Beim Chihuahua ist im VDH nur noch der Cobby-Typ erlaubt. Der zierliche und größere Deer-Typ und alle Mischungen aus beidem gelten jetzt alle Mischlinge (so ein Quatsch, seit der Chi in Europa ankam, gab es beide Type.) Dabei hat man sich bewußt für den ungesünderen, verzwergten und kurzschnäuzigen Typ entschieden. Auch hier keine Rede vom Schutz der Hündin, denn das Kaiserschnitt-Risiko ist bei diesem Typ besonders hoch.
Wollte ich einen Chihuahua, würde ich um den VDH einen Bogen machen und nach einem möglichst großen Chi vom Deer-Typ suchen, bei dem Züchter für mich passt. Auch wenn Frechdax mich dann für einen Trottel halten würde, der sich einen (nach VDH-Definition) nicht reinrassigen Hund als Chi andrehen lässt.
Hier war ja ursprünglich nach einen Malteser gefragt.
Die haben ein mittleres Inzuchtniveau, das für mich noch vertretbar wäre. Allerdings sehe ich auch hier die VDH-Zucht kritisch, zu kurze Beine, zu kurze Nase!!!, zu große, runde Augen, zu langes Fell. Auch hier wieder: Gefährdung der Hündin bei der Geburt. Ich würde mir die Züchter im VDH genau ansehen, ob es auch welche mit „sportlichen“ Zuchtzielen gibt.
Ansonsten fände ich hier den Maltipoo oder andere F1-Mischlinge durchaus interessant. Auch dort würde ich mir die Züchter genau anschauen, ob das Konzept für mich passt. (Z.B. keine Qualzucht-Eltern zum Einsatz kommekommen.
Ich sehe das bisschen anders.
Grad bei solchen Rassen wäre ich außerhalb der FCI sehr vorsichtig, weil da super super viel in ne schlechte Richtung geht und das auch hinsichtlich Welpenhandel wahnsinnig beliebte Rassen sind.
Die sind klein, die sind süß, lassen sich gut Abnehmer für finden und kann man gut vermehren.
Dann gibts bspw noch den Trend zu Teacup Hunden bei gefühlt allem was klein ist.
Und eben auch gesundheitliche Dinge die damit verbunden sind.
Trotzdem natürlich, isses da recht schwer innerhalb des VDH fündig zu werden weil die sich eben an den Standard halten und auch dort ein gewisser Trend zu sehen ist.
Ideal wär da mMn eine Zucht die viel Wert auf Gesundheit legt, auf ein vernünftiges Wesen ( Malteser bspw find ich häufiger mal verhältnismäßig dünn vom Nervenkostüm her, verglichen mit anderen Bichon-Rassen ), und soweit möglich eher Verzwergungsmerkmal-arm züchtet.
Klar, Übergröße und bspw Chis im Deer-Type findet man da eher nicht, aber wenn ich danach außerhalb schaue - woher weiß ich dann dass das wirklich seriös ist ? Das lässt sich - vor allem als Neuling - quasi garnicht beurteilen.
Um bspw zu meinen Rassen zu gehen :
Finde ich alles was da im VDH läuft gut ? Nein.
Ich finde man kann da ruhig mehr fürs Wesen und den Genpool tun, drauf achten dass das Fell Funktionalität behält usw...
Trotzdem sind die Rahmenbedingungen im Schnitt noch mit Abstand die besten innerhalb der FCI Zucht. Außerhalb is da keine Alternative.
Und dann gibt's natürlich auch Rassen - die würd ich allein der Gesundheit wegen niemals kaufen. Ein Beispiel dafür wurde bereits genannt - bspw der Berner Sennen.
Anderes Beispiel ( was auch wieder pro VDH wäre tatsächlich) : Westies sind mir persönlich viel zu krank. Ich hatte einen, ich hab echt viele kennen gelernt, 90 % davon waren mindestens auf irgendwas allergisch, hatten Probleme mit den Knien, mit den Organen, mit dem Herz, mit den Zähnen ect... Und die wenigen Ausnahmen die ich kennen gelernt hab, die tatsächlich gesund waren/sind, haben gemeinsam dass die auf KfT Zucht stammen.
Außerhalb des VDH ? Alle gesundheitliche Wracks.
Würd ich trotzdem die Rasse nochmal kaufen ? Nein. Das Risiko wär mir zu hoch.
Aber würde mich jemand fragen der sich zu 100 Prozent nur diese Rasse vorstellen kann, sag ich - schau beim KfT und guck dir die Zuchten sehr sehr SEHR genau an. Nur so hast du die Möglichkeit einen gesunden Westie zu bekommen. Ne Garantie isses trotzdem nicht.