Darf ich zu der Diskussion der letzten Seite einmal laienhaft dazwischenfragen?:
Wie definiert ihr führerhart und führerweich? Wie/wann zeigt sich das?
Darf ich zu der Diskussion der letzten Seite einmal laienhaft dazwischenfragen?:
Wie definiert ihr führerhart und führerweich? Wie/wann zeigt sich das?
Was man hier aber so hört und liest, lässt mich mit der Frage „Warum sich die nächsten 10-15 Jahre schwer machen, wenn’s auch einfacher ginge?“ zurück
Ich kann nur meinen Eindruck vom Lesen schildern, habe ja selbst keinen Mali.
Aber ich habe gar nicht das Gefühl, dass die Mali-Halter hier ''sich ihr Leben schwer machen''. Das ist ja auch immer eine Frage der Ansprüche. Will ich z.B. entspannt auf jede Hundewiese, dann mache ich mir mit einem Mali das Leben schwerer. Will ich da sowieso nicht hin, dann ist die Hundewiesen-Untauglichkeit auch keine Schwierigkeit.
Dazu kommt wahrscheinlich der eigene Typ. Manche können mit und mögen Terrier, finden diese also auch leicht zu erziehen. Anderen gehts mit Retrievern so, wieder anderen mit Molossern. Und einigen halt mit Malis.
Also ich verstehe es so, dass niemand sich das Leben schwerer macht. Der einfachste Hund ist der, der zum eigenen Leben und Typ passt. Die Warnungen vorm Mali verstehe ich immer eher als Hinweis darauf, dass er eben nicht in das Leben und zu den Ansprüchen der meisten HH passt. Denn die meisten Menschen, erst Recht außerhalb des DF, wollen eben doch einen grundsätzlich verträglichen Hund, der lieber fiddelt als in den Fight zu gehen.
Soweit mein Verständnis. Ich bin gespannt, was die Mali-Halter sagen ![]()
Wir sind in dem Alter am besten damit gefahren, eine größere Runde zu machen (zwischen 30 und 45min), die aber fast komplett im Freilauf war. Wir haben da keine Meter gemacht. Ansonsten haben wir nur Gartengänge oder kurze Runden gemacht. Längere Leinenrunden hätten von der Konzentrationsspanne nicht hingehauen. Aber: Wie KayaFlat schon gesagt hat, das sollte man mMn ganz flexibel an den Hund und die individuellen Umstände anpassen.
Beobachte euren Hund. Einmal ganz allgemein, also kommt er tagsüber gut zur Ruhe? Oder überdreht er regelmäßig? Wirkt er gestresst?
Dann während der Spaziergänge: Ist er die meiste Zeit gut ansprechbar? Oder wirkt er irgendwann, als könne er dich gar nicht mehr wahrnehmen? Überdreht er? Beißt er in die Leine? Will er irgendwann nicht mehr weitergehen? Irgendwelche Stressanzeichen?
Also es gibt nicht DIE richtige Auslastung. Orientier dich an eurem Hund, dann wird das schon ![]()
Ich würde solche Situationen erstmal meiden.
Etwas was du immernoch tun kannst, ist es umzudrehen, spätestens wenn er anfängt zu fixieren.
Alles was danach kommt ist noch zu viel.
Das würde ich gerne unterstreichen!
Bei uns hat sich damals mit Balu meine Grundstimmung extrem gebessert, als ich mir selbst klargemacht habe, dass es die Option gibt, die Konfrontation zu umgehen. Keine/eine sehr kurze Erfahrung ist immer noch besser als eine schlechte. Mit meiner Entspannung stellte sich dann auch schneller Erfolg ein.
Wobei ich den Gedanken, dass man da jetzt halt durch muss, auch kenne. Jetzt bei Reikas Pöbelei musste ich mir den oberen Absatz nochmal ganz bewusst ins Gedächtnis rufen. Und, so dämlich es klingt, brauchte ich gerade am Anfang richtig Überwindung, Umzudrehen und die Begegnung zu vermeiden. Irgendein Gefühl in mir drin hat gesagt, dass ich da eigentlich durchmuss. Wirklich bescheuert
Jetzt drehe ich wieder viel häufiger um, wenn ich das Gefühl habe, es könnte sonst schief gehen. Und es hilft meiner Stimmung und der der Hunde wieder enorm.
Also fühl dich gedrückt ![]()
Ich kenne auch die Gefühle der Enttäuschung (über einen selbst) nur allzu gut. Ich hatte oft auch Momente, in denen ich dachte, dass wir es NIE wegbekommen (oder auch nur zu einem erträglichen Alltag kommen).
Das ist auch in Ordnung, man darf zeitweise auch mal frustriert, genervt und traurig sein.
Aber versuche, diese Gedanken nicht Überhand nehmen zu lassen. Ich bin mir sicher, dass du schon sehr viel mehr richtig als falsch gemacht hast. Und einige Entwicklungen brauchen einfach ihre Zeit, nicht jedes Training bringt von heute auf morgen Erfolge.
Bei uns ergeben sich Ruhetage auch aus dem Alltag heraus.
Weil ich z.B. krank bin oder selten auch mal, wenn ich denke, dass die Hunde (wobei, eigentlich nur Reika) das mal brauchen. In den letzten zwei Jahren auch mal für mehrere Tage hintereinander, wegen Quarantäne.
Ruhetage gehen von 'nur eine kleine Gassirunde' bis 'nur Garten'.
Meine Hunde sind damit tatsächlich auch cool, einzelne Tage sind gar kein Thema. Gerade in der Quarantäne merkte man natürlich irgendwann, dass sie Bock auf Gassi hätten. Aber auch dann gehen sie mir nicht die Wände hoch, sondern legen sich halt wieder hin, wenn sie merken, dass es nicht losgeht.
Mein Beileid!
Ganz viel Kraft für die nächste Zeit!
Bei Vogelspinnen erkennt man das Geschlecht ja (am besten) an der Haut nach der Häutung.
Wie ist das bei Mantiden?
Das klingt super!
Bei Reika ist die Leinenführigkeit in Anwesenheit fremder Hunde gerne Mal Thema
das wäre also genau das richtige für uns.
Auf Freilauf bestehe ich absolut nicht. Wenn es sich ergibt und passt, klar. Wenn nicht, dann nicht. Kumpel zum Spielen hat sie auch Zuhause bei uns.
Ich wohne östlich von Hamburg, bin aber mobil ![]()
Wenn er bis jetzt immer gezogen hat, hat er die Leine vielleicht schon mit Aufregung und Druck (durch den Zug auf dem Halsband) verknüpft.
Vielleicht wäre es da hilfreich, die ersten Schritte ohne Leine zu machen. Also ein ''Bei mir'' oder ''Fuß'' Signal ohne Leine, frei im Garten aufzubauen. Dafür musst du dir erstmal überlegen, was das Endziel ist (soll er direkt neben deinem Bein laufen? Oder in einem 1m Radius um dich rum?). Und genau das baust du dann erstmal leinenlos, mit Wortsignal auf. Wenn er dabei freudig mitmacht, würde ich nach einer Zeit die Leine dazu nehmen.
Ich finde das auch für euch als Menschen praktisch - ihr müsst dann wirklich klar kommunizieren, was ihr von ihm wollt, weil die Leine als Hilfsmittel, um ihn bei euch zu halten, wegfällt.