Meiner Meinung nach ist das kein Grund den Haustier Arzt zu wechseln.
Du musst es einfach so sehen : Euer Haustier Arzt ist das, wie für uns Menschen der Hausarzt.
Die KÖNNEN nicht das Wissen eines Spezialisten haben.
Mit nem kaputten Knie gehst zu zum Orthopäden, mit einem schmerzenden Auge zum Augenarzt, mit Allergien zum Allergologen,...
Als Mensch, würde man auch niemals auf die Idee kommen, dass der Hausarzt einem großartig helfen kann, wenn man den Verdacht auf Krebs hat. Er wird dich höchstens in dem Verdacht bestätigen oder Vermutungen aufstellen, dich für die weitere Diagnose allerdings in die Onkologie weiter leiten.
Beim Tierarzt dagegen ( auch bei den ein oder anderen Hausärzten) hat man jedoch oft das Problem, dass sie nicht erkennen wo sie mit ihren Latein am Ende sind, oder wann sie besser an jemand erfahreneren weiter leiten.
Es wäre besser gewesen, hätte euer Tierarzt euch weiter geleitet ( uns hat man bspw auch nicht zum Dermatologen geschickt als der Hund Hotspots, schwarze Haut, und Ekzeme bekam, sondern lieber Kortison gespritzt), aber seh es so : Er hat zumindest erkannt, dass ER da nicht weiter dran rum Doktoren kann und darf.
Und DAS ist VIEL Wert!
Nur weil er also nicht so viel Ahnung über Tumore hat, wie ein Facharzt, bedeutet das nicht dass er als Haustier Arzt nicht taugt und keine Ahnung hätte. :)
Aber das is was, das muss man sich als Tierhalter leider selber aneignen : Gesundes Misstrauen, das einem sagt, wann man besser woanders hin geht. Bzw genauer, dass es schlicht Dinge gibt bei denen ein Haustierarzt überfragt ist.