Beiträge von Bordy94

    Hmm, wie alt ist Mia denn? Ich denke vieles kann sich auch noch in der Ausreifung des Hundes verändern.

    Ich finde es grundsätzlich auch immer schwer zu beurteilen, wann man einem Hund helfen soll und wann man ihn machen lässt. Weils halt so viele Facetten sind. Nur ein Beispiel:

    Meine Hündin, 2.5j, tendentiell eher unsicher, hatte vor einer Weile eine arge Scheinmutterschaft, in der alle Artgenossen per se für scheisse und unnötig befunden wurden. Da wurde zwar gemault und gepöbelt, aber eigentlich war ein grosser Teil Unsicherheit. Ich hab ihr eine Weile immer geholfen, die anderen Hunde vom Leib zu halten, weil sie sich so unwohl gefühlt hat. Konsequenz war ein Hund, der Artgenossen noch blöder fand als vorher, weil wenn Frauchen eingreift muss ja wirklich was ernstes dabeisein und es lohnt sich erstrecht, sich hineinzusteigern.

    Ganz bewusst habe ich mich selber dann ein wenig mehr rausgenommen, mehr Raum gegeben und war selber gelöster (natürlich nicht den Hund im Stich gelassen), und siehe da, Begegnungen laufen wieder normal. Sicherlich hat es auch mit den Hormonen zu tun, aber ich bin überzeugt, dass auch mein (Nicht)Handeln einen grossen Einfluss hat. Dadurch hat sie ebenfalls an Sicherheit gewonnen und wehrt die meisten Hunde, die ihr zu aufdringlich werden, wehement aber ganz klar und fair kommuniziert ab. Das war vorher nicht der Fall.

    Ich würde mir im Nachhinein, mit dem jetztigen Wissen, von einem Profi in 1-2 Lektionen auf die Finger schauen lassen. Manchmal vermittelt man dem Hund unbewusst Dinge, die einem gar nicht klar sind.

    Vermutlich klingt es für dich gar nicht so, aber dem Hund wird in solch einem Leben ziemlich viel abverlangt, selbst wenn er dich nicht aktiv unterstützt. Das ist nicht böse gemeint, ich denke nur du stellst dir die Situation für den Hund "zu easy going" vor. Da würde ich vermutlich eher beim Züchter schauen als im TS. Aber ist nur meine Ansicht.

    Ich würde auch auf ein bildgebendes Verfahren bestehen, nicht dass sich sonst noch was versteckt hat im Rücken. Aber schonnmal gut, dass Fiete keine Schmerzen hat!

    Pfotenschleifen kennen wir auch

    Wir hatten/ haben das Thema Pfotenschleifen mit meiner jungen Borderhündin auch. Allerdings deutlich geringer als in deinen Videos (v.a. bei demjenigen am Feld sieht man Fietes Lahmen deutlich finde ich. Da werden die Hinterbeine teilweise ja sehr "langgemacht").

    Erst war es bei Looney ein gezerrter Iliopsoas, der letzten Sommer medikamentös behandelt wurde. Danach kam das Pfotenschleifen diesen Winter zurück. Wobei "Pfotenschleifen" übertrieben ist. Hinten geht sie einfach mit weniger Schub als vorne und man hört so teils die Pfoten. Sehen tut man aber auch an den Krallen nix und bei ihr tritt dieses Phänomen auch nur ab und an auf.

    Ich hab dann trotzdem beim Spezialisten ein CT machen lassen, da Verdacht auf Cauda Equina bestand (auf dem (leider sehr unsauber gemachtem) Röntgen vom damaligen Haus TA war ein leichter Übergangswirbel zu sehen).

    Mit dem CT konnten nun zumindest Ursachen am Skelett ausgeschlossen werden, soweit alles top. Was einen als Halter ja schonmal aufatmen lässt.

    Der nächste Schritt wird bei uns eine Woche Entzündungshemmer sein, schauen, ob sich dadurch was verbessert. Und eine Zweitmeinung eines anderes Ostheos sein (ich bin quasi sicher, dass der Hund irgendwo noch eine unerkannte Blockade hat, da das unrunde Gehen ja nur teilweise auftritt).

    Zum Neurologen schleife ich den Hund nur, wenn es sich verschlechtert. Wir haben leider gerade einen Ärztemarathon hinter uns (der aber nix mit dem Bewegungsapparat zu tun hat).

    Ich wünsche euch alles Gute!

    Edit: zu früh abgeschickt

    Ich kann dich soo gut verstehen. Auch ich habe mir nichts sehnlicher gewünscht, als einen eigenen Hund, seit Kindertagen. "Über Wasser gehalten" habe ich mich mit Gassihunden und einer Betreuungsbeteiligung von einem kleinen Monster an 2 Tagen die Woche.

    Konkret wurden die Pläne für den eigenen Hund dann mitte meiner 3jährigen Ausbildung. Nach der Ausbildung würde ich eine kurze Arbeitspause machen für den Welpen und den Auszug von den Eltern und danach voll ins Berufsleben einsteigen (teilzeit). Bei mir ging die Rechnung auf. Nach 25 Jahren endlich einen eigenen Hund!

    Im Nachhinein aber muss auch ich sagen, dass zwar vieles durchgeplant war, aber auch so manches hätte schiefgehen können. Hätte mir die Arbeitsstelle nicht gefallen, hätte ich womöglich weiter weg arbeiten müssen. Hätte die Betreuung als Welpe durch meine Eltern nicht geklappt, hätte auch da eine Lösung hergemusst. Auto war damals noch nicht vorhanden, Geld knapp. Für den Ärztemarathon, den wir letztens hatten, hätte ich keine Rücklagen gehabt bzw. hätte dann seehr schmal durchgemusst. Mein Arbeitspensum habe ich mittlerweile aufgestockt.

    Für mich war es die richtige Entscheidung, aber heute würde ich doch lieber erst im Job Fuss fassen, so rückblickend.

    Ich persönlich würde in deiner Situation noch ein wenig warten. Ganz ehrlich, als Abiabgänger kann man sich gar noch nicht vorstellen, welchen Alltag man im Studium so lebt. Ich hab das damals selber unterschätzt, wie extrem anders so ein Leben als Student teils aussehen kann (habe vor der Ausbildung noch studiert). Im Nachhinein bin ich froh, damals noch ungebunden gewesen zu sein.

    Ich lege dir den Rat nahe, zuerst selber Fuds zu fassen. Auch wenns schwer fällt.

    Borderhündin, 2.5 Jahre alt:

    Alltagsgassi an meinen Werktagen: meist etwa 5km am Tag, morgens eine längere, abends eine kürzere Runde

    An freien Tagen gerne auch mal 8-15km

    An Ruhetagen gehen wir nur 1.5- 3km.

    Wenn vorher viel Programm war.

    1-2x die Woche kommt sie am Rad mit oder zum Joggen (ein Spaziergang, meist der längere, wird ausgetauscht). Gibt dann entsprechend mehr km.

    Aktuell einmal die Woche HuPla.

    Ansonsten ist es, ausser etwas im Garten rumstromern, sehr ruhig für sie.