Treffendere Fragen wären ja: Habe ich die ökologisch beste Entscheidung getroffen? Habe ich im besten Sinne aller beteiligten Lebewesen gehandelt? Habe ich für meinen eigenen Nutzen einem anderen Lebewesen Schaden zugefügt (also auch indirekt, Fleischproduktion etc)? Wäre es mir, mit den mir vorhandenen Ressourcen, möglich gewesen altruistischer zu handeln?
Auch hier lassen sich endlose Fragen, je nach eigener Bewertungsgewichtung hinzufügen oder streichen.
Um mal enger bei der Hundehaltungsthematik zu bleiben: ich finde es zum Beispiel durchaus erstrebenswert Hunderassen als Kulturgut zu erhalten. Das gewichte ich mit meinem Hundekauf und mit der Zuchtzulassung meines eigenen Hundes ebenso. Ich glaube, dass eine Frage nach dem „besten Sinne aller beteiligten Lebewesen“ auch nicht zu beantworten ist. Ich denke, mein Hund ist sehr glücklich bei mir. Woanders wäre er das vielleicht auch/mehr. Ob ich mit einem Tierschutzhund genauso eine Bindung aufgebaut hätte und die sich dann in beiderseitige Zufriedenheit mit der Lebenssituation übersetzt hätte, lässt sich für mich nicht beantworten. Oder noch eine Perspektive: mein ökologischer Fußabdruck wäre ohne Hund wohl geringer, aber ich bin mir sicher ich wäre nicht so froh ohne Hund, was sich wiederum auf meine Beziehungen auswirkt.