Hmm, wie alt ist Mia denn? Ich denke vieles kann sich auch noch in der Ausreifung des Hundes verändern.
Ich finde es grundsätzlich auch immer schwer zu beurteilen, wann man einem Hund helfen soll und wann man ihn machen lässt. Weils halt so viele Facetten sind. Nur ein Beispiel:
Meine Hündin, 2.5j, tendentiell eher unsicher, hatte vor einer Weile eine arge Scheinmutterschaft, in der alle Artgenossen per se für scheisse und unnötig befunden wurden. Da wurde zwar gemault und gepöbelt, aber eigentlich war ein grosser Teil Unsicherheit. Ich hab ihr eine Weile immer geholfen, die anderen Hunde vom Leib zu halten, weil sie sich so unwohl gefühlt hat. Konsequenz war ein Hund, der Artgenossen noch blöder fand als vorher, weil wenn Frauchen eingreift muss ja wirklich was ernstes dabeisein und es lohnt sich erstrecht, sich hineinzusteigern.
Ganz bewusst habe ich mich selber dann ein wenig mehr rausgenommen, mehr Raum gegeben und war selber gelöster (natürlich nicht den Hund im Stich gelassen), und siehe da, Begegnungen laufen wieder normal. Sicherlich hat es auch mit den Hormonen zu tun, aber ich bin überzeugt, dass auch mein (Nicht)Handeln einen grossen Einfluss hat. Dadurch hat sie ebenfalls an Sicherheit gewonnen und wehrt die meisten Hunde, die ihr zu aufdringlich werden, wehement aber ganz klar und fair kommuniziert ab. Das war vorher nicht der Fall.
Ich würde mir im Nachhinein, mit dem jetztigen Wissen, von einem Profi in 1-2 Lektionen auf die Finger schauen lassen. Manchmal vermittelt man dem Hund unbewusst Dinge, die einem gar nicht klar sind.