Ich finde es immer schön mit jedem weiteren Individuum. Da merkt man nochmal wie unterschiedlich Hunde auch innerhalb einer Rasse sein können, und dass man mit jedem Hund andere Baustellen hat, und zeitgleich an jedem Hund andere Dinge schätzt.
Susi bspw war super eigenständig, schwer motivierbar und hat sehr deutlich gezeigt was sie zum Kotzen fand. Im Gegenzug war sie aber auch echt unkompliziert im Alltag wenn es einmal funktioniert hat. Sie war super viel Persönlichkeit in einem kleinem, kaputten Körper, und von dieser Persönlichkeit konnte man viel lernen.
Dann kam Lilo - da war dann alles plötzlich viel feiner, viel kleinkarierter, viel unsicherer und viel mehr Ernst dahinter. Super nett mit den eigenen Menschen, aber ebenso kritisch mit allem Fremden. Da kann und darf nix so entspannt laufen wie mit Susi, und im Gegenzug ist das Miteinander ein ganz Anderes.
Und jetzt haben wir noch das Zwergi...
Der ist auch nochmal anders. Viele Dinge dabei die ich so von Lilo kenne, und dann sind da Dinge die mich an Susi erinnern, und trotzdem ist er ein ganz anderer Hund. Er ist zB der erste Hund der gern getragen wird und Regen mag. Er ist zwar ebenfalls territorial und markiert viel ( wie die Mädels), ist dabei aber typisch Rüde und sieht dabei eigentlich immer aus wie "der kleine Oberchecker". Neben ihm könnte der 3. Weltkrieg los gehen ( Stichwort Silvester) und er wäre absolut cool damit. Und auf der anderen Seite hat er einfach Napoleonkomplex und ist junghundtypisch noch nicht immer so super selbstsicher. Eigentlich ist er in vielen Dingen noch unsicher, aber er überspielt es, und ganz viele Dinge jucken ihn tatsächlich auch einfach so garnicht.
Im Gegensatz zu den anderen beiden ist Konzentration nicht immer seine Stärke. Lilo ist hierbei von Anfang an Streberin schlechthin und lernt alles super schnell, wenn auch sie sich manchmal selbst im Weg steht. Susi war eher langsam und konzentriert, und machte nur mit solange sie wollte, und was sie mochte.
Der Zwerg ist damit verglichen eine huschige Eintagsfliege - stets bemüht und eigentlich garnicht mal so blöd, aber eben mit dem Kopf immer wieder woanders und gern mal so aufgeregt dass er vergisst dass man den Keks doch eigentlich vorsichtig aus der Hand nehmen sollte.
"Rein fuchsen" musste ich mich bei jedem Hund, wenn auch bei den beiden Hündinnen deutlich mehr als jetzt bei unserem Rüden.
Für meine Mutter ist das auch nochmal anders, trotz dessen dass sie vorher Susi, zwei DSH Mixe und eine Zwergschnauzer Hündin hatte.
Ihr fällt es mit ihm deutlich einfacher als mit Susi bspw, und doch sind manche Dinge wieder herausfordernder weil sie da genauer und konsequenter sein muss als bei Susi ( und die anderen Hunde einfach auch inzwischen super lange her sind, und die Zeit eine Andere war).
Aber es gibt definitiv Dinge, die einem helfen wenn man Vorerfahrung hat. Bspw wenn es typische Welpenthemen sind und man vorher schonmal einen oder mehrere Welpen hat.
Dann sieht man bspw die Stubenreinheit evtl lockerer und weiß dass das oder das nicht zu ernst genommen werden sollte weil es vielleicht nur eine Phase ist und der Hund grade einfach nicht anders kann.
Und dann ist trotzdem jeder Welpe anders.
Welpe 1 ging bspw gern stiften und hatte 0 Folgetrieb
Welpe 2 fand super vieles Gruselig
Welpe 3 war eine kleine Schnappschildkröte
Usw...
Aber vielleicht wären manche Punkte ohne Vorerfahrung schwieriger?
Ich wäre bspw mit Lilo sicherlich überforderter gewesen, hätte ich vorher keine Erfahrungen und kein Wissen von/mit anderen Hunden gesammelt.
Vielleicht hätten wir uns auch von Zwergis Fersen-Schnappattacken mehr beeindrucken lassen, wenn wir keine Vorerfahrung gehabt hätten?
Es kann aber auch Genauso gut sein dass wir - wären wir unbedarfte Anfänger - den kleinen Schnappi ohnehin nicht hätten ernst nehmen können, weil er einfach super winzig und ein Welpe war.
Das kann man dann so genau denke ich nicht sagen. ^^