Beiträge von cisco2

    Wer nicht spurt, fliegt halt raus – basta.

    Joa, funktioniert nur im deutschen Vereinsrecht nicht so wirklich und die klagen sich schneller wieder rein, als man MOPS sagen kann.

    Aber die Diskussion hatten wir schon drei dutzend Mal. Leider haben auch Qualzucht Züchter in diesem Land Rechte und bislang gibt es die Gesetzeslage einfach nicht her Französische Bulldogge und Co rechtssicher an die Luft zu setzen.

    müssen Möpse im VDH für die Zuchtzulassung nicht schon seit vielen Jahren ein Belastungs-EKG etc.. vorweisen?

    Was will man denn noch machen?

    zucht geht halt über ein paar Generationen.


    Dackel habe ich tatsächlich auch nie als besonders belastet erlebt;

    Dackellähme bzw. der Bandscheibenvorfall ist zu beheben und ich glaube, die Disposition auch genetisch nachweisbar?

    Sonst hat doch "der Dackel" nicht viele Probleme, oder?

    Nach der Anzeige beim OA dauert es in der Regel 4 Wochen bis die Überprüfung statt findet und die findet bei Beißvorfällen egal ob unter Hunden oder gegen Menschen immer statt.

    Und das ist ja wohl auch absolut richtig so.

    bei Freunden war neulich ein Überprüfung.

    Der Hund war zu Hause und zwei Polizisten kamen vorbei, haben sich ein bisschen mit dem Hund beschäftigt und sind wieder gegangen.

    Damit war das Thema für das Ordnungsamt erledigt.

    Der Besuch war drei Tage, nachdem sich die Besitzer beim OA damit einverstanden erklärt hatten.

    Ich fände es schön, wenn dieser Thread ein Raum für den mitfühlenden und persönlichen Austausch von Betroffenen bleibt, die tageweise oder sogar überwiegend unglücklich mit der Situation sind. Es ist ein schmerzhaftes Thema. Für Grundsatzdiskussionen gibts hier im Forum ja viel Raum.

    stimmt, sorry, vergessen.
    mir ging es tatsächlich um das Auswahlkriterium "wie möchte ich selbst erziehen?", was hier zwar ein Thema, aber nur ein Randthema gewesen ist.

    Deswegen bin ich mittlerweile wirklich ein Verfechter von Rassehunden aus kontrollierter Zucht

    und gegen z.B. Hundekauf via Foto/Video aus dem Ausland.

    Gerade für Anfänger.

    Ich finde das kann man nicht verallgemeinern. Es gibt wirklich gute Organisationen die viel Wert drauf legen den Hund passend zu vermitteln.

    Genauso kenne ich Züchter die ihre Hunde völlig unpassend abgeben.

    Klar gibt es beides.

    Aber es geht ja weniger um die Organisation, sondern darum, dass ich

    1. mich bei einem Rassewelpen eher auf bestimmte Verhaltensweisen einstellen kann (sonst wäre das mit den Rassen an sich ja auch obsolet, oder?) und

    2. bei Vermittlung vor Ort den Hund wenigstens vorher mal gesehen habe...

    Wir haben immer überlegt:

    wenn der Hund durchknallt - mit was kommen wir noch am ehesten zurecht?

    Mit einem übersteigerten Jagdtrieb bei Labrador/Pudel?

    mit einem übersteigerten Wachtrieb beim Aussie?

    mit übersteigerter Sensibilität beim Collie?

    mit übersteigertem Wachtrieb beim Hovawart?

    Bei Rassehunden aus Zucht kann ich mich auf das "Schlimmste" einstellen (und natürlich hoffen, dass es nicht so kommt).

    Als wir nach unserer Tierschutzzeit einen Rassehund gesucht haben,

    habe ich das I-Net durchforstet und nachgelesen, warum die Vertreter der Rassen meiner Wahl abgegeben worden sind und da hat sich bei den meisten ein Muster gezeigt (siehe oben), was mir als möglich zu managen oder nicht erschien.

    Die Auswahl habe ich dann mit einem Tierarzt besprochen und gefragt, warum er meine Favoriten in den letzten Jahren in den letzten Jahren auf dem Tisch hatte und warum.


    Aber letztendliche steckt man nicht drin. Es ist ein Lebewesen.

    Ich rufe Darko im Gemeinschaftsgarten zu mir, will ihn loben und sehe, dass er was im Maul hat. Gerade setze ich zum Motzen und AUS an, wirft er mir eine Kastanie vor die Füße.

    Rennt er weg, wieder zu mir und wirft mir erneut eine Kastanie vor die Füße. das wiederholte sich noch ein drittes Mal, beim vierten Mal fand er keine Kastanie mehr.

    Hat mein mein kleines Jagdschweinchen, das früher gar nichts ausgeben wollte, tatsächlich im dichten Efeu vor der Gartenmauer die von mir 3 Tage zuvor in den Garten geworfenen Kastanien* gefunden und sie quasi als Dummy gebracht :smiling_face_with_hearts:

    Dafür habe ich ihn natürlich gefeiert!

    * Im Frühling ersetze ich die Herbstdeko und werfe alles Naturmaterial wieder raus aka back to the roots.

    naja, rochen ja auch nach dir...:)

    als mein letzter Welpe eingezogen ist, war für dieses Gartenjahr erst mal Schluss mit Ordnung gewesen, denn alles, wirklich alles, was ich angefasst habe (Tontöpfe für die Kröten, neue Büsche, Grasbüschel, Steine am Teich),

    wurde aufgenommen, benagt oder verschleppt.

    Danke.

    Ich glaube, im Biounterricht hieß das Übersprungshandlung und da stand ein Stichling Kopf, kein Hund, deswegen habe ich es wohl von der Beschreibung her nicht erkannt...... :drooling_face:

    Ja stimmt das Wort gehört da natürlich auch noch mit rein. Aber ich weiß ehrlicherweise gerade nicht obs da nicht nochmal Unterschiede gibt, denn theoretisch kann ja alles ne Übersprungshandlung sein wenns von außen betrachtet "zusammenhangslos" ist (bspw wenn sich der Hund immer kratzt bei Ansprache)

    ist es nicht einfach auch "reinsteigern"?

    Ich hatte bisher nur „Hunde mit Vorgeschichte“ die alle ihre Special Effects hatten. Tierschutzhunde halt, die als junge Adults ihren Weg zu mir gefunden haben. Oder aus gruseliger Aufzucht. Es war streckenweise nicht einfach und stets mit Management und enger Führung verbunden. Auch, weil es idR größere Hunde waren (DSH, Boxer-Mix) die Konflikte bevorzugt nach vorn aufgelöst haben.

    Aber die zuverlässige Betreuung durch meine Eltern, wann immer nötig, hat das jahrzehntelange Zusammenleben mit „diesen“ Hunden so unglaublich erleichtert, weil sie mir üppig hundefreie Zeit ermöglicht haben.

    Ich muss gestehen, mir fiel das Erziehen und Führen meiner „Special Effects“ Hunde doch leichter als jetzt bei meinem freundlichen Boxer (und fünften Hund). Einfach weil die strikte Linie bei seinen Vorgängern gesetzt war, anders als eng und konsequent ging nicht, während ich bei ihm gefühlt wischiwaschi und inkonsequent führe. Er ist so nett und unkompliziert, das ich vieles schleifen lasse. Es passt schon alles, aber erziehungstechnisch dauert dadurch alles auch länger bis es zufriedenstellend ist.

    ich bin ja immer noch der Meinung,

    das wichtigste Auswahlkriterium bei der Auswahl ist die Art,

    wie man erziehen kann und möchte.

    Deswegen bin ich mittlerweile wirklich ein Verfechter von Rassehunden aus kontrollierter Zucht

    und gegen z.B. Hundekauf via Foto/Video aus dem Ausland.

    Gerade für Anfänger.

    nicht umsonst geben alle Tierschutzorganisationen immer an, aus welchen Rassen der zu Vermittelnde denn (angeblich) besteht,

    eben, weil das doch Hinweise auf das zukünftige Zusammenleben geben kann.

    Und dass trotz meiner langen Geschichte mit Tierschutzhunden.

    Der Hund packt das ja nicht im Vakuum aus, sondern immer in Reaktion mit dem "Gegenüber". Und da können ja blöde Verstärkungsreaktionen etc. hervorgerufen werden.

    In den Schilderungen klingt es aber immer so, als würde der Halter/ die Halterin alles richtig machen und dann packt der Hund einfach so schlimmste Verhaltensweisen aus.


    Danke für den Erfahrungswert.

    ich kenne das ähnlich von meinen Welpen.

    Da ich früher Tierschutzhunde hatte, wollten wir mit den Welpis natürlich alles richtig machen.

    Also wurde sich mit den Zwergen auch nachts um 2 Uhr auf die Terrasse gesetzt, wenn das Gewitter zufällig nachts war,

    alle bekamen Autotraining, alleine, im Rudel, mit Mama....

    ständig ein Welpe überall hin mit, zum Eisessen, zum Bahnhof...

    Reize, Reize, Reize...

    Garten war der Welpenspielplatz mit allen Geräuschen und Untergründen und natürlich (!!!) habe ich im Welpenbereich mal gesaugt (nur 2 - 3 x am Tag).

    Aber:

    es gab nahezu keinen Welpenbesitzer, der mir später nicht erzählt hat, dass die Staubsauger die Feinde sind und das Auto zu Anfangs vollgekotzt wird.

    Meine eigene Hündin, die ich behalten hatte,

    ein Wirbelwind im Garten, über Stock und Stein, auch bei Spaziergängen,

    weigerte sich in der Hundeschule hartnäckig, auch nur ein Pfote auf das Wackelbrett zu stellen.

    ich denke wirklich, der Nutzen der Prägezeit wird überschätzt,

    es ist wirklich viel (!!!) der Besitzer bzw. die neue Umgebung.

    Bei Menschen verrwendet man den Begriff "Prägung" nicht mehr, da man mittlerweile weiß, wie flexibel das Gehirn und damit das Lernverhalten ist.

    ich denke, das wird langfristig auch ein Ansatz für unser Mitsäugetier "Hund", der ja, genau wie wir, überall auf dem Planeten zurecht kommt, da Kulturfolgen als Technik entwickelt.