Die aktuelle Studienlage ist, dass ein Körper mit Schmerzen schlechter heilt, als ohne. Schmerzmittel vorzuenthalten, weil man nicht in der Lage ist, seinen Hund anders zu schonen, ist also tendenziell schlechter für den Heilungsverlauf und die Heilungsgeschwindigkeit, als ausreichende Analgesie plus ggf Schonung wenn nötig.
aber der Hund hat doch zum Beispiel bei einer gebrochenen Zehe (oder ich halt schon zig mal mit gebrochener Zehe keine schmerzen wenn man sich schont. Ich geh ja dann mit den Hund nur an 1m Leine kurz 2Minuten fürs Geschäft raus und lege den dann wieder auf seinen Platz bzw ins Bett. ich hatte damals die ersten 3 Tage Schmerzmittel gegeben. Mit dem Resultat dass ich einen Hund hatte der sich normal wie eine Dampfwalze bewegte. ich soll mich hinlegen ja warte mach ich rumms ich leg mich auf den 1m hohen Käfig, wie nein? ok ich komm wieder runter kreisch Mama das tut weh. Klar ich hätte ihn einsperren können aber nach absetzen der Schmerzmittel hat er sich auf 3 Beinen bewegt und ansonsten einfach die meiste Zeit geschlafen oder gedöst und hat mich immer gebeten ihn irgendwo hoch oder runter zu heben. Gut, nach 14 tagen ging es ihm schon wieder so gut dass Zuhause auch oft mal die Leine dran war. Aber ich würde es wieder so machen. Er war zwar damals schon 3 Jahre alt aber der flog eben meist auf Augenhöhe von mir durch die Gegend.
Als sich Lilo damals das Zehengelenk gebrochen hat, war unser damaliger TA ausdrücklich gegen Schmerzmittel und Röntgen.
Mit der Begründung dass der Hund sich mit Schmerzen besser schonen würde und es für die Heilung/Behandlung vollkommen egal wäre ob es nur gestaucht/geprellt oder gebrochen ist.
Im Nachhinein würde ich das anders machen und erstens auf ein Röntgen bild bestehen und zweitens zumindest die Möglichkeit haben dem Hund etwas gegen die Schmerzen zu geben.
Während der Schonzeit gab es hier das erste Mal Fremdhund anpöbeln ( ob es allerdings nur Frust oder auch der Schmerz war? No one knows).
Aber vor allem hätte es mir echt geholfen zu wissen was da genau passiert ist, dann hätten wir jetzt vielleicht keine sekundäre Osteoarthritis ( oder ich hätte es zumindest früher gewusst).
Ich bin ja bei solchen Pfotengeschichten bissl übervorsichtig und würde sowas im Zweifel geröngt haben wollen.
Einfach weil alles Mögliche diesbezüglich ein Symptom für Krallen Krebs sein kann ( uA anhaltende Entzündungen...).
Sollte das also nicht vernünftig abheilen, besser Röntgen lassen.
* soll keine Panikmache sein, aber ich finde es wichtig das im Hinterkopf zu behalten.