Hier wars so dass ich mir das mit dem Welpen anstrengender vorgestellt habe.
Am Ende bekam ich einen Welpen der nix teures kaputt gemacht hat ( nur Schnürsenkel und Träger von Taschen und Rucksäcken), über Nacht eine Blase aus Stahl hatte, und beim Allein bleib Training wenns zu viel war nur leise gewinselt hat.
Bei Hund 1 war s so, dass sie als Welpe nur auf ihrem Spielzeug und auf ihrem Körbchen rum gekaut hat und relativ schnell stubenrein wurde.
Aber in Beiden Fällen, war die Pubertät dann lustig.
Hund 1 fing dann an regelmäßig abzuhauen und konnte nicht mehr alleine bleiben ohne Stromkabel zu schreddern ( angeschlossen! Scheiß auf den Stromschlag, quasi ^-^).
Hund 2 fand Alles Mögliche mega gruselig und fand, dass fremde Menschen jeglicher Art keine Berechtigung haben sie auch nur eine Millisekunden anzuschauen ( oder komisch zu atmen, oder im Dunkeln zu laufen, oder eine Uniform zu tragen, oder seltsam zu gehen, oder, oder, oder...).
Mit Geschlechtsreife entdeckte man dann noch, dass Hund auch echt doof sein können.
Und mit extremer/missratenen Hormonproblemen ( kurz ausgedrückt), konnte sie auch plötzlich nicht mehr alleine bleiben ( danach gings wieder, aber das bedarf zusätzliche Arbeit).
Hund 1 wurde erst erzogen als sie ihre Lebensmitte erreicht hat. Aus nem hysterischen Kläffer der 0,0 Hörte, wurde ein Hund der sich meist vorbildlich benahm, fast überall ableinbar war, und "gehört hat".
Also ja, man kann auch einen 6 oder 7 Jahre alten Hund ( oder älter) definitiv noch erziehen. Sehr gut sogar.
War es schwerer als bei Hund 2? Ja!
Das liegt allerdings meines Erachtens nach eher daran dass die beiden zwei Grund verschiedene Hunde sind, und nicht zwingend am Alter.
Das Schnauz hat allgemein wesentlich mehr Interesse an Zusammenarbeit, denkt mehr mit, und lässt sich auch sehr gut motivieren.
Die Kurze dagegen, kam auch mal alleine klar, ist sehr stabil im Vertreten ihrer eigenen Ansichten ( man könnte es auch stur nennen *hust*) und ist grundsätzlich mit fast garnix motivierbar.
Spielzeug? Hol selber!
Streicheln? Fass mich nicht an!
Verbales Lob? Gratulation, Sie können sprechen!
Leckerli? Machbar, aber da muss man auch erstmal etwas finden, was die Allergikerin vertragen hat, und selbst das, hat am Anfang fast zero Motivation gebracht.
Das Schnauz braucht man da nicht bitten, die liest mir verglichen mit Omi schon fast die Wünsche von den Lippen ab.
Was aber auf jeden Fall nen deutlichen Unterschied macht sind Vorerfahrungen und bereits erlerntes.
Und natürlich was für Probleme es sind.
Ein Hund der Jahrelang nicht alleine bleiben konnte, dem bringst du das vielleicht nie richtig bei.
Ein Hund der Ängste hat? Daran wird man möglicherweise das ganze Hundeleben lang zu knabbern haben.
Aber man kann in beiden Fällen dafür sorgen dass es machbarer wird.
Ist ein Hund nicht leinenführig? Kein Thema, lässt sich fast jedem Hund beibringen. Aber das ist auch natürlich dann einfacher, wenn man keinen Hund vor sich stehen hat, der schon Jahrelang gelernt hat,, Ich muss nur stark genug ziehen, dann komm ich schneller an mein Ziel! "
Ein Vorteil bei Erwachsenen Hunden ist, dass ihr sowohl Welpenzeit als auch Pubertät ( die je nach Hund bis zum 3. Lebensjahr andauern kann - in erster Linie Rassen- und Geschlechts abhängig) hinter einem Liegen.
Welpen müssen einerseits alles lernen, andererseits vor allem erstmal in Ruhe Welpe sein. Mit denen kann man kein Sport machen, man kann sie noch nicht mehrere Stunden alleine lassen, und ist die erste Zeit vermutlich Wochenlang Schlaflos weil das Knirbsi noch nicht einhalten kann und alle 2-3 Stunden raus muss.
Wenn die Pubertät kommt, ist das Hirn erstmal im Umbaumodus. Stell dir das vor wie ne Baustelle - kannst zwischenzeitlich nicht betreten, macht Arbeit, dauert ne Zeit lang, und die Angestellten ( in dem Fall der Hund und höchst wahrscheinlich die dazu gehörigen Menschen) sind gestresst, oder hören dir zumindest nicht zu, weil sie beschäftigt sind.
Und weil das alte Fundament erstmal abgerissen und anschließend neu gebaut wird, wirkt es vielleicht als wäre alles bisher erarbeitete einfach so gelöscht worden.
Sämtliche Nachrichten landen im Spamordner, und das Tier strotzt nur so vor lauter Hormonen.
Was ich beim Tierheim allerdings noch anmerken mag : Einige Tierheim vergeben grundsätzlich nicht an Menschen mit ( kleinen) Kindern.
Es kann also sein, dass ihr es schwer haben dürftet im Tierschutz an einen Hund zu kommen.