Muss ich jetzt kündigen und alles hinter mit lassen, um bezahlbar zu wohnen?
Die emotionale Komponente kommt für mich auch noch dazu und ich finde es sehr schade, wenn jegliche Wohnentscheidung vollkommen durchrationalisiert und rein von finanzieller Warte aus betrachtet wird. Man lebt an einem Fleck, baut ein Netzwerk auf, hat womöglich Kinder, die Freundschaften geschlossen haben, braucht Betreuung. Dann muss man umziehen (Kündigung wegen Eigenbedarfs, Wohnung zu teuer, was auch immer der Grund) und soll plötzlich zig Kilometer weiter weg alles neu aufbauen? Mit womöglich weniger Zeit und Geld, weil man wie irre pendelt? Das finde ich menschenfeindlich darin nichts verwerfliches zu sehen. Es gibt empathischere Gesellschaftskonzepte zum Thema Wohnen.