Meine Gedanken beim Schauen des aktuellsten Videos waren übrigens :
Es ist warm, und sie kann schlicht nicht so wie sie gerne möchte. Da würde ich jetzt auch keinen vor Freude strahlenden Hund erwarten.
Es macht hier auch keiner vor, dass der Hund nicht immernoch stark eingeschränkt ist, und das noch weit weg ist von normal.
Aber - und das ist der springende Punkt, es tut sich was.
Und ich würde da wirklich nochmal raten sich näher mit dem Thema Rollstuhl auseinander zu setzen.
Ein Großteil der Rollihunde die ich kennen gelernt hab, waren im Besten Alter oder schon Senioren.
Ich kannte auch Hunde, die wurden wegen Lähmung eingeschläfert.
ZB ein 4 Jähriger Dackel Rüde - Ein ehemals operierter Bandscheibenvorfall, dann bekam er noch einen, der inoperabel war, und im Hals saß schon der 3...
Die Besitzerin sagte mir, dass es selbst wenn der 3. in der Hals Wirbelsäule nicht gewesen wäre, ein Rollstuhl keine Option gewesen wäre. Weil dieser Hund seinen Namen "Rakete" nicht umsonst trug. Weil er so gern flitzt, rannte und durch die Gegend sprang, dass er im Rolli nicht glücklich geworden wäre.
Ein anderer Hund war der Vorgänger unserer Westie Seniorin. Ein DSH Mix Rüde, der mit 14 Jahren nicht mehr aufstehen konnte. Unabhängig vom Alter und dass wir damals noch nix von Rollis für Hunde wussten, hat er ganz klar gezeigt dass er nicht mehr will. Er hat Futter und Wasser verweigert, aber so leicht macht es einem. Natürlich auch nicht jeder Hund...
Zum "will wegen des Besitzers weiter leben" : Kleinpudelrüde, auch schon älter, Allergiker und Cushing Patient. Es sah sehr schlecht aus, und der Termin für den letzten Weg stand schon fest, als er am angedachten Tag wieder anfing zu Fressen und es ihm wieder besser ging. Wie viel Zeit er noch hatte, weiß ich nicht, aber er machte auf mich keinen gequälten Eindruck.
Was ich noch einwerfen mag : Habt ihr einen Hundebuggy? Auch das kann ihr ein bisschen mehr Freiheit schenken. Wieder Gassi, auch wenn ohne Gehen.
Ansonsten : Ich kann das Ganze nicht beurteilen, nur das was ich sehe und lese. Und ich verstehe nach wie vor jeden, der sagt,, Das würde ich meinem Hund ersparen. ".
Ich bezweifle zB selber ob ich diesen Weg mit einem meiner Hunde gehen würde.
Ich finde, das ist etwas, das man individuell beantworten muss. Sicherlich gibt es Hunde, für die das keine Option ist.
Für Rana ist es das vielleicht. Die Frage ist nur, wie viel Besserung noch fehlt, bis sie wieder ein glückliches Hundeleben leben kann, bzw ob das überhaupt möglich ist? Das kann niemand beantworten.
Aber aktuell stehen die Chancen gut, dass sich noch deutlich mehr bessern kann.