Beiträge von Terri-Lis-07

    Wir gesagt - davon ab dass jede Depression anders ist, und jede Person anders ist, und jede Person unterschiedlich gut damit umgehen kann, machts halt auch die schwere.

    Bei einer wirklich schweren Depression ist man komplett ausgeknockt. Da kann man sich nichtmal selber versorgen, verliert an Emotionen und Interessen, verliert den Sinn des Lebens und man lebt nurnoch in den Negativsten Gedanken die einem so im Kopf herum spuken. Sowas kann Monate anhalten. Kommt sowas vor - dann geht es nicht ohne jemanden der uU für einen längeren Zeitraum für den Hund einspringen kann.

    Solange man nicht an dem Punkt ist, sinds mAn eher mittelgradige Depressionen. Da wirds schon echt anstrengend sich jedes Mal selber in den Arsch treten zu müssen um aufzustehen, den Hund zu füttern, Gassi zu gehen, ihm die Zuneigung und Aufmerksamkeit zu geben die er braucht ( aber, je nach Person kann es auch sein dass genau das kein Problem darstellt, im Gegensatz bspw zur eigenen Körperhygiene, dem eigenen Tagesrythmus, der Berufstätigkeit oä).

    Mit ner leichten Form, dürfte es machbar sein.

    Und zu dem angesprochenen Fluch und Segen :

    Möglichkeit 1 ist, man wächst dran und es tut einem gut. Man ist egal wie schlecht es einem geht fähig sich zuverlässig um den Hund zu kümmern ( mit dem Restrisiko einer heftigen Episode). Dann freut man sich drüber dass der Hund da ist. Dann freut man sich über kleine Fortschritte im Training, über bestimmte Situationen, darüber dass der Hund sein Futter mag, oder oder oder. Sprich : Man wirkt so ein bisschen den Dingen entgegen die eine Depression verursacht - nämlich dem Verlust von Freude, Interesse, Einsamkeit, Struktur. Denn man lernt wieder Dinge über die man sich freuen kann, man hat einen Sozialpartner um sich mit dem man zusammen wächst, man findet weitere Interessen, man braucht eine gewisse Grundstruktur im Alltag um den Hund zu versorgen.

    Es kann aber auch sein dass einem die Hürden des Hundehalter Alltags so sehr zusetzen dass sie die Symptome verstärken.

    Bspw wenn man draußen Negativ-Erfahrungen mit anderen Hundehaltern sammelt ( was einfach jedem HH passiert), und sich dann vielleicht denkt :,, Ich will nicht raus gehen, weil ich möchte einfach keine blöden Begegnungen mehr. "

    Oder dass man es bspw nicht schafft dem Hund das geben zu können was er braucht und man sich dann mehr Vorwürfe macht im Sinne von :,, Weil ich fauler Vollidiot es nicht hinbekomme leidet der Hund/wird vernachlässigt, nur wegen mir."

    Da kann man noch ne Menge die hinzufügen.

    Auch wenn der Hund bspw krank wird, kann einem das sehr zu setzen. Oder wenn etwas im Training nicht so funktioniert wie man es gern hätte.

    Es sind eben die selben Hürden die jeder andere Hundehalter auch hat, mit dem Unterschied eben dass es auf einen psychisch kranken Menschen nochmal andere Auswirkungen hat, und man nie weiß wie die genau aussehen, wenn man es nicht schon weiß. Grade wenn man noch nie einen Hund hatte, kann man sich total verschätzen.

    Evtl ist es hilfreich zu schauen auf welchem Stand man psychologisch grade ist, welche Strategien man hat um in schlimmeren Phasen noch halbwegs kllar zu kommen, und erstmal Zeit mit Tieren zu verbringen um zu schauen welche Wirkung es hat.

    Man könnte bspw im Tierheim erstmal ehrenamtlich Gassi gehen, oder einen Hund im Bekannten-/Freundeskreis oä sitten. Und dann im Hinterkopf behalten dass man das mit einem eigenen Hund eben nicht nur hat wenn man grade Lust drauf hat, sondern immer.


    Und ganz wichtig ist es finde ich, dass man einen Hund wählt der nicht zu sensibel ist, denn der leidet wie angesprochen mit dem Besitzer mit.

    Während ein diesbezüglich robusterer oder eigenständigerer Hund da noch eine gesündere Distanz behält.

    Was Stimmungsschwankungen und Co betrifft :

    Es gibt Medikamente die das eindämpfen/stabilisieren können. Allerdings muss man erstmal schauen ob das für einen selbst eine Option ist, und etwas finden dass einem auch hilft. Da muss auch jeder individuell schauen, weil Medikament xy bei Patient 1 wirken kann, bei Patient 2 hingegen garnicht und bei Patient 3 es sogar verschlimmern kann. Dafür ist jedoch natürlich der Psychiater zuständig, und kein Hundeforum.


    Ich habe selber immer wieder Depressionen und noch ne andere psychische Erkrankung ( die ich jedoch aufgrund des Bildes das diese Krankheit in der Öffentlichkeit hat, nicht nennen werde).

    Mir helfen Hunde.

    Mir geben Hunde Stabilität.

    Mir hilft es, Verantwortung zu übernehmen.

    Allerdings kenne ich auch das Leben ohne Hund kaum, bin medikamentös eingestellt und sehe die Hunde nicht als Therapeuten.

    Bei Einzug, hab ich sicher gestellt dass ich stabil bin, und ich achte drauf dass ich das auch bleibe. Ich hab regelmäßig Termine beim Psycho-Arzt und im Zweifel könnte jemand einspringen.

    Aber nur weil es mir hilft, empfehle ich das nicht weiter. Ich kenne bspw auch Menschen die Depressionen oder andere Probleme haben, und die Tiere dafür zurück stecken müssen, oder auf kurz oder lang woanders leben ( bspw bei den Eltern).

    Gibt es hier eigentlich auch Fotos? :D

    Bisschen durch den Thread gucken, hier gibt's einige Fotos :)

    Anbei erstmal eins von meinen Beiden

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    Der Größenunterschied wirkt ja nach Bild garnicht mal so groß, obwohl der Zwerg 11 cm kleiner ist und knapp die Hälfte wiegt.

    Na vielleicht findet ihr auch noch Interesse am Mittelschlag? :D

    Häufig isses ja so, wenn man sich mit einem Schnauzer Schlag anfreunden kann, dann findet man auf kurz oder lang mindestens eine andere Varietät oder sogar beide anderen auch gut.

    Aber im Alltag als Begleiter sind die Zwerge schon die unkompliziertesten.

    Die beiden größeren sind schon ziemlich bollerig, der Riese Gebrauchshund und den Mitteln merkt man es an dass die der Ursprung der beiden anderen Größen sind.

    Aber in vielen Dingen haben alle gemein dass es Schnauzer sind.

    Temperamentvoll aber trotzdem irgendwo ruhig

    Sensibel aber Backstein

    Verkopft aber Menschenbezogen

    Eigene Familie ist alles

    Arbeitsfreudig

    Alles Fremde ist nebensächlich und je nach Schlag/Individuum ganz nett über egal bis ganz doof

    Clownig aber trotzdem ernst

    Robust, aber auch sensibel

    Hunde der Gegensätzlichkeit bei deren man beim Lesen denkt dass das doch keinen Sinn macht, was aber alles wirklich harmonisch zusammen passt, wenn man sie kennen lernt.

    Weil ich es nur so kenne dass geklebt wird, bzw auch wenn man den Hund nur als stink normalen Familie Hund kauft vom Züchter gern mal das Angebot kommt einfach nochmal zum kleben vorbei zu kommen wenn die Ohren nicht wollen wie sie sollen.

    Schockierend finde ich den Abgabegrund für jemanden der züchtet auch nicht. Und ich finds auch nicht schlimm wenn man nicht kleben möchte. Ist mir nur neu ^^

    Immer erstmal antasten.

    Sprich zuerst 8 mm. Wenn das zu lang erscheint, 6 mm. Wenn man dann Eindruck hat es könnte noch kürzer, könnte man 5 mm testen.

    Allerdings - weil du glaub nen Pudel hast, oder? Geht man bei Lockigen Hunden eigentlich nicht kürzer als 6 mm.

    Für manche Hunde mit Locken liegt die Grenze eher bei 8 mm.

    Tendenziell kann man bei dunkel und glatthaarig eher kürzer gehen, als bei hell/gescheckt und Locken.

    Muss man einfach individuell so n bisschen ausprobieren, aber ich würde wohl so 5-6 mm mit dem Strich als absolute Grenze ziehen.

    Unser Bub ist in vielen Punkten wie von meinen Vorschreibern beschrieben :

    Sehr wachsam und recht territorial, meint es genauso ernst wie die Größeren auch, wird dabei aber leider von den meisten Menschen nicht ernst genommen oder sogar belächelt ( manche sind sogar so blöd und provozieren absichtlich, weil es ja so lustig ist dass die Kleinen immer "so viel Ego haben" :muede:).

    Mit Fremden kann er grundsätzlich nichts anfangen - egal ob es Menschen oder Hunde sind. Er ist dabei nicht so abweisend wie meine Mittelhündin, aber er hat einfach kein Interesse dran und kann es auch gaarnicht leiden wenn jemand das nicht respektiert.

    Insgesamt ist er ein super angenehmer Hund. Wachsam, aber er kläfft nicht sondern meldet genauso wie meine Hündin auch ( nur die Stimme... Die ist nicht so angenehm im Ohr :hust:).

    Er hat Nerven wie Drahtseile, neben ihm könnte die Welt untergehen ( Silvester bspw), ohne dass es ihn juckt.

    Er lässt sich für jeden scheiß begeistern, hat allerdings Probleme sich zu konzentrieren, ist mit seiner Euphorie schnell drüber und lässt sich leicht ablenken. Er ist nicht dumm, versteht bspw schnell diverse Lern-Ketten und Muster, ist wie meine Hündin auch durch und durch Analytiker, aber verglichen mit ihr doch eher langsam im Kopf. Man muss bei ihm nicht so genau sein, nicht so engmaschig führen wie bei meiner Hündin, weil er in vielen Punkten einfacher gestrickt ist. Ich sag häufig dass er gern mal bisschen Pech beim Denken hat. Allerdings - Er ist halt auch grad mal ein 1-Jähriger und unkastrierter Rüde.

    Jagdtrieb konnte ich bisher kaum feststellen. Er reagiert definitiv auf Bewegungsreize, aber von richtigem Jagdtrieb ist das bisher ein gutes Stück entfernt.

    Er ist eigensinniger als meine Hündin und lässt sich weniger gefallen als sie.

    Sie ist auch der einzige Hund auf der Welt der ihn interessiert, von den anderen Hunden interessiert ihn echt nur das Pipi.

    Hang zum Pöbelnde gibt's bei beiden Schnauzern - gern aus dem Territorialverhalten oder der Provokation bzw nicht einhalten der persönlichen Individualdistanz heraus. Aber, es lässt sich gut managen.

    Das Zwergi ist super verfressen! Futter ist seine große Liebe! Dicht gefolgt von Stöckchen. Und bei beiden Hunden sind die eigenen Menschen und der zur Familie dazugehörige Hund alles.


    Zwergschnauzer und DSH dürfte gut passen.

    Riesenschnauzer und Zwergschnauzer ist ne häufige Kombination. Es gibt einige Riesenschnauzer Züchter die auch Zwerge züchten. In der Regel sind es einfach verhältnismäßig robuste Hunde die sich im Zweifel auch sehr gut durchsetzen können.

    Zumal es bei den Rüden auch häufig vor kommt dass die über den Standard geraten.

    Meiner ist bspw 2 cm drüber und wiegt knapp über 10 kg.

    Das ist eine Frage die man mMn nicht mit ja oder nein beantworten kann.

    Es spielt da einfach viel Individuelles mit rein. Wie ist man selbst gestrickt? Wie stark ist die Krankheit? Gibt es Menschen die im Zweifel für den Hund einspringen können?

    Es gibt auf der einen Seite Menschen denen ein Hund da sehr gut hilft und die prima in der Lage sind für ihren Hund zuverlässig zu sorgen, obwohl sie psychisch krank sind. Solchen Menschen tut es gut dass der Hund als Sozialpartner da ist, Struktur bringt, man Verantwortung übernimmt und schlussendlich kann man mit einem Hund lernen, sich wieder über Kleinigkeiten zu freuen.

    Auf der anderen Seite gibt es auch Menschen, die das emotional nicht können. Denen die Verantwortung zu viel ist, die zu doll in ihrer Krankheit drin stecken, bei denen evtl das Netzwerk fehlt falls man bspw in stationäre Therapie muss oder grad keine Kraft haben sollte sich zuverlässig um den Hund zu kümmern.

    Ein großes Thema ist auch, dass Hunde in aller Regel ein sehr gutes Gespür für ihre Menschen haben, und es Hunde gibt, die das weg stecken können, und Hunde die dann mit ihren Menschen mit leiden, weil sie zu sensibel dafür sind.

    Ein Hund braucht Zuverlässigkeit, erfordert Verantwortung, macht Kosten und verursacht Arbeit.

    Man kann daran wachsen, oder dran zu Grunde gehen. Je nachdem wie man eben gestrickt ist.