Ich find gerade den Beitrag nicht den ich zitieren wollte, aber egal 
Ich hatte damals ja zumindest Stellenweise Gemeinsamkeiten :
Es sollte unbedingt ein wachsamer Hund werden der eine bestimmte Größe hat. 60-70 cm SH fand/find ich nach wie vor ne echt gute Größe Hund, und Wachen gehört für mich zu nem Hund dazu. Außerdem dachte ich mir : Wenn ich alleine lebe, dazu vor allem städtisch, sollte es ein Hund sein den man im Zweifel auch ernst nimmt.
Ich kann den Wunsch nach nem großen, wachsamen Hund also verstehen.
Ebenso kann ich irgendwie ( auch wenn es dumm ist) nachvollziehen wenn man sich das Leben unnötig schwerer machen will, wenn ich mit Hunden liebäugle sind das tendenziell einfach keine rundum verträglichen, will to please behaftete und everybody's darling Hunde. Spricht mich warum auch immer einfach nicht an.
Lange Zeit wollt ich bspw am liebsten nen Dobermann haben, bin dann aber aus verschiedenen Gründen von abgerückt, das wird hier niemals einziehen..
Schnell kam ich auf Schnauzer, und, auch wenn mir der Mittel da immer wieder in den Kopf kam, dachte ich ne Zeit lang : Wenn ein Schnauzer, dann nur ein Riese.
Ich kam dann, weil handlicher und trotzdem gewünschte Größe bei passendem Wesen noch auf den Airedale, und hatte ne Zeit lang im Kopf : Wird entweder Airedale oder Riese.
Schlussendlich hab ich mich dann doch aus Vernunftsgründen für was Kleineres entschieden und es wurde ein Mittel. Im Alter des TE - als meine Hündin einzog war ich 20.
Nunja, nüchtern betrachtet wäre ein Pudel bspw definitiv die vernünftigere Idee gewesen. Ich kann meinen Hund nicht jedem in die Hand drücken ( gehen nur ganz wenige Personen die sie sehr gut kennt und mag, und denen ich trauen kann), Hundepension im Zweifel auch eher nicht drin ( weil nicht nett mit jedem Hund und schon gar nicht mit Fremden Menschen). Ne Zeit lang fanden Fremde Menschen das auch nicht cool, weil ich musste ihr erstmal beibringen dass man akzeptieren muss dass die da eben auch leben und sich manchmal einfach blöd verhalten.
Das is definitiv komplizierter als so ein nettes, verträgliches Dingelchen ohne sonderlich Wachambitionen.
Aber - Ich wollte das so, und ich komm damit zurecht.
Ich schätze es durchaus dass sie wacht und kann mir einen Hund ohne Wachtrieb eigentlich gar nicht so recht vorstellen. Wenn irgendwas komisch ist, kann ich mich drauf verlassen dass ich es mitbekomme. Ich kann mich drauf verlassen dass niemand so dumm sein wird in meine Wohnung einzusteigen, und darauf dass das Tier im Zweifel abschreckt obwohl die Größe durchaus handlich ist.
Ebenso kann ich mich aber auch drauf verlassen dass sie Besuch von fremden Menschen prinzipiell kacke findet, dass fremde Hunde vor der Haustür kacke sind, dass sie im Zweifel auf jede fremde Person nicht gut zu sprechen ist. Es gibt Situationen in denen ich mit nem Bemaulkorbten Hund rum laufe, und nur weil sie wachsam ist, bedeutet das noch lange nicht dass sie mich auch schützen darf. Das ist die Kehrseite davon, und eigentlich - wenn man ehrlich ist - braucht man das so heute nicht mehr.
Vorteile davon mich für nen kleineren Hund entschieden zu haben :
Ich finde mit der Größe noch ne Wohnung, die meisten Menschen stehen der Größe relativ neutral ggü ( man wird aber schon deutlich kritischer beäugt als bei nem Kleinhund). Sprich man nimmt diese Größe wahr und ernst, ohne dass sie bei den meisten Menschen Angst erzeugt.
Wenn ich sie in irgendein Auto mitnehmen muss, ist die PKW-Größe relativ egal, das Tier passt im Zweifel auch noch in nen Kleinwagen. Und in den ÖVK passt die auch noch rein ( vorausgesetzt es ist nicht rappelvoll).
Rückblickend betrachtet hätte ich eigentlich nur eine Sache besser machen können :
Mehr auf die Zucht achten, viel Wert auf Nettigkeit legen.
Allerdings ist das bei mir halt wieder ne andere Situation. Ich war kein "blutiger Anfänger". Ich hab vorher bereits nen Hund erzogen, war mit verschiedenen Hunden spazieren, kannte bereits einige Rassen live und in Farbe, vom Alltag, von Bekannten, im Tierheim, und von der Arbeit.
Ich kann vollkommen verstehen dass man da bspw nicht unbedingt Interesse am Labrador hat. Es ist nur die Frage warum man diese Rasse ausschließt :
Schließt man Labbis aus weil man sie einfach als "Hat jeder is ja langweilig" erachtet?
Oder schließt man die aus weil man festgestellt hat dass einem die Rasse gänzlich nicht zusagt/der Retriever Typ einem einfach nicht liegt?
Isses ersteres kann es nicht schaden sich die Rasse nochmal näher anzuschauen. Ist es Zweiteres, ja, dann braucht man auch keinen Labbi.
Einen wachtriebigen Hund allerdings, insbesondere wenn der größer ist, würde ich mir als Anfänger wirklich nur dann holen wenn ich das wirklich wirklich will, das in der Praxis vor Augen habe, weiß worauf ich mich da wirklich einlasse und viel Wert auf nen passenden, netteren Hund lege. Und auch nur dann wenn ich für die Fremdbetreuung ein Netzwerk an nahe stehenden Menschen hab denen ich so einen Hund auch mal in die Hand drücken kann, denn einfach nem fremden Menschen oder in in ne HuTa geben is da nicht.