Alles anzeigenAlles anzeigenIch habe Schnauzer, keine Schäferhunde. Zumindest die Größeren gelten mehr ( Riese) oder weniger ( in manchen Kreisen auch der Mittel obwohl das so nicht korrekt ist) als Gebrauchshunde.
Damals angedachte Aufgabengebiete uA :
Das Vieh treiben ( eher die Größeren)
Kleinnager killen ( eher die kleineren)
Haus, Hof, Kutsche, Hab und Gut ect kompromisslos bewachen
Einsatz in den Weltkriegen, bei der Polizei uÄ ( zumindest die Riesen)
Hunde die sowas vernünftig machen können sollten, die dürfen nicht einknicken weil mal was weh tun könnte.
,, Aua die Ratte hat mir in die Nase gebissen/das Rind hat mich gekickt/der Einbrecher hat mich geschlagen/der Straftäter versucht mich abzuwehren das tut ja weh, scheiß Arbeitsbedingungen mach den Dreck selber! " - Kannste bei den Tätigkeiten nicht gebrauchen.
Meine Rasse ist recht hart im Nehmen, ziemlich körperlich und zumindest die beiden Größeren Schläge haben das Schmerzempfinden von nem Backstein.
Die zerren sich gegenseitig an den Bärte weil sie es lustig finden. Die rempeln sich ohne zu zucken auch mal gegenseitig an, und es gab so viele Situationen bei denen man eigentlich denken würde,, das MUSS doch scheiße weh tun! ", und was is? Es juckt absolut 0,0.
Denkst du echt so nen Hund bockt ein Rempler weil der mal Mist gebaut hat?
Die Reaktion darauf ist eher ein,, Hmm, OK, lass ich vielleicht mal." als,, AUA Frauchen das hat WEH getan!! "
Nein, natürlich sollte man das nicht so machen dass der Hund fliegen lernt, es ist deutlich und unangenehm, aber nicht schmerzhaft. Bei nem Hund der zärter beseitet ist, bei dem es bspw reicht wenn man etwas deutlicher spricht, da macht man sowas natürlich nicht. Man passt das immer individuell an Hund und Situation an.
Aber wenn man sich jetzt Hunde anguckt die sich gegen wehrhafte Menschen oder wehrhaftes Wild behaupten können müssen/bei denen es genetisch noch drin steckt das zu können, da siehts einfach bissl anders aus.
Bei dem Beispiel mit Besuch und der Decke. Du hast nen Hund der würde den Besuch gern anbellen, schickst ihn auf die Decke, alles tutti. Die Wahl steht zwischen - Ich geh rum motzen oder ich bin brav und krieg Kekse. Das sind die Optionen im Kopf deines Hundes.
Bei meiner Hündin bspw, ist "geh auf deine Decke da gibt's Keksies" vollkommen schnuppe, weil die will dann nicht nur bissl motzen, die will dann dass ein ganz ganz großer Störfaktor ( = der Besuch) schleunigst die Hütte verlässt, nichts, und wirklich gar nichts Anderes. Brav auf der Decke liegen und Kekse ernten ist dann ne ganze Spur unwichtiger als den Eindringling raus zu werfen. Und da kannst halt nix anderes tun als dem Hund zu verklickern dass das einfach nicht drin ist.
Danke für deine Ausführung. Ich habe auch zwei Riesen und kann bestätigen was du schreibst. Das heißt nicht dass man die auch mal hin und wieder Alternativen aufzeigen kann. Mache ich gerade bei den Jungen. Sie sollen schon lernen was ich von ihnen will. Aber da gibt's einfach so nen Punkt, da wollen die immer ihre Grenzen testen.
Und da meine Frau auch immer mal wieder Hunde aus dem Tierschutz hat, meistens Mischlinge kann ich ganz klar sagen, es gibt deutliche Unterschiede in der Ausbildung der einzelnen Hunde.
Jap
Ich kenn es aus der Schnauzer Ecke dass viele da einfach nach dem Prinzip trainieren : Wenn der Hund was tut was er nicht soll, gibt's nen deutlichen Abbruch ( oder Anschiss) und gut.
Find ich bei dem Typ Hund nicht unbedingt richtig. Gibt Schnauzer bei denen funktioniert das ( bspw bei meinem Zwerg), und es gibt Schnauzer denen man erstmal zeigen muss wie sie sich eigentlich richtig verhalten sollen, bevor ein Abbruch wirkt ( meine Hündin ist so, die is allerdings auch deutlich unsicherer, insgesamt ne Spur knackiger und schneller in der Birne als mein Rüde).
Ich hab's anfangs bspw versucht das Leinen Pöbeln einfach abzubrechen, hat bei ihr nicht funktioniert, bzw nur mehr Stress ausgelöst. Also erstmal viel über Lob und Distanz gearbeitet dass es sich lohnt und gewollt ist, ruhig zu bleiben und sich im Zweifel an mir zu orientieren. Seitdem sie das weiß, kann ich auch einfach mitteilen dass Madame jetzt die Backen halten und weiter gehen soll.
Bei dem Bub brauch ich das nicht, da reicht es ihm nen Raum ( angewandte Seite neben mir) zuzuweisen und nen etablierten Abbruch zu nutzen. Klar wird da auch gelobt wenn er sich gut verhält, aber rein mit Lob funktioniert es bei beiden einfach nicht.
Prinzipiell hat finde ich ein Hund das Recht zu lernen was er richtig macht, ebenso wie was er falsch macht. Manche Hundetypen müssen das konsequenter lernen als Andere. Allein schon weil anders drauf und das sonst für die Umwelt/Mitmenschen/andere Tiere nicht cool is.