Die Rottihündin ist finde ich wirklich ein Schätzchen im Kontakt mit dem Rüden.
Beiträge von Caissa
-
-
Fails gibt es glaube ich in jedem HH-Leben zur Genüge. Bei uns zumindest

Meine Mutter hatte eine Holzlieferung bekommen. Hieß, ich war mit ihr und meinem Bruder zusammen am Holz hacken/wegfahren/stapeln. Der Tag neigte sich dem Ende, wir waren langsam platt. Und mein Bruder fing an, vom leckeren Eisbein zu reden, dass meine Mutter als Danke-Essen gemacht hatte. Ja, Essen ist ihm immer wichtig, das weiß jeder in unserer Familie. "Ich hab gar keinen Bock mehr, aber das bringt grade nochmal die letzte Motivation" sprach es, guckte zur Seite durch unsere gläserne Terrassentür und sah Balu, der auf dem Wohnzimmerteppich genüsslich das Eisbein verzehrte. Den entgeisterten Blick werde ich nie vergessen

Wo ich immer wieder doof bin (und nicht lernfähig): Beide Hunde im Freilauf, Reika meist vor mir und Balu hinten. Ich dreh mich um, sehe Balu nicht. Rufe, er kommt nicht. Bin genervt, rufe nochmal. Nichts passiert. Meine Stimmung verschlechtert sich zunehmend. Ich drehe mich grummelnd um und sehe Balu, der vor mir steht und mich anstrahlt. Er hat so einen leisen Gang und schließt oft von selbst auf, ohne dass ich es merke. Wenn ich mich dann in die andere Richtung umdrehe, um nach ihm zu schauen, passiert sowas

-
Man muss den Vorfall mMn von der Petition trennen. Das sind zwei komplett unterschiedliche Diskussionsthemen. Der Vorfall ist nur sehr schwer zu bewerten, weil die wichtigsten Infos fehlen. Sowohl zum Rotti (hat der eine Vorgeschichte, gab es schon Vorfälle? Wesenstest?) als auch zum Vorfall selbst (hat der Rotti gezielt gebissen? Oder hat er den Kleinen 'nur' umgerannt? Allgemein, wie viel war Beschädigungsabsicht und wie viel Pech?). Ich denke, über den Vorfall zu diskutieren ist sehr schwierig. Eben wegen der ganzen offenen Fragen ist vieles Spekulation und Interpretation.
Zur Petition, die Grundsatzfrage ist sicher, erwartet man von einer Petition eine konkrete Formulierung und klare Handlungsanweisungen? Wenn nein, kann man unterschreiben. Wenn ja, dann nicht. Das ist am Ende eine Sache der eigenen Erwartungen und Präferenz und muss mMn nicht zu riesigen Kontroversen führen.
Die spannende, mögliche Diskussion knüpft für mich an der Stelle der konkreten Handlungsanweisungen an. Was wäre möglich und sinnvoll? Eine feste Geldstrafe vielleicht, die den Anschaffungspreis nicht miteinbezieht, um zB TS-Hunde nicht abzuwerten? Sollten bestimmte Tierarten festgelegt werden (beispielhaft Hund, Katze, Pferd) oder sollte es bei Pauschalformulierungen bleiben (Haustier, Tier mit hohem emotionalen Wert)? Da ist man dann wieder bei der Frage, ob der Wert eines Tieres über die emotionale Bindung des Menschen bemessen werden sollte oder nicht... Das passiert ja jetzt schon. Ist halt die Frage, ob man das noch verstärken möchte oder nicht.
Einfach ist das ganze nicht.
-
-
Ich würde jetzt erstmal die Schleppleine dran lassen. Einfach um mal zu checken, wie es mit dem Abruf und Umorientieren weitergeht. Muss dann ja nicht gleich das Urteil für die nächsten 3 Jahre sein

Die Situation klingt ja wirklich doof, sowas ähnliches ist uns auch mal passiert. War mir auch mega unangenehm, fühl dich gedrückt

-
ist das bei einem Schäferhund nicht auch eine Frage der Erziehung wie freundlich er zu fremden ist?
Das konkrete Thema ist ja schon geklärt.
Ich wollte nur nochmal allgemein was zu der Idee sagen, dass mit guter Erziehung Rasseeigenschaft x gut zu händeln ist. Bei vielen Eigenschaften stimmt das wahrscheinlich sogar, aber: gute Erziehung ist lange nicht so einfach, wie es vielleicht klingt. Nein, auch mit ein paar gelesenen Büchern oder Hundeschule nicht. Ich lese dieses Argument in vielen Rassesuch-Threads. Und ich selbst habe glaube ich sehr ähnlich gedacht, als mein erster eigener Hund einzog

Ich würde dir raten, bei der Planung erstmal davon auszugehen, dass du eine mäßige Erziehung hinbekommst. Nicht, weil ich speziell dich für so unfähig halte (ich kenne dich ja nicht), sondern weil wahrscheinlich 99% der HH bei ihrem ersten Hund Fehler machen oder Dinge falsch einschätzen, die bei späteren Hunden schon anders laufen.
Erziehung ist nicht nur Buch x lesen, in dem beschrieben wird, wie man an y trainieren kann.
Im Normalfall braucht es einfach auch Erfahrung. Vor allem, wenn es darum geht, den eigenen Hund zu lesen, Situationen einzuschätzen. Früh zu erkennen, wo sich Probleme anbahnen könnten. Da ist es wie bei vielen Sportarten oder praktischen Hobbys: Sich Infos anlesen hilft und ist als Basis super! Aber deswegen kann man es nicht unbedingt gleich perfekt umsetzen.
Und auch eine Hundeschule (oder Privattrainer) sind eben nur immer mal für ein Stündchen dabei. Die echte Erziehung muss im Alltag laufen, und da kommt wieder das Thema, dass man als Anfänger nicht unbedingt alles direkt perfekt umsetzen an. Auch mit praktischer Anleitung nicht.
Deswegen wie gesagt der Tipp, bei Rassebeschreibungen erstmal nicht davon auszugehen, dass ihr eine perfekte Erziehung hinbekommt. Wenn es am Ende dann doch so kommt, super
Aber nur mit dem besten Szenario planen ist nicht hilfreich.Viel Erfolg bei der weiteren Informationsbeschaffung und späteren Hundesuche!

-
Da du weder einen reinrassigen Labbi noch einen reinrassigen DSH möchtest, nehme ich an, dass beide Rassen Eigenschaften haben, die dir nicht zusagen?
Mach dir bitte bewusst, dass jede Rasseeigenschaft an einen Mix dieser Rassen vererbt werden kann. Mischlingszüchter werben ja gerne mit ''dem Besten aus beiden Rassen''. So funktioniert Vererbung aber nicht! Es werden nicht einfach nur die besten Eigenschaften vererbt (und es ist ja auch schon reine Interpretationssache, was die besten Eigenschaften überhaupt sind).
Was wünscht du dir denn von deinem zukünftigen Hund? Wie soll er werden, was sollte er eher nicht mitbringen?
-
Du hast bei Übernahme Geld für den Hund bezahlt (und zahlst auch jetzt die Ausgaben für ihn)?
Dann hast du ziemlich sicher einen Kaufvertrag mit der Orga abgeschlossen, bist neuer Eigentümer und kannst nicht von der Orga zur Kastration gezwungen werden.
-
Darf ich zu der Diskussion der letzten Seite einmal laienhaft dazwischenfragen?:
Wie definiert ihr führerhart und führerweich? Wie/wann zeigt sich das?
-
Was man hier aber so hört und liest, lässt mich mit der Frage „Warum sich die nächsten 10-15 Jahre schwer machen, wenn’s auch einfacher ginge?“ zurück
Ich kann nur meinen Eindruck vom Lesen schildern, habe ja selbst keinen Mali.
Aber ich habe gar nicht das Gefühl, dass die Mali-Halter hier ''sich ihr Leben schwer machen''. Das ist ja auch immer eine Frage der Ansprüche. Will ich z.B. entspannt auf jede Hundewiese, dann mache ich mir mit einem Mali das Leben schwerer. Will ich da sowieso nicht hin, dann ist die Hundewiesen-Untauglichkeit auch keine Schwierigkeit.
Dazu kommt wahrscheinlich der eigene Typ. Manche können mit und mögen Terrier, finden diese also auch leicht zu erziehen. Anderen gehts mit Retrievern so, wieder anderen mit Molossern. Und einigen halt mit Malis.
Also ich verstehe es so, dass niemand sich das Leben schwerer macht. Der einfachste Hund ist der, der zum eigenen Leben und Typ passt. Die Warnungen vorm Mali verstehe ich immer eher als Hinweis darauf, dass er eben nicht in das Leben und zu den Ansprüchen der meisten HH passt. Denn die meisten Menschen, erst Recht außerhalb des DF, wollen eben doch einen grundsätzlich verträglichen Hund, der lieber fiddelt als in den Fight zu gehen.
Soweit mein Verständnis. Ich bin gespannt, was die Mali-Halter sagen
