Beiträge von Caissa

    Für mich bleibt es hier Rätselraten. Man kann aus den bisherigen Beiträgen interpretieren, was man möchte. Man kann das Verhalten als Stress interpretieren, einige Sätze weisen darauf hin, und die Einschätzung der TE darum keinen Glauben schenken.

    Man kann der TE aber auch glauben, es so interpretieren, dass der Hund nur manchmal rumflitzt, aber eigentlich entspannt ist. Wenn man sich für eine Interpretation entscheidet und die Beiträge der TE mit dieser Brille liest, dann kann man sich in beide Richtungen super bestätigt fühlen.

    Deswegen finde ich, liebe TE, entweder du suchst dir jemanden, der das Verhalten vor Ort sehen kann, oder du beschreibst nochmal ganz genau, wie der Hund sich verhält. Dazu würde gehören, möglichst ohne eigene Interpretation zu beschreiben. Also nicht "rumflitzen" sondern "im gestreckten Galopp laufen". Denn "rumflitzen" ist keine eindeutige Beschreibung, sondern ein Wort, in das man vieles reininterpretieren kann. Oder an Stelle von "er schnüffelt immer mal, aber rennt viel" könntest du versuchen, die Häufigkeit möglichst klar zu benennen. Also "85% des Spaziergangs bewegt er sich im schnellen Galopp" oder "die Hälfte der Zeit steht er an einer Stelle und schnüffelt". Sebst wenn du so beschreibst bleibt das hier natürlich eine Einschätzung, ohne den Hund gesehen zu haben. Aber es würden zumindest alle über das gleiche reden.

    Oder du bleibst natürlich bei deinem Bauchgefühl und fragst in Zukunft nicht mehr nach. Auch das ist dein gutes Recht.

    Wir gehen ganz langsam, er darf überall schnüffeln und er rennt. Immer. So normales Laufen gibt es bei ihm scheinbar nicht. Ist die Runde zu langweilig/kurz, rast er dann noch bei uns vorm Haus auf der Wiese seine Runden. Einfach so, ohne Ball oder so.

    Die Runden selbst, sind nicht groß, aber er rennt eben viel. Klar, manchmal läuft er auch langsam, guckt und schnüffelt. Aber dann schiesst er von hinten wieder an mir vorbei, wie angestochen.

    Also, habe die Morgenrunde jetzt genau:

    1,8 km

    Langsam gelaufen, Leute getroffen, Hund nicht gespielt, anfangs gerannt, zum Ende hin wurde er gemütlicher

    Dauer 28 Minuten

    Ich hab mir jetzt mal ein paar Zitate zum Renn-Thema rausgepickt.

    Ich finde es aus deiner Beschreibung total schwer, einzuschätzen, wie viel er wirklich rennt. Einerseits schreibst du, er dürfe schnüffeln und täte das auch. Andererseits schreibst du, er würde nur rennen.

    Wie ist denn da das tatsächliche Verhältnis auf den Runden?

    Auch mal flitzen, aber trotzdem allgemein entspannt sein finde ich unproblematisch.

    Wenn er aber 90% rennt und nur selten mal kurz schnüffelt, würde ich auf mehr Ruhe achten.

    Das letzte Zitat fiel mir auf: 1,8km in 28 Minuten. Zumindest Reika war mit 4 Monaten nicht so schnell unterwegs. Zumal der Hund ja nochmal mehr Meter macht, weil er hin und her rennt. Aber ja, jeder Hund ist anders, und vielleicht läuft deiner ja auch nicht viel hin und her, sondern (fast) nur geradeaus?

    Vielleicht kannst du ja nochmal genauer schreiben, wie viel dein Hund nun genau rennt. Und vielleicht auch, was du unter rennen verstehst? Langsamer Galopp? So schnell er kann?

    Ich würde genauere Infos interessant finden, sonst könnte ich bezüglich deiner Frage nur rätselraten.

    Die Ausstrahlung ist um eine Woche verschoben, vermutlich weil am 13.3. das Finale der Unvermittelbaren nachgeholt wird:

    https://www.fernsehserien.de/martin-ruetter…lge-1-1-1540510

    Die Vorschau:

    Zitat

    Es ist wieder soweit – die Welpen kommen! Und sie kommen in einem großen Rudel, denn diesmal werden 40 Welpen und ihre Familien über Monate begleitet. Vom Yorkshire-Terrier, der nach Mallorca fliegt, bis hin zu einem Bernhardiner, der einen eigenen Song bekommt, ist in dieser Staffel alles dabei. Deutschlands Hundeexperte No.1 – Martin Rütter kommentiert das Geschehen mit hilfreichen Tipps und unterstützt mit seinem Team die Neuhundehalter. (Text: RTL)

    40 Welpen ist eine Menge! Vielleicht begleiten sie dieses Mal mehrere Züchter mit ihren Würfen?

    Ich finde solche Anzeigen ja immer interessant, in denen ein eigentlicher perfekter, top erzogener Hund ohne jegliche Baustellen beschrieben wird, aber dann trotzdem "Kein Anfängerhund!" drin steht. Ich hab dann immer das Gefühl, dass da irgendwas fehlt.

    Reika steckt gerade mitten in Läufigkeit Nr.3.

    Am Wochenende waren 2 Freundinnen zu Besuch, die Reika zuletzt vor einigen Monaten gesehen haben. Beide meldeten mir rück, dass sie viel erwachsener wirkt als beim letzten Mal.

    Und es stimmt. Bei Reika hat jede Läufigkeit bisher eine deutliche Veränderung gebracht. Dieses Mal ruht sie mehr in sich.

    Beim Besuch hat sie sich nach 10min ins andere Zimmer verzogen und gepennt :party:

    Besuch hat hier ja immer zu großer Aufregung geführt und sie kam nicht so recht runter. Vor ein paar Monaten haben ich die Strategie gewechselt und auf körpersprachlich-vom-Besuch-wegschicken gesetzt (inzwischen klappts auch immer besser, sie verbal wegzuschicken). Das gepaart mit der Läufigkeit hat offensichtlich Früchte getragen, ich bin sehr stolz auf das kleine Monsterchen :herzen1:

    Hilf ihm bitte auf jeden Fall!

    Wenn er schon die Rute einklemmt, sich duckt, unter sich pinkelt... hat er bereits so viel Stress, dass gar nicht mehr lernen könnte. Das einzige, was er aus solchen Situationen mitnimmt, ist das Gefühl, verzweifelt und alleingelassen zu sein. Die anderen Hunde handeln da im Übrigen auch unsozial. Auch wenn dein Hund jung ist müssen die anderen ihn nicht so angehen. Deiner scheint eindeutig zu beschwichtigen, wenn sie sich trotzdem 'auf ihn stürzen', dann haben die anderen anscheinend auch keine vernünftige Kommunikation gelernt. Dementsprechend kann dein Hund auch nichts von ihnen lernen - außer schlechte Kommunikation halt, aber das willst du sicher nicht.

    Dazu kommt, wenn du 'Glück' hast, dann bleibt dein Hund für immer bei seinen Konfliktlösestrategien (Einfrieren, sich klein machen...). Genausogut kann es aber auch sein, dass er irgendwann in den Kampf geht, denn mit seinen bisherigen Strategien funktioniert es ja nicht. Und irgendwann probiert er dann vielleicht mal was anderes aus, wenn er so keinen ERfolg hast. Und dann hast du es ggf mit einem großen, schweren Hund zu tun, der keinen Fremdhund mehr in seinem Dunstkreis duldet. Das willst du nicht.

    Gerade dann, wenn es dein Ziel ist, dass dein Hund selbstbewusster im Umgang mit anderen wird, dann musst du eine gute Basis schaffen. Eine Basis aus guten Erfahrungen, freundlichen und souveränen Einzelkontakten und Vertrauen in dich, dass du ihm Sicherheit gibst.

    Mein Balu ist ja auch so ein Hasenfuß. Als er einzog ist er manchmal einfach weggerannt, wenn mehr als 2 Fremdhunde mit ihm im Freilauf waren. Ansonsten hat er sich versucht zu verstecken. Inzwischen ist er deutlich selbstbewusster und souveräner - weil ich ihn geschützt habe, wenn er es brauchte. Weil er nicht zu Kontakten gezwungen wurde, die ihn überfordern. Er hat zuerst gelernt, dass ihm nichts passiert, weil ich im Zweifel da bin und mich kümmere. Und mit der Basis kann er jetzt viel entspannter mit anderen Hunden agieren und sogar mal angemessen Grenzen setzen, wenn nötig.

    Vermeide Hundewiesen mit asozialen Fremdhunden, suche ruhige und freundliche Kontakte für ihn und hilf ihm unbedingt, wenn er selbst überfordert ist. Dann wird er mit Glück langsam souveräner werden.

    Wär ja noch schöner, wenn der Buchmarkt nur bedingt Zugang ermöglichen würde...

    Habe ich auch überhaupt nicht gefordert. Das war nur die Erklärung, warum man nicht einfach sagen kann, dass es eh nur für ganz bestimmte HH gedacht ist.

    Ich habe auch nie dafür plädiert, einfach alles ungefragt zu übernehmen. Es ist aber einfach unrealistisch, zu erwarten, dass jeder Anfänger jeden Trainer und jeden Ansatz direkt einordnen kann. Man liest halt, was da steht, und auf das, was im Buch steht, beziehe ich mich. Nicht mehr und nicht weniger. Es wurden hier nach Meinungen zum Buch und dann speziell zur Handfütterung gefragt.

    Wenn jetzt auf jede Kritik "man muss es halt nicht übernehmen" geantwortet wird, ist eine Diskussion übers Buch doch irgendwie unmöglich? Dass man sich selbst rauszieht, was man sinnvoll findet (wenn man es denn einordnen kann) ist selbstredend. Aber genau darüber, wie die User hier das Buch empfinden, soll der Thread doch gehen, oder nicht?

    Handfütterung ist ja auch nur eine Möglichkeit von vielen und irgendwo im Buch gibts noch eine Grafik die zeigt, wie viel "Erfolg" das bringt wenn man nur Handfütterung als Massnahme nimmt. Und ich finde, dass man hier auch den Kontext des ganzen Buches "verstehen" muss. Dann wird nämlich klar, dass es sich hier nicht um ein 0815 Problem handelt sondern um ein Buch das erklärt was man tun kann wenn der Aussenfokus des Hundes so stark ist, das Halter unwichtig sind. Wie habt ihr das verstanden?

    Dazu noch, weil ich es eben vergessen habe :tropf:

    Das stimmt. Es wird als eine von vielen Möglichkeiten beschrieben. Und auch im Handfütterungs-Kapitel selbst wird darauf hingewiesen, dass die Handfütterung alleine keine Erfolge bringen wird. Was das angeht finde ich Baumanns Empfehlung auch deutlich angenehmer zu lesen als die undifferenzierteren Empfehlungen, die man auch manchmal zur Handfütterung liest.

    Na ja, wenn man sich anguckt woher Baumann kommt (wirklich Problemhundebereich) und wohl weniger HH sich solche Bücher kaufen, wenn alles tutti ist, nen bissl Hirn einsetzen, dann erklärt sich Einiges von selbst.

    Das Buch ist frei verkäuflich und wird auch hier oft in Anfänger-Threads empfohlen. Also kann man da mMn nicht einfach sagen, dass es wegen Baumanns Background eh nur für Härtefälle geschrieben ist. Zumal sein eigenes Beispiel zu dem Thema eben ein relativ normales Erziehungsproblem beschreibt.

    Aber wenn das, was ich schreibe, für dich so klingt, als sei es hirnlos, ist eine Auseinandersetzung zu dem Thema vielleicht auch nicht sinnvoll?