Beiträge von Terri-Lis-07

    Ich hab gestern einen Riesenschnauzer gesehen.

    Ich war da grad mit Lilo auf nem Parkplatz und sie war abgelenkt mit nem Spieli.

    Das Frauchen vom RS hat gelächelt als sie Lilo gesehen hab.

    Erlebe Ich so nur bei anderen Schnauzerhaltern - man grinst sich einfach gegenseitig zu oder grüßt sich, und dann geht einfach jeder wieder seiner Wege. Ohne aufdringliches Hallo sagen oder Ähnliches.

    Zum Vergleich : War ich früher mit Susi unterwegs und habe andere Westies getroffen, gab das immer ein zusammen Treffen, Stückchen zusammen Gassi gehen und sich über die Rasse unterhalten.

    Ist irgendwie immer was Besonderes. Man freut sich einfach drüber, dass jemand Anderes die selbe Begeisterung für die Rasse teilt. Und man weiß einfach um die Eigenheiten, und geht damit entsprechend um.

    Der RS war zB eine Hündin, und als Lilo gerochen hat dass sie vorbei lief, war sie auch direkt wieder im Zickenkriegmodus :face_with_rolling_eyes:

    Schade eigentlich, aber ich bin immer froh drum, dass man sowas dann garnicht erst diskutieren muss. ^^

    Interessant ist es, wenn man die Möglichkeit hat Gruppen zu beobachten, bei denen sowas laufen gelassen wird. Also bspw im Tierheim oder in einigen HuTas.

    Man merkt die Spannung, und dass da dicke Luft ist.

    Was ich bspw beobachtet hab, ist dass sich die Rüden irgendwann einfach gegenseitig berammelt haben ( teils 3 Hunde :skeptisch: that was strange, ich will garnicht wissen was Leute glauben, die das ganze für ne sexuelle Geschichte halten würden :headbash:).

    Also die haben sich entweder solange gegenseitig angegockelt bis sie sich verhauen haben, oder aufeinander aufgeritten bis irgendeiner die Schnauze voll hatte ( und es dann gekracht hat).

    Beeindruckend, ist dass bei all diesen Rüdenkloppereien nie mehr passiert is als n Kratzer, es aber immer viel schlimmer aussah als es ist.

    Allerdings, war es mir persönlich too much. Die haben sich da echt rein gesteigert und sind sich wirklich ausgiebig auf den Geist gegangen. Meist immer die selben Kandidaten ( vor allem Bulldoggen können da echt Ausdauer haben), und meist waren es junge Rüden die quasi erst entdeckt haben, dass sie Rüden sind.

    Eingreifen war verboten, damit sich keiner verletzt, bzw wird nur dann eingegriffen wenn tatsächlich irgendwie Gefahr besteht. Ich empfand das als unnötigen Stress, und mir haben manche Hunde Leid getan, dass sie immer und immer wieder provoziert und angegockelt werden, und wie dreist das Ganze werden kann ( wie gesagt - "Rüdenorgie").

    Hündinnen allerdings... Die haben das Ganze in der Regel nicht nötig. Da wird, wenn, nicht lang gefackelt und es gibt Zickenkrieg ( und wenns einmal gekracht hat, is oft auch over, die hätten sich danach an Liebsten gegenseitig in der Luft zerfetzt :pfeif:).

    Und dann - da frage ich mich ob diese Hunde einfach sehr deutlich/nachdrücklich imponieren - gibt es noch die Hunde, die einfach Präsenz und diese "gewisse Ausstrahlung" haben.

    Die haben die ganze Aufregung nicht nötig, da reicht ein Blick und die Sache is gegessen. Wenns stunk ist, wird mal kurz souverän eingegriffen, und die Streithähne reißen sich wieder zusammen.

    Diese Art Hund, die es sowohl in Hündinnen, als auch Rüdengestalt gibt, und halt einfach die Präsenz eines alt eingesessenen Kommissares haben.


    Lilo is ja eine recht rüdige Hündin. Ich überlege immer wieder ob sie Verhalten in dieser Richtung auch zeigt. Ich schätze aber, dass sie dafür zu unsicher ist.

    Wenn, dann aus territorialen Gründen.

    Sobald ich das Haus verlasse, Rute überm Rücken, Kopf hoch, Brust raus, große Schritte. Je weiter wir von unserer Wohnung weg gehen, umso entspannter wird sie. Dann hängt die Rute entspannt unten, die Beine greifen weniger, der ganze Hund wird lockerer.

    Kommen wir wieder zurück, baut sie sich langsam wieder auf.

    Allerdings kippt sie da im Zweifel eher ins Drohverhalten, als ins Imponieren wie man es sich sonst vorstellt.

    Es ist quasi ein,, Soo Leute, dass es auch jeder kapiert : DAS hier, is meine Hood! ".

    Und währenddessen wird halt abgescannt, markiert, im Zweifel lieber einmal zu oft angeschlagen.

    Ich geh mal rein darauf ein ( es lacht mich so an, weil *fett markiert*)

    Es ist kein Hund, der jeden gleich ins Herz schließt, aber auch nicht der Typ Hund, der aggressiv reagiert.

    Ignoranz ist hier im Zweifel die Devise, wenn Sympathie nicht vorhanden ist.

    Riesenschnauzermix.

    Ich hab hier ja die Nummer kleiner sitzen, quasi den Ur-Schnauzer. Wenn sich etwas durch alle Schnauzer zieht, dann dass sie tendenziell mit Fremden Menschen nicht so viel anfangen können, und oft auch mit anderen Hunden nicht ganz einfach sind ( oder sich zumindest provozieren lassen wenn jemand auf dicke Hose macht).

    Es ist also nicht untypisch, dass sie fremden Menschen tendenziell eher mit Ignoranz begegnen, manche Exemplare, sind sogar eher misstrauisch ggü Fremden, weil sie im Kern allesamt sehr wachsam sind, und durchaus Schützen können wenn es drauf ankommt ( aus ihrer Sicht natürlich).

    Nun ist deine Hündin eher der Typ "Fremden ggü reserviert" und Artgenossentechnisch, hat sie ein Problem mit bestimmten Kandidaten.

    Deine Hündin hatte eine Pyo, wurde deshalb kastriert, man hat also nicht abwarten können bis der Zyklus passt ( also sowohl Läufigkeiten als auch Scheinträchtigkeiten + ggf Scheinmutterschaft vorbei sind).

    Kastration = Eingriff in den Hormonhaushalt.

    Soviel erstmal zum Verständnis ^^

    Nun ist es so, dass ich ebenfalls eine Hündin habe, die aufgrund einer Gebärmutterentzündung kastriert werden musste. Und ich habe ebenfalls einen Hund, der von jetzt auf gleich Aggro wurde.

    Meine Hündin reagierte von jetzt auf gleich aggressiv ggü unserer anderen Hündin, und ggü allen Anderen Hunden. Ein Tag im Anschluss an die Läufigkeit.

    Bei ihr gab es verschiedene Gründe die dazu geführt haben könnten :

    1. Hormonchaos ( fast zeitgleich läufig und scheinträchtig)

    2. Scheinträchtigkeit ( als imaginären Welpen hat sie mich ausgesucht)

    3. Gesäugeentzündung ( extreme Milchbildung durch die Scheinträchtigkeit)

    4. Die beginnende Gebärmutterentzündung

    Als die Scheinmutterschaft vorbei war, war sie wieder "die Alte".

    Nun wissen wir nicht, wann genau deine Hündin kastriert wurde, aber es kann theoretisch sein, dass sie jetzt eigentlich scheinträchtig geworden wäre, und der Eingriff ( bzw die Kastra) da was durcheinander geworfen hat. Der Hund ist vielleicht deshalb ( wegen der Hormone, und evtl der Heilungsphase) gereizt, und mag sich alle Möglichen Nerv Faktoren vom Hals halten ( Vergleiche mit meiner Hündin - ein Hund der allgemein recht stinkstiefelig drauf war, und wenn der Abstand zu klein wurde, explodiert ist).

    Du schreibst, dass die Scheinträchtigkeit/Mutterschaft unterbrochen wurde. Kann gut sein dass sie jetzt verstärkt nochmal weiter geht, und ihr das selbe Problem habt wie wir hatten.

    Zumindest hab ich da irgendwie ein recht konkretes Bild im Kopf, wie das aussehen könnte ^^


    Meines Wissens nach, kommen Schilddrüsenunterfunkionen beim RS durchaus vor, sind meines Erachtens jedoch nicht Rasse spezifisch.

    Du schriebst, dass ihr die Gelenke habt untersuchen lassen.

    Habt ihr da auch die Pfoten näher angeschaut?

    Bei ( vorrangig) schwarzen Riesen( und Mittel-) Schnauzern ( so wie deren Mischlingen) sollte man die Pfötchen regelmäßig Abtasten und im Zweifel ( wenn da irgendwas auffällig ist, in Form von Zubildungen, Verdickungen, Schmerzen oder bspw Schlecht heilenden Wunden) beim TA röntgen lässt, da diese Rasse leider recht gern bösartigen Krallenkrebs ausbildet.

    Und dann wäre noch die Frage - Wie gut verheilt die OP-Wunde? Sieht da alles gut aus?


    Für mich klingt das insgesamt eher nach Scheinträchtigkeit/Mutterschaft als nach Schmerzen oder Schilddrüse.

    So oder so - Nutzt bitte einen Bisssicheren Maulkorb sobald ihr die Haustür verlasst. Es darf nicht wieder zu einem Beißvorfall kommen, und es ist unklar was genau die Ursache dafür ist, oder ob sich das Verhalten nicht sogar festigen kann.

    Meine Hündin hat bspw nach der Kastration an Territorialverhalten zugelegt. Sollte das bei eurer auch der Fall sein, kann auch das dazu führen, dass sie ein größeres Problem mit fremden Menschen und Hunden hat.

    Ebenso werden manche Hunde nach der Kastration unsicherer.

    Ich würde als Erstes Giardien und Co ausschließen.

    Also 3 Tage Kot sammeln und untersuchen lassen.

    Zum Futter : Ich bin ebenfalls der Ansicht, dass ein Gutes Futter das ist, das gut vertragen und gern gefressen wird.

    Es gibt nie DAS Perfekte Hundefutter, denn das ist so dermaßen individuell verschieden, dass dir nur dein Hund sagen kann, was jetzt das Richtige für ihn ist.

    Beispiel die 70 Prozent Fleischanteil : Manche Hunde vertragen das, für andere Hunde ist das vielleicht zu viel. Es gibt Hunde, die reagieren auf einen zu hohen Fleisch ( oder Innereien) Anteil schnell mit Bauchweh und Breikot.

    Ein Anderes Beispiel : Die Futterart

    Meine Hündin kommt bspw überhaupt nicht mit Nassfutter klar.

    Trockenfutter is auch nicht das non plus ultra, und dauerhaft eher Mäßig ( aber mal als Mahlzeit, als Leckerli oder aus dem Futterbeutel voll okay).

    Softfutter geht hier nur als Leckerli, Kauartikel und Gekochtes ist okay.

    Bei ihr, fahr ich am Besten mit Barf.

    Wenn Trockenfutter, muss bei ihr der Tierische Anteil eher gering sein. 70/30 bspw ist schon grenzwertig. Bis 60 Prozent ist noch okay, 70 geht oft schon garnicht mehr. ( gerecht auf Frisch, bei Trockenmasse ist früher Schluss).

    Wenn ich ein Nassfutter nutze, das sie verträgt, muss es 50/50 sein, höher geht nicht. 50 Prozent muss also pflanzlich sein, in unserem Fall Reis oder Kartoffeln bspw.

    Außerdem geht hier kein Rind, kein Huhn und keine Pute ohne dass sie Bauchweh bekommt. Es darf auch kein Geflügelfett enthalten sein, obwohl dies vermeintlich auch für Hühnchen Allergiker Verträglich sein soll.


    Zu den KH : In einigen Trockenfuttern sind diese schon "vorbehandelt" worden, damit sie der Hund besser verwerten kann.

    Unser anderer Hund dagegen, hat mit hohem Fleischanteil keine Probleme. Auch Nassfutter ist okay.

    Trockenfutter wird mit den Unverträglichkeiten schon schwierig, roh geht nicht, gekocht ist noch okay.

    Dieser Hund ist Futtermittelallergiker, und darf ganz vieles nicht fressen, auch nicht in kleinen Mengen ( Hühnchen, Strauß und Känguru bspw werden vertragen , Süßkartoffeln oder Kürbis bspw sind in Ordnung, aber ist bspw Rind, Lamm, Kartoffel, Reis oder Getreide enthalten, gibts neben Durchfall und Bauchweh noch die Kratzerei).


    Man sieht also - es ist wirklich stark individuell verschieden. Da kann man praktisch keinen Rat geben, außer : Kläre erstmal die gesundheitlichen Faktoren ab, und probiere dann ( wenn es am Futter liegt) ein Welpenfutter aus, das als leicht verdaulich und gut Verträglich gilt ( bspw laut Usern von hier, die gute Erfahrungen berichten können).

    So, ich hab mich jetzt mal durch den ganzen Thread gelesen :gott:

    Ich mag eigentlich nur auf zwei Dinge eingehen, bzw ist hier auf einen Punkt noch garnicht eingegangen worden :

    1. Du meintest, dass du eigentlich gern einen Assistenzhund hättest? Bzw dass du eine Krankheit hast, bei welcher dir der Hund quasi durch Anzeigen von Anfällen helfen soll.

    Du meintest es zwar bezogen auf Auslastung, bzw genauer hinsichtlich jagdlicher Auslastung weil Nasenarbeit, und dass es für dich nur "ein bisschen" wäre.

    Aber die Fragen sind natürlich - Wie wichtig ist dir dieser Punkt? Wäre es ein "nice to have" oder eher ein "must-have"?

    Ich wollte dazu nämlich erwähnen, dass ein Assistenzhund nie nur "ein bisschen" Assistenzhund ist, zumindest nicht was das Anzeigen/Helfen von Anfällen/Schüben anbelangt.

    Ein bisschen Assistenzhund, wäre wenn er für dich ein paar kleine Aufgaben erledigen würde, die du jedoch auch selbst tun kannst.

    Ansonsten ist das wie mit "ein bisschen Schwanger" - es geht nicht. ;)

    Ein MS/Epi/Diabetiker Warner bspw, ist ein Hund mit einem full time Job, so zu sagen. Man übt viel, zusammen mit einem Assistenzhundetrainer ( es sei denn vielleicht, der Hund hat seine Ausbildung schon hinter sich), damit der Hund auch dann zuverlässig arbeitet, wenn er gebraucht wird.

    Er muss aufmerksam sein, und kleinste Veränderungen Richtung Krankheit wahr nehmen. Er muss das von selbst zeigen, und dann bspw ein Medikamententäschchen suchen und bringen. Einige Assistenzler müssen dann noch andere Aufgaben zusätzlich bewältigen - zB beruhigend auf den Menschen einwirken, oder sollte der Körper nicht so mit machen ( kann bspw bei Ms vorkommen dass der Körper dann immer weiter abschwächt), im Alltag helfen ( Ampel drücken, Socken ausziehen, Gegenstände apportieren die fallen gelassen werden, ect).

    Was Anderes wäre es, wenn es sich bspw um Migräne handelt. Dafür braucht man eigentlich keinen Assistenzhund, aber man könnte ihn theoretisch dafür Ausbilden. Wäre allerdings nur in der Hinsicht was Anderes, dass der Background weniger ernst ist. Bei einem Migräne Anfall bekommt man nur höllische Schmerzen, und gerät nicht in Gefahr ( Wie bspw bei einer Unterzuckerung, oder einem Krampfanfall).

    Insofern - sollte dieser Punkt für dich wichtig sein, halte Ausschau nach einem erfahrenen Assistenzhundetrainer, und suche mit ihm zusammen nach einem passenden Hund, denn diese Anforderungen kann nicht jeder Hund erfüllen. :)


    Punkt 2 : Das Stadtleben, bzw Leben am Stadtrand.

    Wild wurde angesprochen, und dass es stressig ist, aber ich würde dieses Thema gern weiter anschneiden :

    Im Mehrfamilienhaus können bellfreudige oder territoriale Hundetypen schnell Probleme machen. Auch die Optik macht nen Unterschied - groß und schwarz oder Listenhundoptik, führt bei einigen Menschen schnell zu Ängsten. Das bedeutet nicht nur, dass dir fremde schneller aus dem Weg gehen, sondern dass man dich schneller auf dem Kieker hat, wenn mal was passiert.

    Kleine oder hellere Hunde ( oder Typen mit positiverem Image, wie bspw Retriever, Pudel, Collies oä) machen dir das Leben mit der hohen Menschendichte, aber vor allem mit den Nachbarn da schon deutlich einfacher. :)

    Dann ist es so, dass ein Hund der in der Stadt lebt, allgemein viel höheren Anforderungen stand halten muss. Du kannst dort also keinen Hund gebrauchen, der sich in dieses Leben nicht einfügen kann ( zB weil er Probleme hat, die ein oder anderen Außenreize auch ausblenden zu können).

    Du gehst raus, hast eine Menge Gerüche, eine Menge anderer Hunde + deren Halter, Autos, Motorräder, Busse, Kinder, Senioren, Fahrräder...

    Also ganz ganz viele Bewegungs- und Geruchsreize für den Hund, und oft auch viel Lärm.

    Hinzu kommt, dass der Hund dabei stets in seinem Aktionsradius stark eingegrenzt wird ( Leine oder schlicht warum auch immer kein Platz), und ihr euch viel im Stop and Go befindet ( mal eben so eine Straße überqueren? Geht nicht. Mal auf einer Fußgängerinsel stehen bleiben können während hinter und vor einem der Feierabendverker wütet? Auch am Stadtrand meiner Ansicht nach super wichtig).

    Überall liegen Dinge rum, die der Hund nicht fressen darf, dauernd passiert man als Hund fremde Territorien, und zum Schluss gibt es noch das Wild.

    Warst du schonmal nachts am Stadtrand unterwegs und hast dabei die Augen offen gehalten nach Wildtieren? Gut getarnt so ein Fuchs im Stadtpark, oder ein Igel im Grünstreifen oder?

    Wenn ich dir eins versichern kann, dann dass die mit einem Hund der ansatzweise jagdliche Ambitionen hat ( also ich rede hier nicht vom Jagdgebrauchshund den du erst wolltest, sondern von alltäglicheren Rassen, denn fast jeder Hund besitzt zumindest ein Fünkchen davon), fällt dir erst auf, wie viele Tiere in der Stadt aktiv sein können.

    Ich begegne zB fast jeden Abend Tieren. Rehe, Füchse, Kaninchen, Marder, Ratten, Igel.... Alles Tiere die erst zur Dämmerung oder im Dunkeln raus kommen, und sich derartig an die Zivilisation angepasst haben, dass sie sich auch an tobenden Hunden nicht stören.

    Eine Gruppe Rehe beim Autohändler oder in der Wohnsiedlung? Ist hier ziemlich normal.

    Ein Fuchs der einen mal ein paar Meter begleitet? Passiert.

    In manchen Stadtteilen gibt's hiier außerdem Waschbären, und in anderen Städten sind Wildsäue längst heimisch.

    Und tagsüber? Eichhörnchen, Katzen, Vögel... Alles jagdbar!

    Ich wollte grad nur nochmal auf die Tierchen hinaus, um dir zu verdeutlichen wie anstrengend Jagdtrieb auch in der Stadt sein kann. Also überlege dir gut, wie stark dein Hund sein darf, und wie viel Jagdambition du in Ordnung findest, denn ein Hund der sobald es dämmert, komplett auf Spur ist, oder unerwartet ( weil du siehst ja nix) schreiend in der Leine hängt, ist kein Spaß.

    Meine Hündin kommt mit all diesen Faktoren zurecht. Wenn ihr ein Radfahrer vorbei rauscht, juckt sie das nicht. Wenn links und rechts Busse vorbei fahren, bleibt sie cool. In der Wohnung, ist sie zwar wachsam, aber kläfft nicht. Sie ist groß genug um wahr genommen zu werden, aber klein genug um von vielen als "harmlos" betrachtet zu werden.

    Sie ist bei Wild angeknipst, aber noch ansprechbar und kann sich zusammen reißen.

    Ich kann sie mit auf die Bank und ins Zoogeschäft nehmen, wenn auch mit Maulkorb.

    Das klingt alles erstmal so einfach, dieses Citylife mit Hund, und dieses überall hin mitnehmen können. Aber es gibt ganz viele Hunde, die es nicht können. Ganz viele Hunde, die auf dem Dorf viel besser dran sind.

    Denn es macht einen riesigen Unterschied, ob der Hund nur leinenführig und abrufbar sein muss, und sich nur auf Feld und im Wald wohl fühlt, weil ihm in der Zivi die Nerven Flattern, oder ob er absolut kein Problem damit hat, eine halbe Stunde Fußweg durch die Stadt/den Stadtrand meistern zu müssen, bevor er ein Feld oder Wald überhaupt erahnen kann.

    Ob ein Hund fast überall frei laufen darf/10 Meter Schleppleine zur Verfügung haben kann, oder an 2 Metern immer gehorchen und sich zurück halten muss, bis er überhaupt die Möglichkeit auf nen paar Meter Radius mehr bekommt.

    Und in dieses Leben, passen am Besten die Rassen die man relativ häufig antrifft : Labrador, Golden Retriever, Bolonkas, Havaneser, Pudel ( wenn auch man fast nur die kleinen antrifft), Malteser,...

    Aber ebenfalls könnten noch in dieses Leben passen :

    Großpudel, Collie ( Lang oder Kurzhaarig), Dalmatiner, Tibet Terrier,...

    Vorhin waren wir mit Lilo draußen.

    Ich hab mir ein Sandwich geholt, und wollte es essen.

    Weil Käse drauf war, wollte das Schnauz natürlich uuuuuuunbedingt was abhaben. Lilo sitzt wedelnd vor mir, und versucht es mit Dackelblick. Funktioniert nicht.

    Man macht Männchen und wedelt mit den Vorderbeinen wild auf und ab - funzt auch nicht.

    Selbst Pföteln, funktioniert nicht.

    Aaalso, wartet man drauf, bis ich unaufmerksam bin.

    Es kam, wie es kommen musste :

    Ich drehe mich kurz um, Schnauz macht nen Satz nach oben, verfehlt knapp das Sandwich, und klatscht volle Möhre auf den harten Beton des Supermarkt Parkplatzes :doh: