ihr wollt nur das Beste für euren Hund. Das liest man ja auch raus, dass ihr euch viele Gedanken macht.

    Ich kann mir nicht helfen, hast du eigentlich Spaß mit und an deinem Welpen? Irgendwie liesst sich das so freudlos. Als wenn der immer nur stört.

    Das klingt so hart, aber ich habe mir die Frage auch schon gestellt.

    Immer, wenn ich hier lese, will ich euch am liebsten sagen: geniiiiiiießt die Zeit. Sie ist so schnell vorbei. Ich würde mich manchmal so gerne zurückbeamen in die Welpenzeit. Man muss nicht alles "perfekt" machen. Das gibt es sowieso nicht. Man spielt sich ein, ruckelt sich zusammen. Ich würde mir für euch wünschen, dass ihr das im Kopf behalten könnt. Einfach, weil es doch viel schöner ist so, ohne tausend Sorgen und Optimierungsdrang.

    Das ist ein Tier, das wird nicht nach der Stechuhr funktionieren. Ihr müsst euch von dem obsessiven Gedanken freimachen, dass ihr bloß den richtigen Hebel finden müsst und dann funktioniert alles oder ist in Balance. Außerdem zum Thema "Balance": Er wächst, er wird älter, seine Bedürfnisse ändern sich bald wöchentlich.

    Leben mit Hund ist nicht das perfekte Drumherummanagen eines anderen Lebewesens, sondern es ist ein Sozialverband, in dem man sich jeweils auf die andere Spezies einstellt, die Fremdsprachen lernt (der Hund eure, ihr die des Hundes) und gemeinsam durchs Leben geht. Dafür braucht es Humor, Lockerheit, Empathie, ein Blick für die Bedürfnisse, am besten zwanglos. Ja, man macht sich auch mal Sorgen und muss dazu lernen. Die Bedürfnisse sind: Ruhe, freie Bewegung, Kontakt mit Artgenossen, Spiel, gemeinsames Arbeiten mit dem Menschen, Futter, Liebe ...

    Am Sonntag ist auch nichts "schiefgelaufen". Das war deine Beschreibung siehe unten. Er hat Unfug getrieben. Abends. Weil er den ganzen Tag gepennt hat. Und weil er ein Hundekind ist und ein bisschen lustig sein das Leben leichter macht. Wäre ja auch sonst langweilig, oder?

    Wenn er hier aber unruhig rumwuselt und sich selbst gar nicht zur Ruhe bringt, die Frage ob man ihn solange beachtet und sich neben ihn setzt, bis er dann ruhig und eingeschlafen ist?

    Was bedeutet denn "unruhig rumwuseln"? Macht sie so einen Rabatz, dass euch das beim Arbeiten stört? Wenn nicht und sie nur ein bisschen rumtippelt, und ihr das gut ignorieren könntet, dann lasst sie doch machen. Man muss Welpen nicht wie Kleinkinder in den Schlaf begleiten. Die können das ganz gut und haben exakt das — Action, Umfallen — mindestens 8 Wochen in der Wurfkiste auch gemacht. Wenn ihr bislang im Urlaub gar nicht oder wenig im Arbeitszimmer wart, muss sie sich an die neue Routine auch erstmal gewöhnen.

    Ich habe meinen Homeoffice-Welpen einfach viel ignoriert. Die Erwartung, dass er den ganzen Arbeitstag nur schläft oder hauptsächlich rumliegt, hatte ich nicht. Dass er das konnte, kam dann später mit dem Älterwerden. Ich fands auch ein bisschen stressig am Anfang, weil hauptsächlich ich so vom Tapsen und Knabbern abgelenkt war. Aber hilfreich war trotzdem, einfach "Leben zu leben" und der Hund passt sich an.