Beiträge von cisco2

    Collies aus den klassischen britischen Linien gelten als schreckhafter, huschiger und zeigen eher wesensschwache Tendenzen

    mir hat mal eine Züchterin erzählt, dass sie einen Cambiano-Rüden (also viel Fell, auch eben englisch gezogen, zumindest damals...) als Vater für ihren Wurf hatte und die Welpen wollten doch tatsächlich dann selbst (!!!) in den Garten und haben an der Tür geheult und

    waren auch sonst super-selbstständig unterwegs,

    das war ganz schrecklich für sie gewesen :)

    wie man es halt mag in der Zucht.

    letztes wort dazu....

    auf einer Ausstellung hatte ich jemanden kennen gelernt, dessen angehender Zuchthund war mehrfach durch den Wesenstest gefallen;

    der Besitzer meinte, wenn das nun noch mal passiert, muss er ihn verkaufen, denn er hatte ihn als stud dog behalten.

    Der Hund hat es dann letztendlich mit Ach und Krach geschafft und wurde wirklich oft Vater.

    Bei so etwa müsste man halt ansetzen, wie in der Schule:

    so und so oft was nicht bestanden (hier: Wesenstest, die Ausstellungen waren alle mind. V1) also keine Möglichkeit, in einer Zuchtlinie zu wirken.

    Interessent finde ich die Beobachtung, dass Collie, auf die das zutrifft, einen bestimmten Phänotyp haben, das könnte ja ein Hinweis auf eine genetische Komponente sein.

    das denkt man schnell und ich gestehe, ich neige da auch dazu.

    aber natürlich ist meine Beobachtung aus nur einer Zuchtlinie nicht ausschlaggebend, ohne, dass man da weiter suchen müsste.

    mir fällt halt nur auf, dass ich interessanterweise bei meinen Linienmischungen den Welpen ansehe, in welche Verwandtschaftslinie sie schlagen (weil ich die halt gut kenne) und

    das tatsächlich (bis jetzt!!) auch eine bestimmte Verhaltensdisposition beinhaltet,

    zumindest bei denen, die ich kennen gelernt habe.

    ob das dann gleich "wesensschwach" ist, ist schwer zu sagen, evtl. ist es auch einfach "viele Gedanken machen."

    Die, welche ich im Kopf hatten, wurden z.B. auch Trümmersuchhund beim Roten Kreuz und so weiter.... und mein Tesa-Hund hatte auch wie gesagt mehrfach BH mit Wesenstest und Schuss.

    ich kenne nicht viel von M. Rütter, jedoch habe ich einen Spruch im Kopf,

    da meinte er sinngemäß, dass ein zu intelligenter Hund für ihn persönlich nichts wäre, zu anstrengend für ihn und den Hund.

    muss noch dazu sagen,

    dass ich an sich die Fähigkeit von Hunden bzw. eben von collies, Verknüpfungsketten herzustellen, sehr schätze,

    sonst wäre es auch nicht meine favorisierte Rasse.

    Jedoch darf man halt nicht vergessen, dass das halt in alle Richtungen funktioniert.

    Das ist -natürlich - teilweise hibbelig bzw. kann als "wesensschwach" angesehen werden, oft ist es aber auch einfach das Ergebnis von Verknüpfungen, die nicht in die richtigen Bahnen gelenkt worden sind.

    Wichtig ist, dass der Hund (Collie) das partnerschaftlich und vertrauensvoll wieder auflösen lässt und sich nicht in was reinspinnt, was ihn dauerhaft und immer mehr in ein sabberndes, alltagsuntaugliches Etwas verwandelt.

    Und da hatten wir Glück, ich konnte den Hund immer wieder zurück holen.

    Diese Sensibilität und Aufmerksamkeit kann halt so und so laufen, wahrscheinlich, wie bei anderen Hunden ein starker Jagd- oder Schutztrieb (?)

    Und das ist genau das Übersensible, wie Collies eigentlich nichts sein sollten. Kein Hund sollte so wesensschwach sein. Aber es passiert, gerade bei den Hütis. Bei unserer Züchterin ist in einem Wurf auch ein Rüde gefallen, der schon als Welpe entsprechende Tendenzen gezeigt hat. Sie hat ihn am Ende selbst behalten. War in der Form in ihrer Zucht noch nie aufgetreten.

    interessanterweise hatte der Hund aber mehrfach BH gemacht, einmal sogar mit Schuss...

    er hat sich halt ständig irgendwelches Zeug zusammen gesponnen und bis ich da drauf gekommen bin, hatte er leider sehr viel Stress.

    Ich konnte das dann meist wieder auflösen, aber es ist schon Arbeit.

    wir haben ja alle paar Jahre einen Wurf und ich sehe schon den Welpen an, wer so drauf sein könnte,
    später - das sind interessanterweise meist diejenigen, die vom Rassestandard her eher in die "edle" Richtung gehen;

    die Welpen müssen auch zu besonderen Leuten. Sie sind anschmiegsam und fast zu clever.

    Gott sei Dank wurde es durch gezielte Selektion der Partner doch deutlich besser.

    Generell habe ich den Eindruck, dass es auch in der Zucht an sich besser geworden ist,

    mein Hund ist ja 2004 geboren gewesen, das sind seitdem doch ein paar Collie-Generationen. Damals hatte man viel zwei Extreme:

    1. viel Fell x viel Fell oder 2. Arbeitslinie x Arbeitslinie

    beide Richtungen waren langfristig wohl nicht so clever.

    ich bin auch froh, dass mein jetziger Collie nicht so drauf ist...ich habe echt den Eindruck, das ist ein ganz anderer "Schlag Collie", als meine ersten.

    Wenn der Junghund einem gleich beim Anblick des Häkelzeugs das größte verfügbare Futterspieli bringt, auf dass man es befülle und dann Ruhe beim Häkeln hat: Das ist gut erzogen, oder? :headbash:

    Definitiv. Erstaunliche Verhaltenskette. Chapeau :rolling_on_the_floor_laughing:

    och. Collies können das noch "besser". Mein erster Collie:

    Bodenfeuerwerk erleben müssen (nicht geplant), das zischelt, dann ist ihm aufgefallen:

    - Fahrradreifen von Kleinkindrädern zischeln auch auf Kiesweg, - Kartons aufreissen zischelt,

    also

    Angst vor Tesa, Fahrrädern und vor allem dem Postboten, der die bösen Pakete bringt.

    Der Supergau wäre dann ein Postbote, der auf dem Fahrrad ein Paket mit Bodenfeuerwerg und Tesa bringt.

    ich denke, mein Hund hätte sich eingenässt.

    Irgendwann fing der Hund an zu speicheln, wenn ich die Küchenschublade für Tesa aufgemacht habe.

    also wenn der Hund mit auf den Stuhl springt oder ständig auf den Füßen liegt oder einen sogar auf die Toilette begleitet -

    klar, das ist zu viel.

    Ansonsten finde ich es tatsächlich keinen ausreichenden Grund einem Hund, welches in meiner Nähe sein will und einfach nur atmet oder da ist,

    diese zu verwehren, weil ich es nicht will.

    man braucht keinen "Grund", dass der Hund gedulded ist, denn es sollte gar nicht so diskutiert werden müssen, dass es einen Erklärungzustand benötigt;

    Aber klar, vice versa geht es natürlich auch:

    "ohne Hund zu sein", muss auch keinen "Grund" haben.

    oder mir manchmal wortwörtlich in die Füße läuft.

    also das ist schon kontrollieren und da würde ich echt nicht darauf achten, dass du ihn dann nicht doch auch mal "trittst", also nicht verletzen!!

    aber er muss da aufpassen.

    das, was er das macht, ist schon pöbeln.

    ich bin wie schon mal erwähnt ein Menschenpsychologe und hier gibt es bestimmt deutlich kompetentere Leute, die sich mit canidischen Verhalten auskennen;


    mein Hund ist nun zwei und als er neu war, hat er mich zu allen Routinen am Tag begleitet und hat zugesehen, was wir so machen,

    vom Zähneputzen über kochen/anziehen, mittlerweiel weiß er, was ich mache und ist nicht mehr dabei;

    aber bevor ich jetzt hier den Thread kapere, muss ich nun doch in die Arbeit :)

    er läuft mir immer noch hinterher und schaut, was ich vorhabe, aber wenn ich was mache, was er kennt, geht er halt wieder, es ist ja auch sein Haus.... und klar darf er dorthin gehen, wo er mag;

    bei neuen Sachen zeige ich ihm die Gegenstände und wenn er merkt dass er mit einer Bohrmaschine nichts anfangen kann, geht er auch.

    für mich war/ist das halt wie bei einem Kindergartenkind.

    1. neue Dinge sind interessant

    2. bitte nicht alleine lassen.

    Wenn ich neue Dinge mache oder was anderes, z.b. in die Garage gehen und aufräumen oder im Keller ein Regal aufbauen etc.,

    bitte ich den Hund sogar dazu, damit er gucken kann,

    nach einer Weile legt er sich dann halt hin oder geht wieder;

    Kinder heulen und toben ja auch, wenn sie sich nicht beachtet fühlen, je mehr man sie einbindet, desto besser wird es bis sie halt dann mal begreifen, dass nicht alles für sie geeignet ist.

    Mein Hund wird halt auch unruhig, wenn er merkt, irgendeine Tätigkeit führt zu:

    "aus dem Haus gehen" und dass er dann traurig ist und fragt, ob er mitkann, halte ich für ein fühlendes denkendes Wesen, was emotional eben im Menschen-Kindergartenalter ist, für vollkommen normal.

    Nach diesem Zitat zu urteilen, denkst du immer noch zu räumlich. Du weist ihm einen Platz zu: im Wohnzimmer. Da steckt eine andere Idee und Haltung hinter, als "geh mir mal kurz aus dem Sinn". Denn mit dieser Platzzuweisung kreist du gedanklich wieder um den Hund, wie mir scheint. Ich würde ihn "einfach" wegschicken, aus meinem Nahbereich raus. Ob er dann schläft oder liegt oder sich selbst beschäftigt ist mir egal und ich nehme meinen Fokus einfach voll von ihm weg. Sonst befeuert es weiterhin seine Erwartungshaltung, dass sein Mensch etwas von ihm will und er nur herausfinden muss, was genau.

    naja wenn ich nur weg schicke mit körpersprache und einem "ab", bleibt er in 2 meter Entfernung sitzen und fixiert mich - das ist doch auch kontrollverhalten?

    hinlegen und/oder sich mit sich selbst beschäftigen gibt es bei ihm nicht

    ich weiß, was du meinst, aber viele Hundebesitzer würden sich wünschen, dass ihr Hund sie anschaut um zu verstehen, was sie wollen.... :)

    du hast darüber hinaus auch einen Jagdhundmix, natürlich (!) fixiert er dich.

    Er will dich nicht kontrollieren.

    Er liebt dich, will bei dir sein und verstehen, was du möchtest. und da er ein Hund ist, versucht er auch deine Mimik zu deuten.

    er will dir nichts Böses.